Neue Beschäftigungsformen

13 Juni 2019

Gesellschaftliche, wirtschaftliche und technologische Veränderungen in Europa haben neue Beschäftigungsformen in ganz Europa entstehen lassen. Viele dieser Beschäftigungsformen unterscheiden sich ganz erheblich von traditioneller „Arbeit“. Sie verändern die traditionelle Eins-zu-Eins-Beziehung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Außerdem zeichnen sie sich durch unkonventionelle Arbeitsmuster und Arbeitsplätze aus.

Politische Entscheidungsträger in der EU interessieren sich dafür, wie diese neuen Beschäftigungsformen zur Schaffung eines flexibleren und inklusiven Arbeitsmarkts beitragen können. In der Diskussion geht es auch darum, wie Praktiken der Schwarzarbeit legalisiert und ein angemessener sozialer Schutz sowie annehmbare Arbeitsbedingungen sichergestellt werden können. Von zentraler Bedeutung in der Debatte ist die Frage, wie sich eine Situation vermeiden lässt, in der diese neuen Beschäftigungsformen für Arbeitnehmer ungünstiger sind als die gängigen Beschäftigungsarten.

Die Europäische Kommission hat das Thema Arbeitsbedingungen in ihrem Hintergrundpapier für das trilaterale Sozialforum (2011) zur Umsetzung der Leitinitiative „Eine Agenda für neue Kompetenzen und Beschäftigungsmöglichkeiten“ der Strategie Europa 2020 aufgeworfen. In ihrer Mitteilung „Einen arbeitsplatzintensiven Aufschwung gestalten“ von 2012 unterstrich die Kommission ihre Priorität, die Dynamik der Arbeitsmärkte wiederherzustellen. Im Einklang mit dieser Priorität rief Eurofound ein Projekt ins Leben, um einen Überblick über neue Beschäftigungsformen in der Europäischen Union und in Norwegen zusammenzustellen.

Tätigkeiten von Eurofound

Um die bestehenden Wissenslücken zu schließen, begann Eurofound im Jahr 2013 mit der Untersuchung der Merkmale neuer Beschäftigungsformen in den EU-Mitgliedstaaten. In der Forschung wurden auch die Auswirkungen auf die Arbeitsbedingungen und den Arbeitsmarkt analysiert.

Wichtige Beiträge

Eurofound führte eine europaweite Bestandsaufnahme durch, um neu aufkommende Tendenzen zu ermitteln. Diese Bestandsaufnahme führte dazu, dass die neuen oder in den europäischen Mitgliedstaaten seit 2000 zunehmend an Bedeutung gewinnenden Beschäftigungsformen in neun allgemeine Kategorien eingeteilt wurden. Aus einer Reihe von Fallstudien, die im Rahmen der Studie durchgeführt wurden, geht hervor, wie diese neuen Beschäftigungsformen in den Mitgliedstaaten funktionieren und wie sie sich auf die Arbeitsbedingungen und den Arbeitsmarkt auswirken.

Eurofound wird einige der ermittelten neuen Trends weiterhin genauer untersuchen. In der 2016 durchgeführten Untersuchung ging es insbesondere um das Win-Win-Potenzial der strategischen Mitarbeiterbeteiligung für Arbeitgeber und Arbeitnehmer.

In einer gemeinsamen Studie von Eurofound und der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) werden die Auswirkungen von Telearbeit und IKT-gestützter mobiler Arbeit (T/ICTM) auf die Arbeitswelt analysiert. 

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