Beschäftigung und Arbeitsmärkte

29 April 2021

Beschäftigung und Arbeitsmärkte sind einer der sechs wichtigsten Tätigkeitsbereiche im Arbeitsprogramm von Eurofound für den Zeitraum 2021–20Read more

Beschäftigung und Arbeitsmärkte sind einer der sechs wichtigsten Tätigkeitsbereiche im Arbeitsprogramm von Eurofound für den Zeitraum 2021–2024. Eurofound wird auch weiterhin als Kompetenzzentrum für die Überwachung und Analyse der Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt tätig sein, insbesondere, weil die europäischen Arbeitsmärkte im Zuge der COVID-19 -Pandemie vor großen Herausforderungen stehen. Bei der Datensammlung und der Forschung wird die Agentur ihr Hauptaugenmerk auf die Folgen der Pandemie für Arbeit und Beschäftigung sowie auf die Frage legen, wie die Funktionsfähigkeit des Arbeitsmarktes und die Einbeziehung aller in den Arbeitsmarkt aufrechterhalten werden können.

Im Zeitraum 2021–2024 wird Eurofound wichtige Erkenntnisse zu den Herausforderungen und Aussichten in den Bereichen Beschäftigung und Arbeitsmärkte in der EU bereitstellen. Eurofound kommt bei der Beobachtung von Trends auf dem Arbeitsmarkt sowie der Überwachung der Auswirkungen dieser Trends für verschiedene Beschäftigtengruppen eine wichtige Rolle zu.

Generell werden bei den Forschungsarbeiten die Veränderungen der Arbeitsmarktstruktur anhand der bewährten Beobachtungsinstrumente von Eurofound, des Europäischen Jobmonitors (European Jobs Monitor, EJM) und des Europäischen Beobachtungsinstruments für Umstrukturierungen (ERM), zusammen mit Eurostat-Daten, im Mittelpunkt stehen. Angesichts der in manchen Ländern, Regionen, Wirtschaftszweigen und Berufen erwarteten hohen Arbeitslosenzahlen, die zugleich auch die am stärksten gefährdeten Arbeitnehmer in den prekärsten Situationen betreffen, werden diese Instrumente dazu beitragen, Wirtschaftszweige, Berufe und Qualifikationen zu ermitteln, die von Wachstum oder aber von einer rückläufigen Entwicklung geprägt sind. Mithilfe des ERM werden auch künftig umfangreiche Umstrukturierungen , Rechts- und Unterstützungsinstrumente sowie Maßnahmen untersucht, die von den Sozialpartnern und Behörden erarbeitet wurden, um Arbeitnehmer beim Übergang zwischen Arbeitsplätzen oder Branchen zu unterstützen.

Daneben wird sich Eurofound schwerpunktmäßig auch mit den Themen Arbeitskräftemangel und unzureichende Nutzung von personellen Ressourcen und Talenten in bestimmten Branchen und Berufen – die während der COVID-19-Pandemie noch verschärft wurden – befassen und hierzu politische Maßnahmen und betriebliche Praktiken näher beleuchten. Zu den konkreten Themen gehören das Missverhältnis zwischen Qualifikationsangebot und -nachfrage Arbeitszeit , geografische oder berufliche Mobilität und die Integration von Migranten sowie Gruppen, die auf dem Arbeitsmarkt unterrepräsentiert sind, wie z. B.JugendlicheFrauen und Menschen mit Behinderungen . Eurofound wird sich aber auch mit Wirtschaftszweigen befassen, die traditionell von Arbeitskräftemangel betroffen sind – eine Frage, die sich aufgrund der Pandemie mit noch größerer Dringlichkeit stellt. Diese Tätigkeit wird in die Vorbereitungen für die nächste Ausgabe der Europäischen Unternehmenserhebung (ECS) einfließen.

