Working conditions and sustainable work

Arbeitsbedingungen und nachhaltige Arbeit: Eine Analyse mithilfe des Orientierungsrahmens für Arbeitsplatzqualität

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26 Februar 2021
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Wichtigste Erkenntnisse

  • Beschäftigte in der EU arbeiten heute im Durchschnitt unter besseren Bedingungen als zu Beginn des Jahrtausends. Die Arbeitszeitqualität hat sich eindeutig verbessert, doch auch die physische Arbeitsumgebung ist besser, insbesondere dort, wo sie am wichtigsten ist: in Berufen, die mit einer hohen Exposition gegenüber körperlichen Risiken einhergehen.
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  • Beschäftigte in der EU arbeiten heute im Durchschnitt unter besseren Bedingungen als zu Beginn des Jahrtausends. Die Arbeitszeitqualität hat sich eindeutig verbessert, doch auch die physische Arbeitsumgebung ist besser, insbesondere dort, wo sie am wichtigsten ist: in Berufen, die mit einer hohen Exposition gegenüber körperlichen Risiken einhergehen.
  • Arbeitsplätze erfordern heutzutage höhere Qualifikationen und bieten mehr Eigenständigkeit als in der Vergangenheit. Dies schlägt sich in einer Verbesserung des Index zu Kompetenzen und Entscheidungsfreiheit nieder.
  • Die Weiterentwicklung der Kompetenzen von Beschäftigten wird durch einen ungleichen Zugang zu und eine ungleiche Inanspruchnahme von Fortbildungen, die vom Arbeitgeber bezahlt werden, behindert. Ältere Arbeitnehmer nehmen in geringerem Umfang an Fortbildungen teil, und beim Zugang dazu entsteht zwischen Beschäftigten mit unterschiedlichem Vertragsstatus (Vollzeit gegenüber Teilzeit und unbefristete gegenüber befristeten Verträgen) eine immer größere Kluft.
  • Die anhaltende geschlechtsspezifische Segregation auf dem Arbeitsmarkt schlägt sich in Unterschieden bei der Arbeitsplatzqualität zwischen Frauen und Männern nieder. Doch einen Gesamtsieger gibt es nicht. Geschlechtsspezifische Diskrepanzen können auch zum Nachteil von Männern ausfallen, zum Beispiel in Bezug auf das physische Umfeld.
  • Auch wenn sich die Berufsaussichten für Frauen und für Männer im Allgemeinen verbessert haben, haben Männer nach wie vor Vorteile in Bezug auf diese Dimension der Arbeitsplatzqualität. Die ungleiche Aufteilung von Pflege-/Betreuungsaufgaben, die sich darin zeigt, dass Frauen längere Unterbrechungen ihrer Berufslaufbahn hinnehmen müssen und unterschiedliche Arbeitszeitregelungen in Anspruch nehmen, dürfte hierfür die Ursache sein.
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Zusammenfassung

In diesem richtungsweisenden Bericht werden die wichtigsten Erkenntnisse aus den Forschungsarbeiten von Eurofound zu den Arbeitsbedingungen im Programmplanungszeitraum 2017-2020 zusammengefasst. Es werden die seit 2000 erzielten Fortschritte bei der Verbesserung der Arbeitsbedingungen dargestelltRead more

In diesem richtungsweisenden Bericht werden die wichtigsten Erkenntnisse aus den Forschungsarbeiten von Eurofound zu den Arbeitsbedingungen im Programmplanungszeitraum 2017-2020 zusammengefasst. Es werden die seit 2000 erzielten Fortschritte bei der Verbesserung der Arbeitsbedingungen dargestellt und untersucht, ob alle Beschäftigten von den positiven Veränderungen gleichermaßen profitieren konnten. Der Bericht zeigt auf, welche Gruppen am ehesten Gefahr laufen, unter schlechten Bedingungen zu arbeiten und den Anschluss zu verlieren. Angesichts des Wandels in der Arbeitswelt werden neue Herausforderungen für eine gute Arbeitsplatzqualität aufgezeigt. Der Bericht enthält aber auch Anhaltspunkte für Maßnahmen, die zu einer weiteren Verbesserung der Arbeit und zur Erreichung fairer Arbeitsbedingungen für alle in der EU führen könnten.

