Frühzeitige Erkennung und Umgang mit den Auswirkungen des Wandels

20 April 2021

Die frühzeitige Erkennung und der Umgang mit den Auswirkungen des Wandels sind einer der sechs wichtigsten Tätigkeitsbereiche im Arbeitsprogramm von Eurofound für den Zeitraum 2021–2024.Read more

Die frühzeitige Erkennung und der Umgang mit den Auswirkungen des Wandels sind einer der sechs wichtigsten Tätigkeitsbereiche im Arbeitsprogramm von Eurofound für den Zeitraum 2021–2024. Eurofound wird Daten und Fakten zu strukturellen Entwicklungen vorlegen, die die Wirtschaft und die Arbeitsmärkte in der EU beeinflussen und die weitgehend auf die Digitalisierung und die Umstellung auf eine CO2-freie Wirtschaft , aber auch auf die COVID-19-Krise zurückzuführen sind. Mit den Forschungsarbeiten sollen politische Entscheidungsträger bei der frühzeitigen Erkennung und der Vorbereitung europäischer Arbeitsmärkte und Arbeitsplätze auf diese Veränderungen unterstützt werden.

Eurofound wird ab dem Jahr 2021 wichtige Erkenntnisse zu den Auswirkungen dieser Megatrends auf die Lebens- und Arbeitsbedingungen in der EU bereitstellen. Im Bereich Digitalisierung wird sich die Forschung schwerpunktmäßig mit den Auswirkungen auf die Beschäftigungs- und Arbeitsbedingungen sowie auf den Arbeitsmarkt befassen. Dabei werden Themenbereiche behandelt wie zum Beispiel der soziale Dialog und dessen Rolle bei der Gestaltung des Strukturwandels, Regelungsumfeld, Sozialschutz und künstliche Intelligenz (KI). Auf der Grundlage früherer Forschungsarbeiten zum Thema Plattformarbeit bietet der Zeitraum 2021–2024 Gelegenheit, ein verstärktes Augenmerk auf die Erfassung und Darstellung der Wirksamkeit politischer Initiativen bei der Bewältigung der Herausforderungen im Zusammenhang mit Plattformarbeit zu legen und diese zu bewerten.

Eurofound wird ferner den Übergang der EU zu einer CO2-freien Wirtschaft, einschließlich der Kreislaufwirtschaft und der Umsetzung des Aufbauinstruments der EU „Next Generation EU“ unterstützen und hierzu die sozioökonomischen Auswirkungen untersuchen. Darunter fallen Verschiebungen der Beschäftigung und die Umgestaltung von Arbeitsplätzen und Arbeitsbedingungen sowie die Verteilungseffekte der Klimaschutzpolitik. Ein Teil dieser Arbeit baut auf den Ergebnissen eines Pilotprojekts von Eurofound zum Thema Zukunft des Verarbeitenden Gewerbes auf.

Zur Fortsetzung dieser Arbeit im Zeitraum 2021–2024 wird Eurofound mit verschiedenen internationalen Organisationen und EU-Agenturen im Bereich der sozialen Auswirkungen der Klimaschutzpolitik zusammenarbeiten, beispielsweise mit der Europäischen Umweltagentur (EUA). Ferner soll die bereits bestehende Zusammenarbeit mit anderen Forschungseinrichtungen auf den Gebieten Digitalisierung – der Gemeinsamen Forschungsstelle (GFS), der Agentur für Grundrechte (FRA) und der Europäischen Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (EU-OSHA) – gefestigt werden. Auch mit der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) ist eine weitere Kooperation zum Thema „Eine Arbeitswelt im Wandel“ geplant.

 

„Wirtschaft und Arbeitsmärkte in der EU sind durch die Auswirkungen von Megatrends, allen voran die Digitalisierung und der Übergang zu einer CO2-freien Wirtschaft, geprägt. Es ist wichtig zu untersuchen, wie diese Übergänge genau funktionieren, was sich verändert und wie sich dies nicht nur auf Unternehmen, sondern auch auf die Arbeitskräfte und die Gesellschaft auswirkt.“

— Irene Mandl, Leiterin des Referats „Beschäftigung“

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Umsetzung der Prioritäten der Interessenträger

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Mit den Forschungsarbeiten von Eurofound sollen politische Maßnahmen zur Bewältigung des Übergangs sowohl zu einer CO2-freien Wirtschaft als auch in das digitale Zeitalter im Zuge der COVID-19-Pandemie sowie ein besseres Verständnis der Auswirkungen dieser Veränderungen auf EU- undRead more

