Entwicklungen im Bereich der Arbeitszeit - 2003

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Die vorliegende Studie über die Entwicklungen im Hinblick auf die Länge der Arbeitszeit in den Jahren 2002 und 2003 zeigt, dass die tariflich vereinbarte durchschnittliche Wochenarbeitszeit in der gegenwärtigen Europäischen Union (und Norwegen) mit etwa 38 Stunden relativ unverändert geblieben ist. Die vereinbarte reguläre Jahresarbeitszeit beträgt in der EU und in Norwegen durchschnittlich ca. 1 700 Stunden. Von den drei untersuchten Sektoren liegt die vereinbarte Wochenarbeitszeit in der metallverarbeitenden Industrie am höchsten, gefolgt von den lokalen Verwaltungen und vom Bankwesen. Der tariflich vereinbarte durchschnittliche Jahresurlaub ist 2003 leicht angestiegen und liegt nun bei 26,5 Tagen. In den Beitrittsländern und den Kandidatenländern liegt die tariflich vereinbarte durchschnittliche Arbeitszeit wesentlich höher: die Wochenarbeitszeit beträgt im Durchschnitt nahezu 40 Stunden und die Jahresarbeitszeit über 1 800 Stunden.

Der Bericht vermittelt einen Überblick über die - in Tarifverträgen vereinbarte und gesetzlich geregelte - Dauer der Arbeitszeit in der Europäischen Union, Norwegen, den 10 Beitrittsländern sowie den Kandidatenländern im Jahr 2003 (und 2002), der auf den Beiträgen der nationalen Zentren des Europäischen Observatoriums für die Entwicklung der Arbeitsbeziehungen (EIRO) beruht.

Die Festlegung der Arbeitszeit ist nach wie vor ein wesentliches Thema der Arbeitsbeziehungen. Obwohl es in den letzten Jahren (wie im Folgenden erläutert wird) kaum größere allgemeine Kürzungen der wöchentlichen Arbeitszeit gegeben hat (mit Ausnahme der Einführung der gesetzlichen 35-Stunden-Woche in Frankreich), stehen sie nach wie vor in vielen Ländern auf der Tagesordnung. Außerdem werden weiterhin weniger dramatische, geringfügigere Arbeitszeitverkürzungen für die Arbeitnehmer ausgehandelt, häufig als Gegenleistung für von den Arbeitgebern geforderte Formen der Flexibilisierung.

Weitere Arbeitszeitverkürzungen sind noch immer eine zentrale Forderung der Gewerkschaftsbewegung in ganz Europa. Der Europäische Gewerkschaftsbund (EGB) nahm beispielsweise auf seinem Kongress von 2003 eine Resolution an (EU0306207F), in der er sich verpflichtet, 'sich weiterhin für eine 35-Stunden-Woche und alle anderen Formen der Reduzierung und Neuorganisation der Arbeitszeit durch Tarifverhandlungen einzusetzen, wo nötig in geeigneter Weise in Verbindung mit Gesetzesinitiativen, einschließlich der Überarbeitung der Arbeitszeitrichtlinie, um sicherzustellen, dass sie für alle Arbeitnehmer gilt, damit eine bessere Vereinbarkeit von Arbeit und Familienleben erzielt werden kann. Außerdem soll erreicht werden, dass der Bedarf an qualitativ hochwertigen Arbeitsplätzen und Weiterbildungsmaßnahmen gedeckt wird, während gleichzeitig Beschäftigungs- und Umweltaspekte berücksichtigt werden.'

Auf europäischer Sektorenebene nahm der Europäische Metallgewerkschaftsbund (EMB) auf seinem Kongress 2003 ein Arbeitsprogramm für die Jahre 2003 bis 2007 an, das herausstellt, dass die 'Organisation und Festlegung der Arbeitszeit weiterhin zu den Kernbereichen der Tagesordnung von Tarifverhandlungen zählen und ein wichtiges Instrument im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit darstellen.' Der EMB bekräftigte erneut seine in der Arbeitszeitcharta von 1998 (BE9912311F) festgelegte Verpflichtung zur Durchsetzung der folgenden Ziele: eine 35-Stunden-Woche und einen europäischen Mindeststandard von jährlich maximal 1 750 vertraglichen Arbeitsstunden (die einer 38-Stunden-Woche entsprechen) sowie höchstens 100 bezahlte Überstunden pro Jahr. Darüber hinaus ist der EMB durch die auf der Konferenz von 2003 von UNI-Europa, der europäischen Regionalorganisation von Union Network International (UNI, internationaler Gewerkschaftsdachverband des Dienstleistungssektors), angenommenen Aktionspunkte dazu verpflichtet, 'die Verkürzung der Arbeitszeit weiterhin als eines seiner wichtigsten Ziele beizubehalten'.

Wie in anderen Bereichen der Arbeitsstatistik ergeben sich zahlreiche Schwierigkeiten beim internationalen Vergleich der Arbeitszeiten. Nicht in allen Ländern werden vergleichbare Daten erhoben. Zu den Problemen gehören insbesondere:

  • die Anwendung unterschiedlicher Berechnungsverfahren für die Arbeitszeit, wobei sich in einigen Ländern zunehmend die Jahresarbeitszeit gegenüber der Wochenarbeitszeit als Berechnungsgrundlage durchsetzt (TN0308101S);
  • die Tatsache, dass in einigen Ländern Arbeitszeitverkürzungen in Form von zusätzlichen Urlaubstagen oder einer Verkürzung der Jahresarbeitszeit eingeführt wurden, die sich auf die reguläre Arbeitswoche kaum auswirken;
  • die Zunahme von Beschäftigungsmodellen, bei denen die wöchentliche Arbeitszeit erheblich von dem in einem Bezugszeitraum ermittelten Durchschnitt abweichen kann;
  • die Einbeziehung von Teilzeitbeschäftigten;
  • die unterschiedlichen Rollen von Tarifverhandlungen und Gesetzgebung, wobei letztere in einigen Ländern Einfluss auf die tatsächliche Arbeitszeit nimmt, während sie in anderen nur eine Höchstgrenze als 'Schutzfunktion' vorgibt.