Die Analyse macht deutlich, dass sich die Qualität der Arbeitsplätze in der EU im Großen und Ganzen verbessert, wenn auch nur langsam. Nicht alle Beschäftigten profitieren davon jedoch im gleichen Maße. Außerdem haben Geschlecht, Alter und Vertragsstatus erhebliche Auswirkungen auf die Arbeitsbedingungen eines Beschäftigten. Und auch wenn dank der Digitalisierung manche Probleme in Verbindung mit der Arbeitsplatzqualität angegangen werden können, ist sie doch auch mit neuen Herausforderungen verbunden. Die COVID-19-Pandemie hat die Trends verschärft, die Bedenken verstärkt und deutlich vor Augen geführt, wie wichtig es ist, Arbeitsplatzqualität für alle zu erreichen.

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  • Bericht

    Anzahl Seiten: 
    80
    Referenznr.: 
    EF20021
    ISBN: 
    978-92-897-2150-9
    Katalognr.: 
    TJ-03-21-030-EN-N
    DOI: 
    10.2806/938302
    Catalogue info

    Arbeitsbedingungen und nachhaltige Arbeit: Eine Analyse mithilfe des Orientierungsrahmens für Arbeitsplatzqualität

    Formate

    Zitieren Sie diese Veröffentlichung: 

    Eurofound (2021), Working conditions and sustainable work: An analysis using the job quality framework, Challenges and prospects in the EU series, Publications Office of the European Union, Luxembourg. 

  • Executive summary

    Referenznr.: 
    EF20021EN1
    Catalogue info

    Arbeitsbedingungen und nachhaltige Arbeit: Eine Analyse mithilfe des Orientierungsrahmens für Arbeitsplatzqualität

    Autor(en): 
    Eurofound

    Zum Herunterladen in 22 Sprachen verfügbar

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  • Case studies and working paper

  • Data

    List of tables

    The report has the following list of tables:

    Table 1: Change in the composition of the workforce, EU27 and the UK, 2002–2019

    Table 2: Elements of the job demands–resources model based on the EWCS

    List of figures

    The report has the following list of figures:

    Figure 1: The seven dimensions of job quality and the indicators composing each dimension

    Figure 2: Indexed change in job quality indices, EU27 and the UK, 2000–2015

    Figure 3: Physical environment index: mean and standard deviation, by occupational category, EU27 and the UK, 2000–2015

    Figure 4: Work intensity index: mean and standard deviation, by sector, EU27 and the UK, 2000–2015

    Figure 5: Work intensity index: mean and standard deviation, by country cluster, EU27 and the UK, 2000–2015

    Figure 6: Skills and discretion index: mean and standard deviation, by occupational category, EU27 and the UK, 2000–2015

    Figure 7: Skills and discretion index: mean and standard deviation, by country cluster, EU27 and the UK, 2000–2015

    Figure 8: Participation in paid training (%), by employment and contractual status, EU27 and the UK, 2005–2015

    Figure 9: Associations between working time quality and occupational category, by country cluster

    Figure 10: Working time quality index: mean and standard deviation, by country cluster, EU27 and the UK, 2000–2015

    Figure 11: Long working hours (%), by employment status, EU27 and the UK, 2000–2015

    Figure 12: Prospects index: mean and standard deviation, by occupational category, EU27 and the UK, 2005–2015

    Figure 13: Prospects index: mean and standard deviation, by country cluster, EU27 and the UK, 2005–2015

    Figure 14: Scores on Prospects index, by employment and sociodemographic characteristics, EU27 and the UK, 2005 and 2015

    Figure 15: Receipt of support from colleagues and managers (%), EU27 and the UK, 2005–2015

    Figure 16: Receipt of support from colleagues and managers (%), by age group, EU27 and the UK, 2005 and 2015

    Figure 17: Exposure to adverse social behaviour (%), by gender, EU27 and the UK, 2010 and 2015

    Figure 18: Perception of fair pay (%), by Member State and the UK, 2005–2015

    Figure 19: Perceived appropriateness of pay, by country cluster, EU27 and the UK, 2005–2015

    Figure 20: Job quality profiles: Scores on seven job quality indices, EU27 and the UK, 2015

    Figure 21: Distribution of workers according to job quality profiles, EU27 and the UK, 2015

    Figure 22: Job quality profiles of men, by job quality indices, EU27 and the UK, 2015

