Quality of life and quality of society during COVID-19

Eurofound’s unique e-survey, Living, working and COVID-19, provides a snapshot of the impact of the pandemic on people’s lives, with the aim of helping policymakers to bring about an equal recovery from the crisis. Two rounds of the e-survey have been carried out to date, allowing for comparison between the first round launched on 9 April, when most Member States were in lockdown, and the second round in July, when society and economies were slowly re-opening. The data cover a range of topics including life satisfaction, happiness, optimism and resilience, health, support and well-being and trust in institutions. Compare the data for each round and explore by country, gender and age.

Wesentliche Erkenntnisse

  • Das Vertrauen in die EU stieg im Juli, während das Vertrauen in die nationalen Regierungen abnahm. Den größten Anstieg verzeichneten Italien und Spanien, die von der Pandemie hart getroffen waren. Das Vertrauen sowohl in die nationalen Regierungen als auch in die EU ist bei EU-Bürgerinnen und -Bürgern, die während der Pandemie finanzielle Unterstützung erhielten, erheblich größer.
  • Die Wahrung des Vertrauens der Bürgerinnen und Bürger in nationale und europäische Institutionen muss in Krisenzeiten ein zentrales Ziel bleiben, da die Einhaltung von Maßnahmen zur Kontrolle von COVID-19 in starkem Maße vom Vertrauen in Institutionen und in wissenschaftliche Beratung abhängt. Das zunehmende Vertrauen in Institutionen, von dem Befragte berichteten, die in den Genuss von Hilfsmaßnahmen kamen, ist auch eine klare Botschaft an nationale Regierungen und die EU.
  • Junge Menschen gehören zu denjenigen, die als die größten Verlierer aus dem Lockdown hervorgehen, denn sie weisen eigenen Angaben zufolge ebenso wie Arbeitslose das geringste Wohlbefinden auf, trotz einer Reihe von Verbesserungen seit dem Ausbruch der Pandemie. Zwar haben sich Lebenszufriedenheit und Optimismus seit April verbessert, doch fühlen sich Jugendliche auch weiterhin von der Gesellschaft ausgeschlossen und sind besonders depressionsgefährdet, was deutlich macht, dass sie stärker von den Einschränkungen während der Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen betroffen sind.
  • Auch Frauen sind von der Pandemie unverhältnismäßig stark betroffen, und sie blicken weniger optimistisch in die Zukunft als Männer – diese Kluft wurde zwischen April und Juli immer größer. Die Pandemie hat aber auch die Möglichkeiten von Frauen, Beruf und Privatleben zu vereinbaren, stärker beeinträchtigt als bei Männern, denn Frauen waren von der Kurzarbeit stärker betroffen, und junge Frauen haben ihre Arbeit eher verloren als Männer. So nahm während der Pandemie insbesondere die Belastung in Verbindung mit Pflege-/Betreuungsaufgaben für Frauen zu. Es wird entscheidend sein, dass dieser Schaden behoben wird, damit nicht die Frauen in unverhältnismäßig starkem Maß für die Pandemie werden bezahlen müssen.
  • Maßnahmen, mit denen Risiken für die psychische Gesundheit von Arbeitslosen und Jugendlichen begegnet werden soll, werden im Fall weiterer Wellen des Coronavirus unabdingbar sein. Die Bereitstellung von gezielter Unterstützung, damit diejenigen, die eine Stelle suchen, beruflich wieder auf die Beine kommen und die Auswirkungen der Pandemie verkraften können, sowie die Gewährleistung der uneingeschränkten Teilhabe junger Menschen an der Gesellschaft müssen Bestandteil der laufenden politischen Maßnahmen sein.
  • Die Erhebungsergebnisse machen deutlich, dass die Pandemie die Gefahr einer weiteren Vertiefung der Ungleichheiten zwischen sozioökonomischen Gruppen und über Landesgrenzen hinweg birgt. Diese zunehmenden Diskrepanzen können sich auch auf die Stabilität der EU auswirken und machen deutlich, wie wichtig die uneingeschränkte Umsetzung der europäischen Säule sozialer Rechte und die klare Kommunikation dieser Maßnahmen an die EU-Bürgerinnen und -Bürger ist.

Background and data collection

Suggested citation

Eurofound (2020), Living, working and COVID-19 dataset, Dublin, http://eurofound.link/covid19data

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Angesichts des Austritts des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union am 31. Januar 2020 sei darauf hingewiesen, dass sich auf der Eurofound-Website veröffentlichte Daten möglicherweise auf 28 EU-Mitgliedstaaten beziehen, da das Vereinigte Königreich in frühere Forschungsarbeiten einbezogen wurde. Dies wird schrittweise geändert, um der derzeitigen Zusammensetzung der EU aus 27 Mitgliedstaaten Rechnung zu tragen.

COVID-19 data