Statistiken der regulären wöchentlichen Arbeitszeit sind im zwischenstaatlichen Vergleich auch deshalb problematisch, weil sie Aspekte wie Überstunden (TN0302101S) oder die Dauer des Jahresurlaubs und anderer Urlaubsarten nicht berücksichtigen.

Ziel dieser Studie ist es, einige allgemeine Daten zu aktuellen Entwicklungen bereitzustellen und auf die Schwierigkeiten beim Vergleich hinzuweisen. Aus Platzgründen und weil an dieser Stelle kein Statistikleitfaden entstehen soll, geben wir keine ausführlichen Erläuterungen zum Zustandekommen der Zahlen in den einzelnen Ländern, sondern lenken lediglich das Augenmerk auf die Probleme. Die angegebenen Zahlen sind mit äußerster Vorsicht zu behandeln, und die verschiedenen Anmerkungen und Erläuterungen sollten sorgfältig berücksichtigt werden.

Tariflich vereinbarte durchschnittliche Wochenarbeitszeit

Tarifverhandlungen spielen in den meisten der hier berücksichtigten Ländern eine Schlüsselrolle (in einem etwas geringeren Maß allerdings in einigen der Beitritts- und Kandidatenländer). Die Ausprägung ist in den einzelnen Ländern aufgrund verschiedener Verhandlungsebenen (sektorübergreifend, auf einen Sektor oder ein Unternehmen begrenzt usw.) jedoch sehr unterschiedlich. Auch der Geltungsbereich der Tarifverhandlungen variiert stark (wenngleich in den meisten gegenwärtigen EU-Mitgliedstaaten im Jahr 2004 ca. drei Viertel der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen und in den neuen Mitgliedstaaten etwa vier von zehn Arbeitnehmerinnen bzw. Arbeitnehmern in Tarifverhandlungen einbezogen sind). Darüber hinaus bestehen hinsichtlich der Bedeutung der Tarifverhandlungen auch beträchtliche Unterschiede zwischen den verschiedenen Wirtschaftssektoren und Arbeitnehmergruppen. Auch das Verhältnis von Tarifverhandlungen und gesetzlichen Vorschriften ist von Land zu Land unterschiedlich. In Abbildung 1 werden für sämtliche Wirtschaftsbereiche die durchschnittlichen regulären Wochenarbeitszeiten im Jahr 2003 für Vollzeitbeschäftigte in den 26 untersuchten Ländern angegeben.

Abbildung 1. Tariflich vereinbarte durchschnittliche reguläre Wochenarbeitszeit, 2003

Abbildung 1. Tariflich vereinbarte durchschnittliche reguläre Wochenarbeitszeit, 2003

* Zahl für 2000, ** Durchschnitt aller Länder, *** Durchschnitt der EU und Norwegens, **** Durchschnitt aller Beitritts- und Kandidatenländer, ***** Durchschnitt der acht neuen Mitgliedstaaten, die der EU 2004 beitreten, ****** Durchschnitt der erweiterten EU (23 Mitgliedstaaten)

Quelle: EIRO.

Abbildung 1 sollte in Verbindung mit den folgenden Anmerkungen gelesen werden.

  • Belgien: Wert bezieht sich auf die durch die sektorübergreifende Tarifvereinbarung festgelegte gesetzliche Arbeitswoche (wurde ab Januar 2003 auf 38 gesenkt).
  • Bulgarien: Wert bezieht sich auf die in den meisten Vereinbarungen festgelegte reguläre Arbeitswoche.
  • Zypern: Angabe der Pancyprian Federation of Labour (PEO, gesamtzyprischer Gewerkschaftsbund).
  • Estland: gesetzlich festgelegt.
  • Finnland: Schätzwert, der auf üblichen Bestimmungen in sektorbezogenen Tarifverträgen beruht.
  • Frankreich: seit dem 1. Januar 2002 muss die reguläre Wochenarbeitszeit per Gesetz in allen Unternehmen 35 Stunden betragen (für Unternehmen mit weniger als 20 Mitarbeitern gelten Ausnahmen in Bezug auf Überstundenregelungen).
  • Deutschland: Wert bezieht sich auf Gesamtdeutschland; der Wert für Westdeutschland lag 2002 und 2003 bei 37,4 Stunden und für Ostdeutschland bei 39,1 Stunden im Jahr 2002 und bei 39,0 Stunden im Jahr 2003; Angabe des Tarifarchivs des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI).
  • Griechenland: Angabe des nationalen statistischen Amtes (ESYE).
  • Ungarn: Tarifverträge übernehmen in der Regel die gesetzliche Wochenarbeitszeit von 40 Stunden (obwohl das Arbeitsrecht zulässt, dass in Tarifverträgen eine kürzere Arbeitszeit vereinbart wird, gibt es in der Praxis relativ selten Abweichungen von der gesetzlichen Arbeitszeit).
  • Italien: Mittelwert aus den Tarifverträgen, die eine 36- bis 40-Stunden-Woche vorsehen.
  • Lettland: gesetzlich festgelegt.
  • Luxemburg: Schätzwert.
  • Malta: es liegen keine statistischen Daten vor, in den meisten Tarifvereinbarungen wird die reguläre Wochenarbeitszeit jedoch auf 40 Stunden festgelegt (laut Angaben der Library and Information Unit (Bibliotheks- und Informationsabteilung) des nationalen Statistikamts).
  • Niederlande: Wert beruht auf einer Auswahl von Tarifverträgen.
  • Norwegen: Wert gibt die 'reguläre Arbeitszeit' für Arbeitnehmer an, die Tarifverträgen unterliegen; Schichtarbeiter (z. B. in der Metallindustrie) oder Nachtarbeiter (z. B. im staatlichen Gesundheitswesen) haben kürzere Wochenarbeitszeiten.
  • Polen: gesetzlich festgelegt.
  • Portugal: seit 2000 keine Daten verfügbar; Angabe des Ministeriums für Arbeit und Solidarität, Abteilung Beschäftigungs- und Ausbildungsstatistik (Departamento de Estatística do Trabalho, Emprego e Formação Profissional, DETEFP).
  • Rumänien: durch die dreigliedrige, 'individuelle nationale Tarifvereinbarung' festgelegt, die einen grundlegenden Mindestrahmen für die Beschäftigungsbedingungen vorschreibt.
  • Slowakei: Wert bezieht sich auf Arbeiter in Ein-Schicht-Systemen; der entsprechende Wert für Arbeiter in Zwei-Schichten-Systemen betrug 37,4 Stunden. Angaben des Informationssystems in Bratislava über die Arbeitsbedingungen.
  • Slowenien: Wert bezieht sich auf die üblichen Bestimmungen in sektorbezogenen Tarifverträgen.
  • Spanien: Anhand der Tarifverhandlungsstatistik des Ministeriums für Arbeit und Soziales (MTAS) errechneter Wert für die durchschnittliche tariflich vereinbarte Jahresarbeitszeit (1 762 im April 2003), ausgehend von einer Sechstagewoche und 274 Arbeitstagen im Jahr.
  • Schweden: Angaben der Schlichtungsbehörde (Medlingsinstitutet).
  • Vereinigtes Königreich: Angaben stammen aus der Studie der Incomes Data Services (IDS) über 'Arbeitszeit und Urlaub' (Hours and Holidays) 760 (Oktober 2003).