    Figure 23: Job quality profiles of women, by job quality indices, EU27 and the UK, 2015

    Figure 24: Distribution of employees according to predominant gender in occupation (%), by gender, EU27 and the UK, 2010 and 2015

    Figure 25: Gender of immediate manager (%), by worker’s gender, EU27 and the UK, 2005–2015

    Figure 26: Female employees reporting good prospects for career advancement and gender gap (%), EU27 and the UK, 2005–2015

    Figure 27: Good prospects for career advancement (%), by age and gender, EU27 and the UK, 2005–2015

    Figure 28: Job insecurity according to predominant gender in occupation (%), by gender, EU27 and the UK, 2010 and 2015

    Figure 29: Employability according to predominant gender in occupation (%), by gender, EU27 and the UK, 2010 and 2015

    Figure 30: Employees reporting difficulty making ends meet according to occupation type (%), by gender, EU27 and the UK, 2015

    Figure 31: Employees reporting difficulty making ends meet according to household type (%), by gender, EU27 and the UK, 2015

    Figure 32: Employee experience of selected emotional demands (%), by gender, EU27 and the UK, 2010 and 2015

    Figure 33: Average weekly working hours of employees across the life course, by gender, EU27 and the UK, 2015

    Figure 34: Flexibility to take time off according to predominant gender in occupation (%), by gender, EU27 and the UK, 2010 and 2015

    Figure 35: Additional components of earnings from main job (%), by gender, EU27 and the UK, 2005–2015

    Figure 36: Employees’ perception of their work–life balance (%), by age, EU27 and the UK, 2015

    Figure 37: Employees’ participation in training (%), by age and training classification, EU27 and the UK, 2015

    Figure 38: Associations between demands and resources and workers’ health and well-being

    Figure 39: Proportion of workers with flexitime schedules and engaged in TICTM (%), EU27 and the UK, 2015

    Figure 40: Workers reporting work–life balance problems (%), by work arrangement and presence or absence of children, EU27 and the UK, 2015

    Figure 41: Multiple-job holders as a proportion of total employment (%), by gender and country, EU27 and the UK, 2018

    Figure 42: Job quality profiles of multiple-job holders’ main jobs, by gender, EU27 and the UK, 2015

    Figure 43: Job quality of selected critical occupations in relation to the workforce average

    Figure 44: Emotional demands on ISWs and extent of those demands (%), EU27 and the UK, 2015

  • Videos

    Members of Eurofound’s Management Board provide their reactions to and insights into Eurofound’s 2021 flagship report on Working conditions and sustainable work: An analysis using the job quality framework.

    • Impact of the Covid-19 pandemic
      Interview with Juha Antila, Head of Research and Development SAK, Central Organisation of Finnish Trade Unions.

    • Digitalisation
      Interview with Mario van Mierlo, Deputy Director, Social Affairs, The Dutch Confederation of Industry and Employers (VNO-NCW).

    • Making work sustainable
      Interview with Alain Piette, Ergonomist at the Belgian Federal Public Service Employment, Labour and Social Dialogue.

    • Role of different actors in improving job quality
      Interview with Rebekah Smith, Deputy Director for Social Affairs, BusinessEurope.

    • Persisting challenges
      Interview with Nelson Ferreira, Deputy General Inspector ACT, Portugal Labour Conditions Authority.

    • Remote working
      Interview with Esther Lynch, Deputy General Secretary of the European Trade Union Confederation (ETUC).

This report presents the results of research conducted largely prior to the outbreak of COVID-19 in Europe in February 2020. For this reason, the results do not fully take account of the outbreak.

Forschungsarbeiten, die vor dem Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union am 31. Januar 2020 durchgeführt und anschließend veröffentlicht wurden, können Angaben zu den 28 EU-Mitgliedstaaten enthalten. Nach diesem Datum werden nur noch die 27 EU-Mitgliedstaaten (EU-28 ohne das Vereinigte Königreich) in den Forschungsarbeiten berücksichtigt, sofern nichts anderes angegeben ist.

Part of the series

  • Challenges and prospects in the EU

    Eurofound’s Flagship report series 'Challenges and prospects in the EU' comprise research reports that contain the key results of multiannual research activities and incorporate findings from different related research projects. Flagship reports are the major output of each of Eurofound’s strategic areas of intervention and have as their objective to contribute to current policy debates.

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