Employment and labour markets

Erholung von COVID-19: Die sich wandelnde Beschäftigungsstruktur in der EU

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20 Oktober 2022
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Wichtigste Erkenntnisse

  • Der im Jahr 2020 durch COVID-19 verursachte Schock für die Arbeitsmärkte war kurz und heftig; die Erholung folgte jedoch schnell, auch dank politischer Maßnahmen und erheblicher öffentlicher Unterstützung auf nationaler und EU-Ebene. Insgesamt erreichte die Beschäftigung innerhalb von zwei Jahren wieder ihr Vorkrisenniveau; nach der weltweiten Finanzkrise hatte die Erholung fast acht Jahre gedauert.
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  • Der im Jahr 2020 durch COVID-19 verursachte Schock für die Arbeitsmärkte war kurz und heftig; die Erholung folgte jedoch schnell, auch dank politischer Maßnahmen und erheblicher öffentlicher Unterstützung auf nationaler und EU-Ebene. Insgesamt erreichte die Beschäftigung innerhalb von zwei Jahren wieder ihr Vorkrisenniveau; nach der weltweiten Finanzkrise hatte die Erholung fast acht Jahre gedauert.
  • Die Erholung nach der COVID-19-Krise ist in den verschiedenen Sektoren sehr unterschiedlich verlaufen. Während bei der Beschäftigung in den Bereichen Dienstleistungen des Gastgewerbes, Groß- und Einzelhandel sowie Verkehr zwischen 2019 und 2021 ein kumulierter Verlust von 1,4 Millionen Arbeitskräften zu verzeichnen war, kamen im Informations- und Kommunikationssektor im gleichen Zeitraum 1 Million Arbeitsplätze neu hinzu.
  • Zwar beschleunigte die Pandemie einige bereits vorher bestehende strukturelle Trends wie etwa die Digitalisierung, sie hinterließ jedoch auch andauernde Beschäftigungsnarben in den Bereichen der persönlichen Dienstleistungen, die von den Kontaktbeschränkungen massiv betroffen waren. Zunehmend und zum erstem Mal in einer Generation ist es eher der Arbeitskräftemangel als die Arbeitslosigkeit – eher das Angebot an als die Nachfrage nach Arbeitskräften –, der Entscheidungsträgern in der Politik große Sorgen bereitet.
  • Obgleich der Arbeitsplatzverlust während der Pandemie vorrangig den Niedriglohnsektor betraf, war die Erholung des Beschäftigungsniveaus während des Jahres 2021 dem Wachstum bei gut bezahlten Arbeitsplätzen und Berufen zu verdanken. Im Zeitraum 2019-2021 nahm die gut bezahlte Beschäftigung von Frauen in der EU-27 stärker zu als die von Männern, während Frauen im Niedriglohnsektor am stärksten von Arbeitsplatzverlust betroffen waren.
  • Die Zunahme der Telearbeit wird als Nachwirkung der COVID-19-Krise wahrscheinlich anhalten, denn auch im Jahr 2021 stieg die Telearbeit in fast allen Mitgliedstaaten der EU weiter an – selbst nach dem drastischen Anstieg, der zu Beginn der Pandemie verzeichnet wurde. Außerdem begünstigte die Krise das Beschäftigungswachstum in Sektoren und Berufen, in denen Telearbeit besser umsetzbar ist: zwischen 2019 und 2021 war Fachkraft im Bereich Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) der am schnellsten wachsende Beruf, und im Jahr 2021 der Beruf mit dem größten Anteil an Telearbeit.
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Zusammenfassung

Die europäischen Arbeitsmärkte haben sich gut von COVID-19 erholt. Bis Ende 2021, etwas mehr als 18 Monate nach Ausbruch der Pandemie, lagen die Beschäftigungsquoten in der EU fast auf dem Vorkrisenniveau. In diesem Bericht werden die Arbeitsmarktentwicklungen in den Jahren 2020 und 2021 zusammenRead more

Die europäischen Arbeitsmärkte haben sich gut von COVID-19 erholt. Bis Ende 2021, etwas mehr als 18 Monate nach Ausbruch der Pandemie, lagen die Beschäftigungsquoten in der EU fast auf dem Vorkrisenniveau. In diesem Bericht werden die Arbeitsmarktentwicklungen in den Jahren 2020 und 2021 zusammengefasst, unter Verwendung von Quartalsdaten aus der EU-Arbeitskräfteerhebung. Dies geschieht aus struktureller Perspektive, mit Schwerpunkt auf Daten der Sektor- und Berufsebene sowie auf demografischen Schlüsselvariablen: Geschlecht und Alter. Selbst wenn die Beschäftigung in den EU-Mitgliedstaaten wieder ihr Vorkrisenniveau erreicht, wird sich die Zusammensetzung der Beschäftigung doch erheblich verändert haben. COVID-19 hat einige vorherige Trends – berufliche Weiterentwicklung mit mehr Beschäftigung in hochwertigen und besser bezahlten Arbeitsplätzen und die Einführung von Telearbeit – auf eine Weise beschleunigt, die die Struktur der Beschäftigung in der EU wahrscheinlich dauerhaft prägen wird.