Abbildung 1 enthält lediglich die Zahlen für 2003 - in den meisten Fällen sind diese jedoch mit den Zahlen für 2002 identisch. Die gesamte durchschnittliche Wochenarbeitszeit blieb in den gegenwärtigen 15 EU-Mitgliedstaaten und Norwegen praktisch unverändert bei 38,0 Stunden (verglichen mit 38,1 Stunden im Jahr 2002). Der einzige bedeutende Unterschied zwischen den Jahren 2002 und 2003 trat in Belgien auf, wo die maximale reguläre Wochenarbeitszeit, die durch die nationale sektorübergreifende Tarifvereinbarung festgelegt ist, ab dem 1. Januar 2003 von 39 auf 38 Stunden gesenkt wurde (viele sektorbezogene Vereinbarungen sahen bereits 38 oder weniger Stunden vor - siehe unten).

2003 lag die höchste Differenz der regulären vereinbarten Wochenarbeitszeiten in der EU und in Norwegen bei fünf Stunden mit der kürzesten Wochenarbeitszeit von 35 Stunden (in Frankreich) und der längsten Wochenarbeitszeit von 40 Stunden (in Griechenland). In 14 Ländern schwankt die reguläre Wochenarbeitszeit zwischen 37 und 39 Stunden.

Über den Fünfjahreszeitraum zwischen 1999 und 2003 betrachtet sank die durchschnittliche vereinbarte Wochenarbeitszeit in den gegenwärtigen EU-Mitgliedstaaten und in Norwegen von 38,6 auf 38,0 Stunden. Dieser Rückgang ist vermutlich überwiegend auf die schrittweise, gesetzlich vorgegebene Einführung der 35-Stunden-Woche in Frankreich zurückzuführen, deren Umsetzung Anfang 2002 abgeschlossen war. Die Gesamtsituation ist demnach aufgrund des Ausbleibens drastischer Kürzungen relativ unverändert geblieben. Wie bereits erläutert, bildet Frankreich diesbezüglich die wichtigste Ausnahme, wo die Wochenarbeitszeit in den vergangenen fünf Jahren um vier Stunden (bzw. um mehr als 10 %) gekürzt wurde. In Belgien wurde die in der nationalen sektorübergreifenden Vereinbarung festgelegte maximal zulässige reguläre Arbeitszeit um zwei Stunden (bzw. 5 %) gekürzt. Die Wochenarbeitszeiten in Luxemburg, Schweden und im Vereinigten Königreich sanken um etwa eine Stunde (2,5 % bis 3 %). In Deutschland ist die Zahl im Westen gleich geblieben, während sie im Osten leicht gesunken ist (um 0,2 Stunden). In Finnland hat es offenbar gewisse Arbeitszeitverkürzungen gegeben, die verwendeten Datenquellen waren jedoch über den Bezugszeitraum nicht einheitlich. Auch in Portugal sind die Arbeitszeiten wohl gekürzt worden, allerdings sind seit 2000 keine Daten mehr verfügbar. In Dänemark, Griechenland, Irland, Italien, den Niederlanden, Norwegen, Österreich und Spanien blieben die Zahlen über den Fünfjahreszeitraum unverändert (wenngleich eine geringfügige Abwärtstendenz erkennbar war). Daraus folgt, dass - abgesehen von einigen Ausnahmen - die ersten Jahre des 21. Jahrhunderts von einer relativen Stagnation (jedoch nicht von einem völligen Stillstand) im Hinblick auf die tariflich vereinbarte durchschnittliche reguläre Arbeitszeit geprägt waren. In den meisten Ländern waren die Arbeitszeitverkürzungen (trotz Ausnahmen in bestimmten Sektoren und einzelnen Unternehmen) im Allgemeinen geringfügig und waren häufig mit der Einführung neuer Flexibilisierungsmaßnahmen verbunden. Dennoch lässt sich feststellen, dass die durchschnittliche Arbeitszeit in den vergangenen Jahren zwar langsam, aber kontinuierlich gekürzt wurde.