Die Zusammenarbeit von Eurofound mit der Gemeinsamen Forschungsstelle (GFS) der Europäischen Kommission wird in diesem Bereich ebenfalls fortgeführt. Die Forschungsarbeiten zum Thema Umstrukturierung werden den Aktivitäten des Europäischen Fonds für die Anpassung an die Globalisierung (EGF) und des Europäischen Sozialfonds Plus (ESF+) zugutekommen. Im Hinblick auf Kompetenzen und Arbeitskräftemobilität werden im Zusammenhang mit beschäftigungspolitischen Maßnahmen zur Bekämpfung des Arbeitskräftemangels die Verbindungen zur Schwesteragentur Cedefop und zur Europäischen Arbeitsmarktbehörde näher beleuchtet.

 

„Von zehn Personen haben noch immer sechs einen unbefristeten Vertrag. Auch wenn sich die Zahlen, die uns zu „atypischen Beschäftigungsverhältnissen“ vorliegen, d. h. Teilzeitarbeit und befristete Arbeitsverträge, in den letzten fünf bis zehn Jahren nicht wirklich verändert haben, versteckt sich dahinter dennoch eine Entwicklung hin zu unsichereren Beschäftigungsformen, und Arbeitnehmer in unsicheren Arbeitsverhältnissen haben nicht denselben Zugang zu Beschäftigung oder Sozialschutz.“

— Tina Weber, Forschungsleiterin, Referat „Beschäftigung“

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Letzte Aktualisierungen

Sign up now - Webinar: Addressing the social and employment impact of the pandemic - Living, working and COVID-19

Joint webinar - Eurofound and the EU Presidency of Portugal - 29 April 2021 @ 11.00 – 12.00 GMT (12.00 – 13.00 CEST)

Watch the #AskTheExpert webinar: Game-changing technologies - How will they impact Europe’s economy, work and employment?

Game-changing technologies - How will they impact Europe’s economy, work and employment? 20 April, 11.00 – 12.00 CET...

COVID-19: Folgen für Beschäftigung und Berufsleben

Disclaimer: Please note that this report was updated with revised data (specifically for Bulgaria) on 23 March 2021. In...

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Umsetzung der Prioritäten der Interessenträger

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Mit den Forschungsarbeiten von Eurofound sollen politische Maßnahmen zur Bereitstellung von Kenntnissen zur Begleitung des Strukturwandels unterstützt werden, insbesondere im Zuge der COVID-19-PandemiRead more

Mit den Forschungsarbeiten von Eurofound sollen politische Maßnahmen zur Bereitstellung von Kenntnissen zur Begleitung des Strukturwandels unterstützt werden, insbesondere im Zuge der COVID-19-Pandemie. Damit soll Unterstützung bei der Bewältigung der Herausforderungen bereitgestellt werden, vor denen die EU und die einzelnen Mitgliedstaaten in den Bereichen Beschäftigung und Arbeitsmarktstrukturen stehen.

So erhebt Eurofound insbesondere Daten und analysiert Trends bei der Entwicklung der Beschäftigung und der Arbeitsmärkte, indem Diskrepanzen und Risikogruppen ermittelt und untersucht werden, um der Europäischen Kommission und anderen EU-Organen, Einrichtungen der Mitgliedstaaten und Sozialpartnern die notwendige Unterstützung bei der Erarbeitung wirksamerer beschäftigungspolitischer Maßnahmen zur Verfügung zu stellen.

Der Arbeitsplan der Agentur ist auf die politischen Leitlinien der Europäischen Kommission für den Zeitraum 2021 – 2024 abgestimmt, die unmittelbar in eine Reihe von politischen Schwerpunktbereichen einfließen mit dem Ziel, ein starkes soziales Europa zu schaffen. Die Forschungsarbeiten von Eurofound werden vor allem politische Initiativen im Rahmen der Europäischen Säule sozialer Rechte im Zuge der COVID-19-Krise sowie Aktivitäten in Verbindung mit Initiativen wie etwa der Europäischen Strategie für die Gleichstellung der Geschlechter 2020–2025, der verstärkten Jugendgarantie, des Pakets zur Förderung der Jugendbeschäftigung, der Kompetenzagenda sowie Innovation und die Schaffung von Arbeitsplätzen und den Vorschlag der Europäischen Kommission für angemessene Mindestlöhne in der EU unterstützen.