Mit den Forschungsarbeiten von Eurofound sollen politische Maßnahmen zur Bewältigung des Übergangs sowohl zu einer CO2-freien Wirtschaft als auch in das digitale Zeitalter im Zuge der COVID-19-Pandemie sowie ein besseres Verständnis der Auswirkungen dieser Veränderungen auf EU- und einzelstaatlicher Ebene unterstützt werden. So wird beispielsweise die Forschung zu den Auswirkungen dieser Triebkräfte des Wandels auf der betrieblichen Ebene wichtige Erkenntnisse dazu liefern, wie Arbeitgeber und Arbeitnehmer am besten unterstützt werden können, damit sie die Chancen in Verbindung mit diesen Veränderungen ergreifen und den Herausforderungen begegnen können. Mit ihren Forschungsarbeiten strebt Eurofound aber auch an, Unternehmen dabei zu unterstützen, sich an eine ständig weiterentwickelnde Weltwirtschaft anzupassen. Darüber hinaus wird eine Untersuchung der Verteilungseffekte der Klimaschutzpolitik und von Maßnahmen für soziale Gerechtigkeit Kenntnisse bereitstellen, die der Umsetzung des Fonds für einen gerechten Übergang förderlich sind. Die Überwachung von Reformen und der finanziellen Fördermaßnahmen der letzten Zeit wird auch einen Austausch politischer Konzepte und Erkenntnisse ermöglichen.

Der Arbeitsplan der Agentur ist auf die politischen Leitlinien der Europäischen Kommission für den Zeitraum 2021 – 2024 abgestimmt, die unmittelbar in eine Reihe von politischen Schwerpunktbereichen einfließen mit dem Ziel, ein starkes soziales Europa zu schaffen. Die Forschungsarbeiten werden insbesondere folgenden Prioritäten der Kommission zugutekommen:

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Die wichtigsten politischen Erkenntnisse

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Die wichtigsten Ergebnisse der Forschungsarbeiten von Eurofound dienen politischen Entscheidungsträgern als Informationsquelle, um sich mit einigen zentralen Themen in diesem Bereich näher auseinanderzusetzen.

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Die wichtigsten Ergebnisse der Forschungsarbeiten von Eurofound dienen politischen Entscheidungsträgern als Informationsquelle, um sich mit einigen zentralen Themen in diesem Bereich näher auseinanderzusetzen.

  • Die Unterstützung von Arbeitgebern und Arbeitnehmern bei dem zweifachen Übergang in das digitale Zeitalter und zu einer CO2-freien Wirtschaft ist entscheidend. Zusätzlich zu diesen strukturellen Entwicklungen stellt die aktuelle COVID-19-Pandemie die Wirtschaft und den Arbeitsmarkt in Europa vor gewaltige Herausforderungen.
  • Neue Beschäftigungsformen, wie Plattformarbeit und IKT-gestützte mobile Arbeit, sind auf den europäischen Arbeitsmärkten zunehmend präsent. Diese durch die Nutzung von IKT bestimmten Beschäftigungsformen zeichnen sich durch neue Arten von Arbeitsbeziehungen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern aus, die die Arbeitsorganisation und die Arbeitsmodelle verändern. Sie sind sowohl mit Chancen als auch mit Risiken für die Arbeitsmärkte in der EU verbunden, die den schwierigen Übergang zu einer CO 2-freien Wirtschaft und zum digitalen Wandel vor dem Hintergrund der COVID-19-Pandemie vollziehen müssen.
  • Digitale Technologien verändern die Arbeit und die Arbeitsplätze und lösen Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt aus, wie z. B. Umstrukturierungen und Stellenabbau, und dabei entstehen langsam, aber sicher auch neue Tätigkeitsprofile. Aufgrund der Digitalisierung der Fertigung und der Erbringung von Dienstleistungen passen sich die Aufgabenprofile für Stellen an. Daraus ergibt sich eine Nachfrage nach anderen Kompetenzen.
  • Es wird wichtig sein, die gemeinsamen Auswirkungen der Digitalisierung und des Übergangs zu einer CO2-freien Wirtschaft im Zuge der COVID-19-Pandemie sowie die Frage zu beleuchten, wie diese sich gegenseitig verstärken oder wie die Vorteile des einen die negativen Auswirkungen des anderen ausgleichen können.
  • Das technologiegetriebene Potenzial, gewaltige Datenmengen zu erzeugen, zu erheben und zu nutzen, kann die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen und die Arbeitsplatzqualität verbessern. Entscheidend wird allerdings sein, dafür zu sorgen, dass Fragen wie Dateneigentum und Datenschutz geklärt, gut geregelt und umsetzt werden, um Ausbeutung und unethischem Verhalten einen Riegel vorzuschieben.
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Aktuelle und laufende Forschungsarbeiten