Bei einer genaueren Betrachtung der Tarifverhandlungen im Jahr 2003 über die Arbeitszeit hat das bedeutendste Ereignis wohl in Deutschland stattgefunden. Die Industriegewerkschaft Metall (IG Metall), die in Westdeutschland im Zusammenhang mit der 35-Stunden-Woche Pionierarbeit geleistet hatte, versuchte, die 1995 in der westdeutschen Metallindustrie durchgesetzte 35-Stunden-Woche auch auf Ostdeutschland auszuweiten. Für die ostdeutsche Stahlindustrie konnte eine diesbezügliche Vereinbarung erzielt werden (DE0307201N); die Verhandlungen für die ostdeutsche Metallindustrie scheiterten jedoch trotz eines vierwöchigen Streiks (DE0307204F) und die bestehende 38-Stunden-Woche wurde beibehalten. Dies war die erste Niederlage der IG Metall in einem bedeutenden Tarifstreit seit den 50er Jahren. Diese Niederlage lässt die Vermutung zu, dass die Zeiten bedeutender tariflich vereinbarter Kürzungen der Gesamtarbeitszeit (zumindest in der gegenwärtigen Situation) in den meisten EU-Ländern vorbei sind.

Verschiedene Formen der Flexibilisierung scheinen nun das Hauptthema bei Verhandlungen über die Arbeitszeit zu sein. Sektorbezogene Vereinbarungen, die Arbeitszeitflexibilität entweder einführen oder ausdehnen, wurden 2003 beispielsweise in Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien unterzeichnet. Ein interessantes Beispiel liefert Dänemark, wo neue Tarifvereinbarungen im Finanzwesen und in der Schlacht- und Fleischverarbeitungsindustrie ein innovatives System 'individueller Optionen' einführten, in dem Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer innerhalb des tariflichen Rahmens der Vereinbarungen (DK0302102F) bei einem bestimmten Anteil ihres Gesamteinkommens entscheiden können, wie sie es verwenden möchten, d. h. sie können zwischen höherer Bezahlung, höheren Rentenbeiträgen oder mehr Urlaub wählen. Es sollte jedoch darauf hingewiesen werden, dass in einigen speziellen Fällen immer noch bedeutende Kürzungen der Gesamtarbeitszeit erreicht werden, z. B. wurde im April 2003 im Zuge einer Vereinbarung bei den Allied Irish Banks (AIB) eine 35-Stunden-Woche eingeführt; 35-Stunden-Wochen gibt es in Irland relativ selten (IE0305201N).

Arbeitszeitverkürzungen bleiben nach wie vor auf den Tagesordnungen vieler Gewerkschaften in der EU, insbesondere in den Ländern mit überdurchschnittlicher Wochenarbeitszeit. Der Griechische Arbeitnehmerverband (GSEE) forderte im Dezember 2003 beispielsweise die Unterzeichnung einer neuen nationalen Generaltarifvereinbarung im Jahr 2004, die Arbeitszeitverkürzungen in Richtung einer 35-Stunden-Woche vorsieht (GR0402101N). Zu Beginn der Verhandlungsrunde 2004 in Schweden haben die Gewerkschaften Vorschläge der Arbeitgeber abgelehnt, die schrittweisen Arbeitszeitverkürzungen zu beenden, die jährlich 0,5 % der Einkommen ausmachen und die seit 1998 umgesetzt werden (SE0401104F).

Im Hinblick auf die Beitritts- und Kandidatenländer sollte zunächst beachtet werden, dass in vielen mittel- und osteuropäischen Ländern die Rolle von Tarifvereinbarungen bei der Festlegung der regulären Wochenarbeitszeit relativ unbedeutend ist. Deshalb weichen Tarifvereinbarungen in Ländern wie Estland, Lettland oder Polen kaum von der regulären gesetzlichen Arbeitszeit ab (in der Regel 40 Stunden). Die vereinbarte durchschnittliche Wochenarbeitszeit in den zehn Ländern lag 2003 bei 39,7 Stunden (gegenüber 39,8 Stunden im Jahr 2002); dies sind 1,7 Stunden mehr als in den gegenwärtigen EU-Mitgliedstaaten und in Norwegen. Die einzigen Unterschiede zwischen 2002 und 2003 traten in Polen und der Slowakei auf. In Polen sank die Wochenarbeitszeit (aufgrund der einschlägigen Gesetzgebung) um eine Stunde und in der Slowakei um eine halbe Stunde. Allgemein gilt in den zehn Ländern weiterhin eine reguläre Wochenarbeitszeit von 40 Stunden. Ausnahmen bilden die Slowakei und Zypern, wo die vereinbarte Arbeitszeit dem derzeitigen EU-Durchschnitt entspricht. Arbeitszeitverkürzungen scheinen in diesen Ländern abgesehen von einigen Ausnahmen keinen hohen Stellenwert einzunehmen. In Bulgarien beispielsweise forderten die Gewerkschaften im September 2003 eine schrittweise Kürzung der regulären Wochenarbeitszeit von 40 auf 35 Stunden (BG0309102F). Die anfängliche Reaktion der Arbeitgeberverbände war ablehnend. Das Ministerium für Arbeit und Sozialpolitik wollte nicht eingreifen und die diesbezügliche Debatte den Sozialpartnern überlassen. In Ungarn fanden 2003 im dreigliedrigen staatlichen Schlichtungsrat (Országos Érdekegyeztető Tanács, OÉT) Verhandlungen über die Senkung der Arbeitszeit statt, die jedoch offenbar in eine Sackgasse geraten sind (HU0307101N).

Werden die acht neuen Mitgliedstaaten einbezogen, die der EU 2004 beitreten, ergibt sich für 2003 eine vereinbarte durchschnittliche reguläre Wochenarbeitszeit von 38,6 Stunden (gegenüber 38,7 Stunden im Jahr 2002). Dieser Wert liegt 0,6 Stunden über dem derzeitigen EU-Durchschnitt.

