Lebensbedingungen und Lebensqualität

18 Mai 2021

Lebensbedingungen und Lebensqualität sind einer der sechs wichtigsten Tätigkeitsbereiche im Arbeitsprogramm von Eurofound für den Zeitraum 2021-2024.Read more

Lebensbedingungen und Lebensqualität sind einer der sechs wichtigsten Tätigkeitsbereiche im Arbeitsprogramm von Eurofound für den Zeitraum 2021-2024. Eurofound wird auch weiterhin grundlegende Aspekte in Verbindung mit der Verbesserung der Lebensbedingungen der Menschen in Europa erfassen und analysieren, einschließlich Informationen darüber, wie sie Lebensqualität und die Qualität der Gesellschaft wahrnehmen. Da die COVID-19 Pandemie und die daraus resultierende Wirtschaftskrise einen tiefen Einschnitt im Leben der Menschen bedeuten, wird Eurofound die Auswirkungen der Krise auf die EU-Bürgerinnen und -Bürger in verschiedenen Lebensabschnitten weiter untersuchen.

Im Zeitraum 2021-2024 wird Eurofound wichtige Erkenntnisse zu den Herausforderungen und Aussichten in den Bereichen Lebensbedingungen und Lebensqualität in der EU sowie zur Rolle verschiedener Initiativen zur Milderung sozialer Härten bereitstellen, von denen unterschiedliche Gruppen von Bürgern betroffen sind. Besonderes Augenmerk gilt dabei den Folgen für ältere Menschen und ihren Pflegebedarf, Jugendlichen, ihrer gesellschaftlichen Einbindung und sozialen Mobilität sowie den unterschiedlichen Folgen der Krise für Männer und Frauen .

Öffentliche Dienstleistungen in der gesamten EU spielten bei der Bekämpfung der COVID-19-Krise, die mit gewaltigen Herausforderungen einherging, eine entscheidende Rolle, und sie werden noch eingehender geprüft werden, insbesondere im Hinblick auf Themen wie Qualität, Zugang und Erschwinglichkeit. Wie bisherige Erkenntnisse gezeigt haben, waren die Auswirkungen der Krise auf bestimmte Gruppen je nach Alter, Pflege-/Betreuungsaufgaben und Vereinbarkeit und Beruf und Privatleben unverhältnismäßig stark, ein Thema, mit dem sich Eurofound noch eingehender befassen wird.

In Abstimmung mit dem Europäischen Institut für Gleichstellungsfragen (EIGE) beabsichtigt Eurofound, die mehrdimensionalen geschlechtsspezifischen Diskrepanzen durch die Untersuchung der Auswirkungen der COVID-19-Krise auf Männer und Frauen im Hinblick auf Erwerbsbeteiligung, materielle Lebensbedingungen und Wohlbefinden zu erforschen, um die Unterschiede zu ermitteln und deren Auswirkungen auf geschlechtsspezifische Diskrepanzen einschätzen zu können.

 

Die Qualität öffentlicher Dienstleistungen hat entscheidend dazu beigetragen, das Vertrauen in Institutionen im Europa von heute aufzubauen, und sie wird von maßgeblicher Bedeutung sein, um die aktuellen und künftigen Herausforderungen zu meistern. Hochwertige Dienstleistungen sind aber auch ein Bereich, in dem Innovation gefragt ist, insbesondere bei der Umstellung auf digitale, umweltfreundlichere Dienstleistungen und im Hinblick darauf, in Zukunft auf Risiken wie z. B. die Pandemie vorbereitet zu sein.

— Tadas Leončikas, Leitender Forschungsleiter, Referat „Sozialpolitik“

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Umsetzung der Prioritäten der Interessenträger

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Mit den Forschungsarbeiten von Eurofound sollen politische Maßnahmen für den Umgang mit den Herausforderungen und Chancen unterstützt werden, vor denen die EU und die einzelnen Mitgliedstaaten in den Bereichen Lebensbedingungen und Lebensqualität stehen.Read more

Mit den Forschungsarbeiten von Eurofound sollen politische Maßnahmen für den Umgang mit den Herausforderungen und Chancen unterstützt werden, vor denen die EU und die einzelnen Mitgliedstaaten in den Bereichen Lebensbedingungen und Lebensqualität stehen. Dabei werden durch die Bereitstellung von Kenntnissen über den Stand, Entwicklungstrends, Risiken sowie Möglichkeiten zur Verbesserung der Lebensbedingungen in der EU vor allem die Auswirkungen von COVID-19 und der daraus resultierenden Krise beobachtet werden. Eurofound wird sich dabei schwerpunktmäßig auf die Ermittlung und Analyse drängender Fragen für die am stärksten gefährdeten Gruppen konzentrieren, insbesondere ältere Bürger und junge Menschen. Eurofound wird darüber hinaus politische Entscheidungsträger durch die Vorlage von Daten und Fakten über Entwicklungstrends und Triebkräfte in Bezug auf die Erbringung öffentlicher Dienstleistungen informieren und dabei auch einen Zusammenhang zur europäischen Säule sozialer Rechte herstellen.