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2021 wird Eurofound untersuchen, in welchem Ausmaß die COVID-19-Krise zu einer zeitlich begrenzten gegenüber einer eher nachhaltigen Veränderung geführt hat und welche Rolle dem sozialen Dialog bei der Gestaltung des strukturellen und krisenbedingten Wandels zukommt, und dabei auch dieRead more

2021 wird Eurofound untersuchen, in welchem Ausmaß die COVID-19-Krise zu einer zeitlich begrenzten gegenüber einer eher nachhaltigen Veränderung geführt hat und welche Rolle dem sozialen Dialog bei der Gestaltung des strukturellen und krisenbedingten Wandels zukommt, und dabei auch die Auswirkungen beispielsweise auf Beschäftigung, Stellenprofile, Aufgaben und Qualifikationserfordernisse erfassen und darstellen.

Ausgehend von früheren Arbeiten von Eurofound zum digitalen Zeitalter sind die Auswirkungen der Digitalisierung auf Beschäftigungsquoten, Arbeitsbedingungen und Arbeitsbeziehungen weiterhin Gegenstand der Forschung. Insbesondere wird die Agentur ihre Vorzeige-Online-Ressource zur Digitalisierung auf den Weg bringen, bei der wesentliche Trends und politische Entwicklungen in Bezug auf die Digitalisierung in Europa sowie die Einführung von Automatisierung, Digitalisierung und der Plattformwirtschaft und deren Auswirkungen auf Arbeit und Beschäftigung untersucht werden.

Ferner wird Eurofound die Auswirkungen der Digitalisierung auf das Erwerbsleben weiter erforschen. Ein besonderer Schwerpunkt wird dabei auf den Auswirkungen der Nutzung der Digitalisierung auf betrieblicher Ebene auf Beschäftigung und Arbeitsbedingungen (einschließlich Sozialschutz) liegen. Untersucht werden ferner die menschlichen und ethischen Folgen von Automatisierung und Digitalisierung (beispielsweise Robotisierung, tragbare Geräte, KI und Big Data am Arbeitsplatz). Im Hinblick auf Plattformarbeit werden ausgewählte, im Aufbau befindliche Initiativen – die sich mit Themen wie Vertretung von Plattformbeschäftigten, Verhandlung von Arbeitsbedingungen, Bereitstellung von Versicherungen und Sozialschutz oder Besteuerung befassen – untersucht. Ebenso wird auch die Entwicklung der Plattformwirtschaft über den internetgestützten Datenspeicher ( Web Repository) von Eurofound weiterhin überwacht.

Für die Forschungsarbeiten zu den Auswirkungen des Übergangs zu einer CO 2-freien Wirtschaft untersucht Eurofound die Verteilungseffekte dieses Übergangs aufgrund einer Ad-hoc-Anfrage im Jahr 2020. Darüber hinaus wird Eurofound in Bezug auf die Auswirkungen dieses Übergangs auf Arbeit und Beschäftigung eine Auswertung der einschlägigen Literatur vornehmen, um die bereits vorhandenen Informationen zusammenzutragen und so den derzeitigen Stand der Dinge zu verstehen. Bei der Untersuchung der Auswirkungen des Übergangs zu einer CO2-freien Wirtschaft auf Gesellschaften und Bürger wird erforscht, für welche Bevölkerungsgruppen und Regionen das Risiko negativer Auswirkungen am größten ist. Eurofound wird Daten und Fakten zu der Frage zusammentragen, wie diese Thematik auf Ebene der Mitgliedstaaten angegangen wird. Aufgrund dieser Erkenntnisse wird ein Projekt aufgelegt, bei dem die sozioökonomischen Auswirkungen des Übergangs zu einer CO2-freien Wirtschaft untersucht werden.

Durch Überbrückung des zweifachen Übergangs zu einer CO2-freien Wirtschaft und in das digitale Zeitalter wird die ERM-Datenbank über Umstrukturierungsereignisse so angepasst, dass groß angelegte Umstrukturierungsfälle in Verbindung mit Digitalisierung und dem Übergang zu einer CO2-freien Wirtschaft ermittelt und zugleich die Unterstützungsinstrumente und Rechtsdatenbanken auf nationale politische Maßnahmen zum Umgang mit diesen Triebkräften des Wandels erweitert werden können.

Die folgenden Abschnitte bieten Zugang zu einer Reihe von Veröffentlichungen, Daten und laufenden Arbeiten zu diesem Thema.

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  • Publications (133)
  • Daten
  • Ongoing work (7)

Ongoing work

Research continues in this topic on a variety of themes, which are outlined below with links to forthcoming titles. 

  • Coverage of cases of transnational restructuring, relevant to current debates 

 

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