Maximale gesetzliche Wochen- und Tagesarbeitszeit

Tarifverhandlungen über die Arbeitszeit finden im Rahmen gesetzlicher Regelungen zur maximalen Arbeitszeit in allen Ländern statt. In der EU und in Norwegen sollte dabei zumindest die Richtlinie (93/104/EG) über bestimmte Aspekte der Arbeitszeitgestaltung aus dem Jahr 1993 eingehalten werden. Dazu gehören eine maximale Wochenarbeitszeit von 48 Stunden (Durchschnitt über einen Bezugszeitraum von höchstens vier Monaten), eine tägliche Mindestruhezeit von 11 Stunden und eine Höchstgrenze von acht Arbeitsstunden für Nachtarbeiter. Die Kandidatenländer sind verpflichtet, die Richtlinie bis zu ihrem EU-Beitritt umzusetzen.

Tabelle 1. Gesetzliche Höchstdauer der wöchentlichen Arbeitszeit, 2003
Zypern 48
Dänemark 48
Frankreich 48
Deutschland* 48
Griechenland 48
Ungarn 48
Irland 48
Italien 48
Luxemburg 48
Malta 48
Niederlande 48
Portugal 48
Rumänien 48
Vereinigtes Königreich 48
Österreich 40
Estland 40
Finnland 40
Lettland 40
Norwegen 40
Polen 40
Slowakei 40
Slowenien 40
Spanien 40
Schweden 40
Belgien 38

* In Deutschland keine ausdrücklich festgelegte wöchentliche Höchstdauer; der Wert 48 stützt sich auf den Durchschnitt, der sich aus den Regelungen zur maximalen Tagesarbeitszeit ergibt.

Quelle: EIRO.

Wie Tabelle 1 zeigt, lassen sich die Länder in zwei Hauptgruppen einteilen: diejenigen Länder, die die in der EU-Arbeitszeitrichtlinie vorgegebene maximale Wochenarbeitszeit von 48 Stunden übernehmen, und diejenigen, die eine erheblich niedrigere Höchstgrenze von 40 Stunden (bzw. 38 Stunden in Belgien) festlegen. In der ersten Gruppe, zu der 14 Länder gehören, liegt das gesetzliche Maximum weit höher als die tariflich vereinbarte durchschnittliche Wochenarbeitszeit und die tatsächliche oder übliche Wochenarbeitszeit (siehe Abbildung 5 und Tabelle 3 unten). Diese Vorgabe soll daher wohl im Wesentlichen eine Schutzfunktion darstellen (obwohl in den 48 Stunden häufig Überstunden enthalten sind TN0302101S). In der zweiten Gruppe, zu der zwölf Länder zählen, liegt die gesetzliche Höchstdauer erheblich näher an der tariflich vereinbarten durchschnittlichen oder tatsächlichen/üblichen Wochenarbeitszeit (und ist in manchen Fällen identisch mit der vereinbarten Wochenarbeitszeit), was auf eine aktivere Rolle des Gesetzgebers bei der Regelung der Arbeitszeit hindeutet (obwohl in dieser Zahl möglicherweise keine Überstunden enthalten sind). In den Beitrittsländern wurden in diesem Bereich 2003 einige Veränderungen umgesetzt. In Malta wurde erstmals eine maximale Wochenarbeitszeit eingeführt und in Polen und Slowenien wurde die Höchstdauer (um eine Stunde in Polen und um zwei Stunden in Slowenien) gesenkt. Auch in Belgien wurde die Höchstdauer um eine Stunde gekürzt.

Diese maximalen gesetzlichen Arbeitszeiten können in vielen Ländern im Rahmen flexibler Arbeitszeitmodelle überschritten werden, bei denen die wöchentliche Arbeitszeit während eines Bezugszeitraums vom Durchschnitt abweichen darf (zulässig gemäß EU-Richtlinie) (TN0308101S). Hier einige Beispiele:

  • In Österreich darf die Wochenarbeitszeit während eines Bezugszeitraums laut Vereinbarung bis zu 50 Stunden betragen, wenn ein Wochendurchschnitt von 40 Stunden gewahrt bleibt;
  • in Dänemark muss die durchschnittliche Höchstdauer von 48 Stunden pro Woche innerhalb eines Zeitraums von vier Monaten respektiert werden;
  • in Estland und der Slowakei darf die durchschnittliche Wochenarbeitszeit innerhalb eines Zeitraums von vier Monaten 48 Stunden betragen, wenn Überstunden enthalten sind;
  • in Finnland darf die Wochenarbeitszeit während eines Bezugszeitraums von 52 Wochen schwanken, wenn ein Wochendurchschnitt von 40 Stunden gewahrt bleibt;
  • in den Niederlanden muss die Höchstdauer von 48 Stunden über einen Bezugszeitraum von 13 Wochen gewahrt bleiben. Kommt es zu keiner Einigung zwischen Arbeitgeber und Gewerkschaft (oder Betriebsrat), beträgt die gesetzliche Höchstdauer neun Stunden pro Tag, kann jedoch per Tarifvereinbarung auf 12 Stunden erhöht werden, sofern die durchschnittliche Wochenarbeitszeit während eines Bezugszeitraums von vier Wochen 60 Stunden nicht überschreitet (und über einen Zeitraum von 13 Wochen 48 Stunden nicht überschreitet);
  • in Norwegen darf die durchschnittliche Wochenarbeitszeit variieren und bis zu 48 Stunden betragen, solange über einen Bezugszeitraum von bis zu einem Jahr die Höchstdauer von 40 Stunden nicht überschritten wird. Unter bestimmten Umständen kann der Bezugszeitraum verlängert werden;
  • in Portugal ist seit 2003 unter bestimmten Umständen eine 60-Stunden-Woche möglich;
  • in Spanien darf die Wochenarbeitszeit länger sein, wenn während eines Bezugszeitraums ein Wochendurchschnitt von 40 Stunden gewahrt bleibt;
  • im Vereinigten Königreich darf die Wochenarbeitszeit 48 Stunden überschreiten, wenn während eines Bezugszeitraums von 17 Wochen dieser Durchschnitt eingehalten wird.