Der Arbeitsplan der Agentur ist auf die politischen Leitlinien der Europäischen Kommission für die nächsten vier Jahre abgestimmt, die unmittelbar in eine Reihe von politischen Schwerpunktbereichen einfließen mit dem Ziel, ein starkes soziales Europa zu schaffen. Mit den Forschungsarbeiten werden insbesondere politische Initiativen und Aktivitäten in Verbindung mit der Umsetzung der Europäischen Strategie für die Gleichstellung der Geschlechter 2020-2025 , der Jugendgarantie , der Kindergarantie sowie dem Europäischen Semester und den damit einhergehenden länderspezifischen Empfehlungen unterstützt.

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Die wichtigsten politischen Erkenntnisse

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Die wichtigsten Ergebnisse der Forschungsarbeiten von Eurofound dienen politischen Entscheidungsträgern als Informationsquelle, um sich mit einigen zentralen Themen in diesem Bereich näher auseinanderzusetzen.

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Die wichtigsten Ergebnisse der Forschungsarbeiten von Eurofound dienen politischen Entscheidungsträgern als Informationsquelle, um sich mit einigen zentralen Themen in diesem Bereich näher auseinanderzusetzen.

  • Die größten negativen Auswirkungen auf das Vertrauen in die Institutionen ergeben sich aus der Wahrnehmung gesellschaftlicher Spannungen, während die wahrgenommene Qualität öffentlicher Dienstleistungen ein entscheidender Faktor ist, der das Vertrauen in die Institutionen stärkt.
  • Was wir brauchen, ist ein langfristiges Betreuungsangebot – zusammen mit mehr Flexibilität. Häusliche Pflege und Hilfe sollten besser zugänglich gemacht werden, insbesondere in den EU-Mitgliedstaaten mit den geringsten Einkommen.
  • Ein sofortiger Zugang zu medizinischer Grundversorgung, Sozialfürsorge und Langzeitpflege kann ein frühzeitiges Eingreifen und die Beobachtung der sich verändernden Bedürfnisse auslösen und verhindern, dass Probleme in Verbindung mit der Langzeitpflege eskalieren.
  • Psychische Gesundheitsprobleme bei jungen Menschen nehmen zu, obwohl nicht klar ist, ob dies auf eine höhere Inzidenz oder auf ein ausgeprägteres Bewusstsein oder bessere Diagnosemöglichkeiten zurückzuführen ist. Psychische Gesundheit steht in einem engen Zusammenhang mit anderen Problemen Jugendlicher und kann sowohl eine Folge von Ungleichheiten als auch selbst eine Ursache dafür sein. Zu den Risikofaktoren für psychische Gesundheitsprobleme gehören Erwerbsunfähigkeit und langwierige Erkrankungen, familiäre Probleme, Beziehungsprobleme mit Gleichaltrigen und die übermäßige Nutzung sozialer Medien.
  • Zwar konnten seit der Finanzkrise das Vertrauen und der soziale Zusammenhalt überall in der EU wiederhergestellt werden, doch hatte der Ausbruch von COVID-19 erhebliche Auswirkungen auf das Wohlbefinden in den von der Pandemie am meisten geschüttelten Ländern.
  • Junge Menschen gehören zu denjenigen, die als die größten Verlierer aus dem Lockdown hervorgehen: Eigenen Angaben zufolge weisen sie ebenso wie Arbeitslose das geringste Wohlbefinden auf, trotz einer Reihe von Verbesserungen seit dem Ausbruch der Pandemie. Zwar haben sich Lebenszufriedenheit und Optimismus seit April 2020 verbessert, doch fühlen sich Jugendliche auch weiterhin von der Gesellschaft ausgeschlossen und sind besonders depressionsgefährdet, was deutlich macht, dass sie stärker von den Einschränkungen während der Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen betroffen sind.
  • Maßnahmen, mit denen Risiken für die psychische Gesundheit von Arbeitslosen und Jugendlichen im Zuge von COVID-19 begegnet werden soll, werden im Fall weiterer Wellen des Coronavirus unabdingbar sein. Die Bereitstellung von gezielter Unterstützung, damit diejenigen, die eine Stelle suchen, beruflich wieder auf die Beine kommen und die Auswirkungen der Pandemie verkraften können, sowie die Gewährleistung der uneingeschränkten Teilhabe junger Menschen an der Gesellschaft müssen Bestandteil der laufenden politischen Maßnahmen sein.
  • Die COVID-19-Krise hat bei Frauen stärker als bei Männern den Optimismus erschüttert und die Möglichkeiten, Beruf und Privatleben miteinander zu vereinbaren, beeinträchtigt. Es wird entscheidend sein, dass dieser Schaden behoben wird, damit Frauen nicht unverhältnismäßig stark für die Pandemie bezahlen müssen.
  • Die Wahrung des Vertrauens der Bürgerinnen und Bürger in nationale und europäische Institutionen muss in Krisenzeiten ein zentrales Ziel bleiben, da die Einhaltung von Maßnahmen zur Eindämmung von COVID-19 in hohem Maße vom Vertrauen in Institutionen und in wissenschaftliche Beratung abhängt. Das zunehmende Vertrauen in Institutionen, von dem Befragte berichteten, die in den Genuss von Hilfsmaßnahmen kamen, ist auch eine klare Botschaft an nationale Regierungen und die EU.
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Aktuelle und laufende Forschungsarbeiten

