Lebensqualität und öffentliche Dienstleistungen

30 April 2020

Lebensqualität ist ein breites Konzept, das eine Reihe von unterschiedlichen Dimensionen beinhaltet. Es umfasst sowohl objektive Faktoren wie Gesundheit, Erwerbsstatus und Lebensbedingungen als auch subjektive Einschätzungen der individuellen Lebenssituation und Wahrnehmung der Qualität einer Gesellschaft. Die Zugänglichkeit und Qualität von öffentlichen Dienstleistungen sind wichtige Determinanten für die Lebensqualität. Diese Dienstleistungen, zu denen Gesundheits- und Pflegeleistungen, Bildungs- und Wohnungswesen zählen, untermauern den Sozialschutz, den sozialen Zusammenhalt und die soziale Eingliederung und sind eng mit dem Vertrauen in Regierung und Institutionen verknüpft.

In diesem Zusammenhang sind die politischen Entscheidungsträger heutzutage mit kritischen Herausforderungen konfrontiert, darunter die Folgen der Finanzkrise, die demographische Alterung sowie Mobilität und Migration innerhalb der EU. Die Europäische Plattform gegen Armut und soziale Ausgrenzung ist eine Leitinitiative der Strategie der Europäischen Kommission „Europa 2020“, in der ehrgeizige Ziele zur Verringerung von Armut festgeschrieben sind. Soziale Investitionen sind zudem erforderlich, um Bürger dabei zu unterstützen, uneingeschränkt am sozialen Leben und am Erwerbsleben teilzuhaben. Das Sozialinvestitionspaket fördert eine effizientere und wirksamere Sozialpolitik sowie bessere Ergebnisse von Strategien für die aktive Eingliederung in den Mitgliedstaaten. Im April 2017 führte die Kommission die europäische Säule sozialer Rechte ein. In dieser sind die Grundsätze und das Recht auf den Zugang sowie die Qualität von öffentlichen Dienstleistungen in Bezug auf Chancengleichheit sowie Sozialschutz und soziale Eingliederung festgelegt.

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Tätigkeiten von Eurofound

In den vergangenen vierzig Jahren hat Eurofound immer wieder Studien zu vielen dieser Aspekte durchgeführt und diese Themen analysiert. Die Stiftung hat europaweite Daten zu einer Reihe von Dimensionen der Lebensqualität erhoben – Lebensstandard, Gesundheit, subjektives Wohlbefinden, Familie, soziale Ausgrenzung, Pflege und Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben, Wohnungswesen und Lebensumfeld, öffentliche Dienstleistungen und Qualität der Gesellschaft.

Wichtige Beiträge

Im Rahmen der Europäischen Erhebung zur Lebensqualität (EQLS) wurden harmonisierte und vollständig vergleichbare Daten zu den Lebensbedingungen und zur Lebensqualität der Europäer und Menschen in den Bewerberländern seit 2003 erfasst. Die bislang vier Erhebungswellen lieferten umfassende Informationen zur Entwicklung der Lebensqualität der verschiedenen sozioökonomischen Gruppen.

Eine Analyse der dritten Erhebungswelle (2012) bietet eine Übersicht über die zu diesem Zeitpunkt festzustellenden Folgen der Krise sowie Erkenntnisse zu den Trends bei der Lebensqualität seit 2003. Die Feststellungen bieten zusätzliche Einblicke in bestimmte Aspekte wie das subjektive Wohlbefinden oder soziale Ungleichheit und zu Problemen, mit denen bestimmte Gruppen wie junge Menschen oder Arbeitnehmer im Alter über 50 Jahre konfrontiert sind.

Zusätzliche Forschungsprojekte sowie Analysen anhand der Europäischen Erhebung zur Lebensqualität (EQLS) bilden die Grundlage für Berichte von Eurofound zu einer Reihe von verwandten Themen wie frühkindlicher Bildung, Betreuung und Erziehung, unzulänglichen Wohnverhältnissen und der Frage, wie Altersteilzeit zu einer Verlängerung der Lebensarbeitszeit beitragen kann.

Ongoing work

Other topics addressed will include:

  • Exploring wealth and transmission of (dis-)advantage in the context of social mobility, with the possibility to inform policymakers about equality of opportunity and fairness in society 
  • Report to examine fairness and optimism for the future and their relationship to people’s perceptions and realities (objective indicators of social and economic situation and living standards)
  • Examining services for labour market integration of people with disabilities based on data from the EQLS 2016 to support policymaking in designing relevant and efficient services
  • Mapping developments in advisory for household debt in EU countries as well as identifying barriers to access these services to combat poverty and assessing take-up
  • Analysing differences and inequalities in access to social services of general interest in the EU and assessing the nature and extent of convergence/divergence

 

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