In allen hier betrachteten Ländern gilt überdies eine gesetzliche Höchstdauer des Arbeitstages, wie aus Tabelle 2 hervorgeht - in Malta und Slowenien wurde diese Regelung allerdings erst 2003 eingeführt. In Dänemark, Irland, Italien, dem Vereinigten Königreich und Zypern ist die Höchstdauer des Arbeitstages (außer für Nachtarbeiter) nicht explizit festgelegt, es lässt sich jedoch (in den meisten Fällen) aus der in der Richtlinie festgelegten täglichen Mindestruhezeit von elf Stunden eine Höchstdauer von 13 Arbeitsstunden ableiten. Auch hier kann die tägliche Arbeitszeit im Rahmen flexibler Arbeitszeitmodelle häufig länger sein (ob Überstunden enthalten sind oder nicht ist von Land zu Land unterschiedlich). Dazu einige Beispiele:

  • in Finnland beinhaltet die Höchstgrenze von acht Stunden keine Überstunden;
  • In Deutschland darf die tägliche Arbeitszeit bis zu 10 Stunden betragen, wenn während eines Bezugszeitraums von 24 Wochen ein Tagesdurchschnitt von 8 Stunden gewahrt bleibt;
  • in den Niederlanden beträgt die gesetzliche Höchstdauer - wie bereits erläutert - neun Stunden pro Tag, wenn es keine Vereinbarung zwischen Arbeitgeber und Gewerkschaft (oder Betriebsrat) gibt, diese kann jedoch per Tarifvereinbarung auf 12 Stunden pro Tag erhöht werden, sofern die durchschnittliche Wochenarbeitszeit während eines Bezugszeitraums von vier Wochen 60 Stunden nicht überschreitet (und während eines Bezugszeitraums von 13 Wochen 48 Stunden nicht überschreitet);
  • in Portugal ist seit 2003 unter bestimmten Umständen eine tägliche Arbeitszeit von zwölf Stunden möglich;
  • in Rumänien darf die tägliche Arbeitszeit ebenfalls länger sein, wenn ein Durchschnitt von acht Stunden gewahrt bleibt;
  • in Spanien darf die tägliche Arbeitszeit länger sein, wenn während eines Bezugszeitraums ein Durchschnitt von neun Stunden gewahrt bleibt;
  • in Schweden kann die tägliche Arbeitszeit unter bestimmten Umständen variieren.
Tabelle 2. Gesetzliche Höchstdauer der täglichen Arbeitszeit, 2003
Zypern 13
Dänemark 13
Irland 13
Italien 13
Griechenland 13
Vereinigtes Königreich 13
Malta 12,5
Ungarn 12
Österreich 10
Frankreich 10
Luxemburg 10
Portugal 10
Slowenien 10
Niederlande 9
Norwegen 9
Slowakei 9
Spanien 9
Belgien 8
Bulgarien 8
Estland 8
Finnland 8
Deutschland 8
Lettland 8
Polen 8
Rumänien 8
Schweden 8

Quelle: EIRO.

Tariflich vereinbarte Wochenarbeitszeit nach Sektoren

Von den gesamtwirtschaftlichen Daten wenden wir uns im Folgenden den einzelnen Sektoren zu. Es folgen Angaben zu der durchschnittlichen regulären Wochenarbeitszeit für Vollzeitbeschäftigte, wie sie durch Tarifverhandlungen in ausgewählten Sektoren vereinbart wurden; dazu gehören die verarbeitende Industrie (metallverarbeitende Industrie), Dienstleistungen (Bankwesen) und der öffentliche Sektor (lokale Verwaltungen). Auch wenn diese spezifischeren Daten vermutlich genauer sind als die Gesamtdurchschnittswerte des vorangehenden Abschnitts, ist hier ebenfalls Vorsicht geboten. Die Anmerkungen zu den einzelnen Zahlen sind genau zu beachten.

Im Vergleich der drei Sektoren ergibt sich für 2003 die längste tariflich vereinbarte durchschnittliche Wochenarbeitszeit in der EU und in Norwegen mit 37,9 Stunden in der metallverarbeitenden Industrie, gefolgt von den lokalen Verwaltungen mit 37,6 Stunden und dem Bankwesen mit 37,2 Stunden (die gleiche Rangfolge wie 2001 und 1999). In allen drei Sektoren lag die Wochenarbeitszeit unter der durchschnittlichen Arbeitszeit in der Gesamtwirtschaft (38,0 Stunden). In allen drei Fällen waren die Werte zwischen 1999 und 2003 leicht rückläufig, was in der Regel hauptsächlich auf Arbeitszeitverkürzungen in einzelnen Ländern zurückzuführen ist: Frankreich, Finnland und die Niederlande in der metallverarbeitenden Industrie; Frankreich, Belgien Griechenland, Italien, Luxemburg und Spanien im Bankwesen; Frankreich und Italien in den öffentlichen Verwaltungen. Damit wird bestätigt, dass es in einzelnen Sektoren und Ländern nach wie vor (in der Regel geringfügige) Arbeitszeitverkürzungen gibt, die zu einem leichten, aber doch anhaltenden Rückgang der durchschnittlichen Gesamtzahlen führen.

In den Beitritts- und Kandidatenländern liegen die vereinbarten Wochenarbeitszeiten über dem Durchschnitt der EU und Norwegens, sie sind jedoch häufig nicht länger als in einigen der gegenwärtigen Mitgliedstaaten mit längeren Arbeitszeiten. Die Differenz zwischen den durchschnittlichen Werten für die EU und Norwegen einerseits und den Beitritts- und Kandidatenländern andererseits liegt im Bankwesen bei 2,1 Stunden und in der metallverarbeitenden Industrie bei 1,4 Stunden.

Metallverarbeitende Industrie

Abbildung 2 zeigt die tariflich vereinbarte reguläre Wochenarbeitszeit in der metallverarbeitenden Industrie (basierend auf den entsprechenden sektorbezogenen Tarifverträgen, sofern in den Anmerkungen unter der Abbildung nichts anderes angegeben ist). Für Estland, Lettland und Polen liegen keine Daten vor; in Malta gibt es keine metallverarbeitende Industrie. Die Abbildung enthält ausschließlich Daten für 2003 und trägt damit der Tatsache Rechnung, dass seit 2002 in keinem Land nennenswerte Veränderungen zu verzeichnen waren, mit Ausnahme von Spanien und dem Vereinigten Königreich, wo es geringfügige Arbeitszeitverkürzungen gab (um 0,1 bis 0,2 Stunden).