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Die wichtigsten politischen Erkenntnisse

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Die wichtigsten Ergebnisse der Forschungsarbeiten von Eurofound dienen politischen Entscheidungsträgern als Informationsquelle, um sich mit einigen zentralen Themen in diesem Bereich näher auseinanderzusetzen.

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Die wichtigsten Ergebnisse der Forschungsarbeiten von Eurofound dienen politischen Entscheidungsträgern als Informationsquelle, um sich mit einigen zentralen Themen in diesem Bereich näher auseinanderzusetzen.

  • Bevor sich die COVID-19-Krise auf die Wirtschaft ausgewirkt hat, hat die Erholung auf dem europäischen Arbeitsmarkt die Erwerbstätigenquote in der EU auf fast 75 % – das Ziel von EU2020 – steigen lassen. Die Erkenntnisse aus früheren Krisen haben, auch wenn sie aufgrund ihres besonderen Charakters einzigartig sind, gezeigt, dass die Aufrechterhaltung der Arbeitsmarktanbindung der Arbeitnehmer und, soweit möglich, die Verbesserung der Qualifikationen wichtige Mittel sind, um eine rasche Erholung zu ermöglichen.
  • Das Beschäftigungswachstum ist bei mittelmäßig vergüteten Tätigkeiten – insbesondere bei Rezessionen – durchgängig am schwächsten und bei gut bezahlten Arbeitsplätzen durchweg am höchsten.
  • Durch die stabile Entwicklung der Zahl atypischer Arbeitsverhältnisse wird ein Anstieg prekärer Beschäftigungsformen für bestimmte Gruppen verschleiert, wobei immer mehr Arbeitnehmer im Rahmen von „anderen“ oder „gar keinen“ Verträgen arbeiten. Die COVID-19-Pandemie bringt die schwierige Lage dieser Arbeitnehmer, die am härtesten von der Krise getroffen sind und auch langfristig am schlimmsten betroffen sein könnten, immer deutlicher ans Licht.
  • Der Anstieg verschiedener atypischer Beschäftigungsformen könnte zu einer noch tieferen Spaltung der EU-Arbeitsmärkte zwischen gut geschützten Arbeitnehmern und solchen führen, die nur begrenzt Zugang zu Sozialschutz und Arbeitnehmerrechten haben, und dadurch zu einer stärkeren Arbeitsmarktsegmentierung beitragen. Dies gilt insbesondere für die steigenden Zahlen von Arbeitnehmern, die auf der Grundlage einer „Mischung aus verschiedenen atypischen Beschäftigungsverhältnissen“ beschäftigt sind (d. h. ein Mix aus atypischen Beschäftigungsstatus: zum Beispiel Zeit- und Teilzeitarbeit, selbständige Tätigkeit und Teilzeit).
  • Aufgrund des derzeitigen Anstiegs unsicherer Beschäftigungsverhältnisse werden politische Lösungen zur Unterstützung von Arbeitnehmern mit begrenztem Zugang zu Sozialschutz und Arbeitnehmervertretung erforderlich sein. Dies ist im Zusammenhang mit den Auswirkungen des Ausbruchs von COVID-19, die noch gar nicht absehbar sind, umso wichtiger, denn dieser bringt für viele prekär Beschäftigte und Selbständige besonders existenzgefährdende Risiken mit sich.
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Aktuelle und laufende Forschungsarbeiten