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Auch 2021 wird die Agentur die Arbeit im Bereich ihrer gesamteuropäischen Erhebungen fortführen und dabei besonderes Augenmerk auf die Auswirkungen von COVID-19 auf die Lebensbedingungen legenRead more

Auch 2021 wird die Agentur die Arbeit im Bereich ihrer gesamteuropäischen Erhebungen fortführen und dabei besonderes Augenmerk auf die Auswirkungen von COVID-19 auf die Lebensbedingungen legen. Auf der Grundlage der beiden bisherigen Runden der elektronischen Erhebung zu Leben, Arbeiten und COVID-19 ist für 2021 eine dritte Runde geplant.

Eurofound wird die Ergebnisse zum Thema Jugendliche und zu den ersten Auswirkungen von COVID-19 auf das Wohlbefinden und die Beschäftigungsaussichten junger Menschen und NEET (Jugendliche, die keine Schule besuchen, keiner Arbeit nachgehen und keine Berufsausbildung absolvieren) veröffentlichen und bestimmte Aspekte der Fairness und der Zukunft in Bezug auf Optimismus und darauf, wie die Qualität der Gesellschaft wahrgenommen wird, näher beleuchten. Diese Forschung stützt sich auf frühere Arbeiten zum Thema NEET und auf Daten aus der elektronischen Erhebung zu COVID-19.

Dabei wird ein besonderes Augenmerk auf die Lebensbedingungen älterer Menschen und ihren Bedarf an formellen und informellen Pflege- und Betreuungsleistungen sowie auf ihr Wohlbefinden, die Gefahr ihrer sozialen Ausgrenzung und auf ihre Einkommenssituation während der Pandemie und in der Zeit unmittelbar danach gelegt. Eurofound wird Ungleichheiten bei der Verfügbarkeit und Inanspruchnahme von Pflegedienstleistungen untersuchen und außerdem ausgewählte Beispiele von Lösungen für Gesundheits- und Pflegedienstleistungen, die über größere Entfernungen hinweg erbracht werden, überprüfen.

In Bezug auf die geschlechtsspezifischen Lücken, die durch COVID-19 noch weiter aufklaffen, wird Eurofound die Aufteilung von bezahlter und unbezahlter Arbeit sowie von Pflege-/Betreuungs- und häuslichen Pflichten auf Männer und Frauen während der Krise weiter untersuchen.

Dabei wird eine ganze Reihe von Aspekten in Bezug auf die Auswirkungen der Pandemie und auf Veränderungen bei öffentlichen Dienstleistungen, wie z. B. Leistungen zur Beschäftigungsförderung, Gesundheits- und Pflegedienstleistungen, Sozialschutz und Bildung, näher unter die Lupe genommen, zum Beispiel die Inanspruchnahme und Erbringung solcher Leistungen, die Frage, inwieweit Dienstleister auf solche Krisen vorbereitet sind, die Nutzung digitaler Werkzeuge, die Stärkung und Finanzierung sowie die Zufriedenheit und die Erfahrungen der Nutzer dieser Dienstleistungen.

Die folgenden Abschnitte bieten Zugang zu einer Reihe von Veröffentlichungen, Daten und laufenden Arbeiten zu diesem Thema.

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  • Publications (626)
  • Daten
  • Ongoing work (6)

Ongoing work

Research continues in this topic on a variety of themes, which are outlined below with links to forthcoming titles. 

 

Other ongoing work:

  • Mapping developments in advisory for household debt in EU countries as well as identifying barriers to access these services to combat poverty and assessing take-up
  • Analysing differences and inequalities in access to social services of general interest in the EU and assessing the nature and extent of convergence/divergence

 

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