In der EU und in Norwegen lag die vereinbarte durchschnittliche Wochenarbeitszeit 2003 in der metallverarbeitenden Industrie bei 37,9 Stunden. Diese Zahl ist seit dem Jahr 1999 rückläufig; 1999 lag sie noch bei 38,4 Stunden. Diese Abnahme ist hauptsächlich auf die Arbeitszeitverkürzungen in Finnland, Frankreich und den Niederlanden sowie in geringerem Maße auch auf die Arbeitszeitverkürzungen in Spanien und im Vereinigten Königreich zurückzuführen (die den EIRO-Angaben zugrunde liegenden Datenquellen haben sich im Lauf der Jahre in einigen Ländern allerdings geändert).

Im Jahr 2003 wurden in der EU und in Norwegen die längsten Wochenarbeitszeiten in der metallverarbeitenden Industrie mit 40 Stunden in Griechenland, Portugal und Schweden verzeichnet (obwohl der Wert für Schweden aufgrund verschiedener Arbeitszeitverkürzungsmethoden in der Praxis darunter liegen kann) und die kürzesten in Frankreich und Westdeutschland (mit jeweils 35 Stunden). Die Differenz von fünf Stunden ist identisch mit der Differenz für die durchschnittliche Wochenarbeitszeit in der Gesamtwirtschaft. Die Gesamtrangordnung der Länder entspricht derjenigen für die gesamtwirtschaftlichen Daten, obwohl die Arbeitszeit in der westdeutschen und finnischen metallverarbeitenden Industrie deutlich unter dem nationalen Durchschnitt liegt, während sie in Italien, Portugal und Schweden deutlich länger ist. Insgesamt liegt die vereinbarte durchschnittliche Wochenarbeitszeit von 37,9 Stunden in der metallverarbeitenden Industrie geringfügig unter dem Gesamtdurchschnitt (38,0).

Was die Beitritts- und Kandidatenländer anbelangt, liegen nur für sechs Länder Daten vor. Aus diesen geht für das Jahr 2003 eine durchschnittliche Wochenarbeitszeit von 39,3 Stunden hervor - 1,4 Stunden über dem derzeitigen Durchschnitt der EU und Norwegens. Gegenüber 2002 hat es keine Veränderungen gegeben. Die durchschnittliche Wochenarbeitszeit in der Slowakei und Zypern entspricht etwa dem derzeitigen EU-Durchschnitt, während sie in den übrigen vier Beitritts- und Kandidatenländern bei 40 Stunden liegt (und somit mehr als zwei Stunden über dem aktuellen EU-Durchschnitt). In der Slowakei liegt die Wochenarbeitszeit in der metallverarbeitenden Industrie etwas unter dem gesamtwirtschaftlichen Durchschnitt, während sie in den übrigen Ländern diesem Durchschnitt entweder ganz oder beinahe entspricht.

In allen betrachteten Ländern, die ab Mai 2004 zur EU gehören werden, lag die durchschnittliche Wochenarbeitszeit in der metallverarbeitenden Industrie 2003 bei 38,1 Stunden und damit eine halbe Stunde unter dem gesamtwirtschaftlichen Durchschnitt sowie 0,2 Stunden über dem Durchschnitt der metallverarbeitenden Industrie in der gegenwärtigen EU.

Der vom EMB vorgeschlagene Mindeststandard einer maximalen Wochenarbeitszeit von 38 Stunden wurde im Durchschnitt mittlerweile in den meisten gegenwärtigen EU-Mitgliedstaaten (und Norwegen) umgesetzt, allerdings nicht in Griechenland, Portugal, Schweden, Irland, Italien, Luxemburg, Österreich und Spanien (es können jedoch zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine endgültigen Schlussfolgerungen gezogen werden, da verschiedene flexible Arbeitszeitmodelle eingeführt wurden und Arbeitszeitverkürzungen in Form von Urlaub und nicht durch eine Kürzung der Wochenarbeitszeit erreicht wurden). In der erweiterten EU ist dieser Mindeststandard nahezu erreicht, die meisten Beitritts- und Kandidatenländer hinken dieser Entwicklung jedoch noch hinterher.

Abbildung 2. Tariflich vereinbarte reguläre Wochenarbeitszeit in der metallverarbeitenden Industrie, 2003

Abbildung 2. Tariflich vereinbarte reguläre Wochenarbeitszeit in der metallverarbeitenden Industrie, 2003

* Zahl für 2002, ** Durchschnitt aller Länder, *** Durchschnitt der EU und Norwegens, **** Durchschnitt aller Beitritts- und Kandidatenländer, ***** Durchschnitt der erweiterten EU

Quelle: EIRO.

Abbildung 2 sollte in Verbindung mit den folgenden Anmerkungen gelesen werden.