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2021 wird Eurofound weiter beobachten und analysieren, wie sich die EU-Arbeitsmarktstruktur verändert, nicht zuletzt angesichts von COVID-19, und dabei die Bilanz der Schaffung und Vernichtung von Arbeitsplätzen und den Stellenabbau nach Wirtschaftszweig und Beruf sowie die wesentlichen MerkmaleRead more

2021 wird Eurofound weiter beobachten und analysieren, wie sich die EU-Arbeitsmarktstruktur verändert, nicht zuletzt angesichts von COVID-19, und dabei die Bilanz der Schaffung und Vernichtung von Arbeitsplätzen und den Stellenabbau nach Wirtschaftszweig und Beruf sowie die wesentlichen Merkmale der Beschäftigungsstruktur untersuchen.

2021 werden Forschungsarbeiten zu Verschiebungen auf den Arbeitsmärkten in Verbindung mit Geschlecht und Alter anhand von Daten des Europäischen Jobmonitors vorliegen, die zusammen mit der GFS der Europäischen Kommission durchgeführt werden. Für die Berichte über den Strukturwandel auf dem Arbeitsmarkt werden Daten des Europäischen Jobmonitors (EJM), des Europäischen Beobachtungsinstruments für Umstrukturierungen (ERM) und von Eurostat herangezogen. COVID-19 hat tiefgreifende Auswirkungen, und 2021 werden die Forschungsarbeiten zur Untersuchung der unmittelbaren Folgen der Pandemie für die Beschäftigung und der Wirksamkeit außerordentlicher Stützungsmaßnahmen seitens der Regierungen und Sozialpartner vorliegen. Ergänzend dazu erfolgt eine Analyse der Situation auf dem europäischen Arbeitsmarkt ein Jahr nach Ausbruch von COVID-19, die auch die am stärksten von der Krise betroffenen Regionen und Wirtschaftszweige umfassen wird.

Außerdem werden brandaktuelle Updates zu den Umstrukturierungsereignissen des ERM und den Rechtsdatenbanken zur Verfügung stehen. Darüber hinaus werden die über die Datenbank COVID-19 EU PolicyWatch von Eurofound, die 2020 eingerichtet wurde, zusammengetragenen Informationen in die ERM-Unterstützungsinstrumente und die Rechtsdatenbank aufgenommen.

Die Analyse von Umstrukturierungen und eine mögliche Erweiterung der ERM-Datenbank über Umstrukturierungsereignisse gehören auch zu den Tätigkeiten von Eurofound, die sich mit den Auswirkungen des Wandels befassen. Diese werden sich auf bestimmte Arten von Umstrukturierungen erstrecken, etwa solche in Verbindung mit dem Klimawandel oder der Umstellung auf eine CO2‑freie Wirtschaft, Digitalisierung, Arbeitsplatzverlagerungen („Offshoring“) oder der Rückverlagerung von Arbeitsplätzen aus Niedriglohnländern in Hochlohn-Volkswirtschaften („Reshoring“).

Die laufenden Forschungsarbeiten aus der ECS 2019 zu betrieblichen Praktiken in Verbindung mit Qualifikationsdefiziten und die Nutzung von Kompetenzen in europäischen Betrieben, die zusammen mit dem Cedefop durchgeführt werden, werden 2021 vorliegen. Auf der Grundlage der Ergebnisse bestehender Analysen des Arbeitskräftemangels wird im Rahmen eines neuen Forschungszweigs die Wirksamkeit bestimmter Arten von Maßnahmen einer Bewertung unterzogen, insbesondere von solchen, die während der COVID-19-Pandemie zur Bekämpfung des Arbeitskräftemangels eingeführt wurden, der durch die Krise noch verschärft wurde, beispielsweise im Pflegebereich.

Die folgenden Abschnitte bieten Zugang zu einer Reihe von Veröffentlichungen, Daten und laufenden Arbeiten zu diesem Thema.

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  • Publications (1670)
  • Daten
  • Ongoing work (8)

Ongoing work

Research continues in this topic on a variety of themes, which are outlined below with links to forthcoming titles. 

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