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  • Bericht

    Anzahl Seiten: 
    46
    Referenznr.: 
    EF22022
    ISBN: 
    978-92-897-2286-5
    Katalognr.: 
    TJ-09-22-521-EN-N
    DOI: 
    10.2806/321685
    Catalogue info

    Erholung von COVID-19: Die sich wandelnde Beschäftigungsstruktur in der EU

    Formate

    Zitieren Sie diese Veröffentlichung: 

    Eurofound (2022), Recovery from COVID-19: The changing structure of employment in the EU, Publications Office of the European Union, Luxembourg.

  • Executive summary

    Referenznr.: 
    EF22022EN1
    Catalogue info

    Recovery from COVID-19: The changing structure of employment in the EU

    Autor(en): 
    Eurofound

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  • Tables and graphs

    The report contains the following lists of tables and figures

    List of tables

    • Table 1: Job vacancy rates, by sector, EU27, 2021 (%)
    • Table 2: Year-on-year changes in employment levels and actual weekly hours worked, 2019–2021, EU27
    • Table 3: Year-on-year changes in employment levels and weekly hours worked, by gender and age, 2020–2021, EU27
    • Table 4: Year-on-year changes in employment levels and weekly hours worked for the 15–24 age group, by gender, Q4 2020–Q4 2021, EU27
    • Table 5: Year-on-year changes in employment by gender and sector, Q4 2019–Q4 2021, EU27 (%)
    • Table 6: Year-on-year changes in average number of actual weekly working hours, by age, gender and sector, Q4 2020–Q4 2021, EU27 (hours)
    • Table 7: Main broad occupational trends in employment and hours year on year, Q4 2019–Q4 2020, EU27
    • Table 8: Top three jobs with biggest employment gains and losses, Q4 2019–Q4 2021, EU27

    List of figures

    • Figure 1: Actual and trend estimates of employment levels among workers aged 15 and older, 2019–2020, EU27 (millions)
    • Figure 2: People employed but not working, EU27 (percentage point difference from pre-COVID-19 baseline – same quarter in 2019)
    • Figure 3: People employed but not working, by sector, Q4 2019–Q4 2021, showing peak incidence in Q2 2020, EU27 (%)
    • Figure 4: Year-on-year changes in unemployment levels, by age, 2020–2021, EU27 (percentage points)
    • Figure 5: Labour market slack, 2019–2020, EU27 (% of the extended labour force)
    • Figure 6: Labour market slack, by country, Q4 2021, EU27 (percentage of the extended labour force)
    • Figure 7: The components of labour market slack, by age and gender, Q4 2021 (percentage of the extended labour force)
    • Figure 8: Transitions in labour market status, EU27, Q3 2021–Q4 2021 (million people)
    • Figure 9: Net flows between employment and inactivity, by country and gender, Q3 2021–Q4 2021, EU27 (thousands)
    • Figure 10: Employment shifts by job–wage quintile comparing the financial crisis (2008–2010) and the pandemic (Q4 2019–Q4 2021), EU27 (millions)
    • Figure 11: Employment shifts by job–wage quintile, Q4 2019–Q4 2021, EU27 (millions)
    • Figure 12: Employment shifts by job–wage quintile, by gender, Q4 2019–Q4 2021, EU27 (millions)
    • Figure 13: Employment shifts, by job–wage quintile and broad sector, Q2 2019–Q4 2020, EU27 (millions)
    • Figure 14: Employees working from home, by country, 2019–2021, EU27 (%)
    • Figure 15: Employees working from home, by occupation, 2019–2021, EU27 (%)
    • Figure 16: Change in employment, by occupation and teleworking incidence, Q4 2019–Q4 2021, EU27 (%)
    • Figure 17: Employees working from home, by sector, 2019–2021, EU27 (%)
    • Figure 18: Employees working from home, by gender, EU27
    • Figure 19: Employees working from home, by gender and country, 2021, EU27 (%)
    • Figure 20: Employees in teleworkable jobs, by gender and country, 2020, EU27 (%)
    • Figure 21: Employees working from home, by age, 2016–2021, EU27 (%)

Forschungsarbeiten, die vor dem Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union am 31. Januar 2020 durchgeführt und anschließend veröffentlicht wurden, können Angaben zu den 28 EU-Mitgliedstaaten enthalten. Nach diesem Datum werden nur noch die 27 EU-Mitgliedstaaten (EU-28 ohne das Vereinigte Königreich) in den Forschungsarbeiten berücksichtigt, sofern nichts anderes angegeben ist.

Part of the series

  • COVID-19

    Eurofound’s work on COVID-19 examines the far-reaching socioeconomic implications of the pandemic across Europe as they continue to impact living and working conditions. A key element of the research is the e-survey, launched in April 2020, with five rounds completed at different stages during 2020, 2021 and 2022. This is complemented by the inclusion of research into the ongoing effects of the pandemic in much of Eurofound’s other areas of work.

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