  • Belgien: Wert bezieht sich auf industrielle und handwerkliche Metallverarbeitung; in den Teilsektoren Brückenbau und Metallverarbeitung für Bauzwecke betrug die vereinbarte Wochenarbeitszeit 37 Stunden.
  • Bulgarien: 37 Stunden für Beschäftigte mit schädlichen Arbeitsbedingungen.
  • Deutschland: Angabe des Tarifarchivs des WSI für Westdeutschland; der Wert für Ostdeutschland beträgt 38 Stunden.
  • Griechenland: 35 Stunden im Schiffbau.
  • Italien: Schätzung beruht auf dem Jahreswert der italienischen Zentralbank (Banca D'Italia) und beläuft sich auf 1 730 Stunden (ausgehend von 28 Tagen Jahresurlaub und 12 Feiertagen).
  • Niederlande: Wert berücksichtigt Urlaubstage, die als Arbeitszeitverkürzung zählen - der Grundwert beträgt 40,15 Stunden pro Woche.
  • Slowakei: 33,5 Stunden für Beschäftigte an Arbeitsplätzen, an denen das Risiko von Karzinogenexposition besteht.
  • Spanien: Wert bezieht sich auf den gesamten Sektor und wurde anhand der Tarifverhandlungsstatistik des Ministeriums für Arbeit und Soziales (MTAS) für die durchschnittliche tariflich vereinbarte Jahresarbeitszeit errechnet (1 758,1 im Jahr 2003), ausgehend von einer Sechstagewoche und 274 Arbeitstagen im Jahr.
  • Schweden: von 2001 bis 2004 geltende Tarifvereinbarungen sehen vor, dass 1,5 % des Gesamteinkommens in Form von bezahltem Urlaub, Gutschriften auf ein Arbeitszeitkonto oder als Auszahlung in Anspruch genommen werden können; es liegen jedoch noch keine Daten darüber vor, wie sich diese 'Arbeitszeitkonten' bisher auf die Arbeitszeit ausgewirkt haben.
  • Vereinigtes Königreich: Angabe von IDS (siehe Anmerkung zu Abbildung 1 oben), die sich auf den 'Maschinenbausektor (einschließlich der Elektronikindustrie)' bezieht.

Bankwesen

Abbildung 3 zeigt die tariflich vereinbarte reguläre Wochenarbeitszeit im Bankwesen (basierend auf den entsprechenden sektorbezogenen Tarifverträgen, sofern in den Anmerkungen unter der Abbildung nichts anderes angegeben wird). Für Estland, Lettland und Polen liegen keine Daten vor. Auch diese Abbildung enthält ausschließlich Daten für 2003, da die Zahlen aus 2002 in allen Ländern mit Ausnahme des Vereinigten Königreichs, wo ein geringfügiger Anstieg zu verzeichnen war, unverändert geblieben sind (die genannte Zahl ist der Durchschnittswert der Unternehmensangaben).

Seit 1999 ist in der EU und in Norwegen im Bankwesen eine leichte Abnahme der durchschnittlichen Wochenarbeitszeit von 37,6 auf 37,2 Stunden zu erkennen, was insbesondere auf Arbeitszeitverkürzungen in Frankreich, Belgien und Griechenland (dort wurde die Arbeitszeit im September 2002 um 1,3 Stunden gesenkt), Italien, Luxemburg und Spanien zurückzuführen ist. In den übrigen Ländern blieb die Arbeitszeit praktisch unverändert.

Im Jahr 2003 lag die längste Wochenarbeitszeit im Bankwesen in der EU und in Norwegen bei 40 Stunden in Schweden und die kürzeste Wochenarbeitszeit bei 35 Stunden in Belgien, Frankreich und Portugal. Die Differenz von fünf Stunden ist identisch mit der Differenz für die durchschnittliche Wochenarbeitszeit in der Gesamtwirtschaft. Die Arbeitszeiten im Bankwesen liegen oft unter dem nationalen gesamtwirtschaftlichen Durchschnitt; dies trifft insbesondere auf Belgien, Griechenland und Portugal sowie eingeschränkt auf Finnland, Italien, die Niederlande, Spanien und das Vereinigte Königreich zu. In Deutschland und Schweden liegen die Arbeitszeiten im Bankwesen jedoch wesentlich über dem nationalen Gesamtdurchschnitt. Insgesamt beträgt die vereinbarte durchschnittliche Wochenarbeitszeit im Bankwesen 37,2 Stunden und liegt damit 0,8 Stunden unter dem Gesamtdurchschnitt von 38,0 Stunden.

Was die Beitritts- und Kandidatenländer anbelangt, liegen nur für sieben Länder Daten vor. Aus diesen geht für das Jahr 2003 eine durchschnittliche Wochenarbeitszeit im Bankwesen von 39,3 Stunden hervor - 2,1 Stunden über dem derzeitigen Durchschnitt der EU und Norwegens. Gegenüber 2002 hat es keine Veränderungen gegeben. Die durchschnittliche Wochenarbeitszeit in Zypern entspricht etwa dem derzeitigen EU-Durchschnitt, in der Slowakei und in Malta beträgt sie 39 Stunden und in den übrigen vier Beitritts- und Kandidatenländern liegt sie bei 40 Stunden (und somit drei Stunden über dem aktuellen EU-Durchschnitt). In Zypern und Malta liegt die Wochenarbeitszeit im Bankwesen etwa eine Stunde unter dem gesamtwirtschaftlichen Durchschnitt, während sie in den übrigen Ländern diesem Durchschnitt entweder ganz oder beinahe entspricht.

In allen betrachteten Ländern, die ab Mai 2004 zur EU gehören werden, lag die durchschnittliche Wochenarbeitszeit 2003 im Bankwesen bei 37,6 Stunden und damit eine Stunde unter dem gesamtwirtschaftlichen Durchschnitt sowie 0,4 Stunden über dem Durchschnitt des Bankwesens in der gegenwärtigen EU.

Abbildung 3. Tariflich vereinbarte reguläre Wochenarbeitszeit im Bankwesen, 2003

Abbildung 3. Tariflich vereinbarte reguläre Wochenarbeitszeit im Bankwesen, 2003

* Zahl für 2002, ** Durchschnitt aller Länder, *** Durchschnitt der EU und Norwegens, **** Durchschnitt aller Beitritts- und Kandidatenländer, ***** Durchschnitt der erweiterten EU

Quelle: EIRO.

Abbildung 3 sollte in Verbindung mit den folgenden Anmerkungen gelesen werden.

  • Zypern: die reguläre Wochenarbeitszeit beträgt im Sommer (Mai bis August) 35 Stunden und im restlichen Jahr 37,5 Stunden.
  • Italien: Schätzung beruht auf dem Jahreswert der italienischen Zentralbank (ausgehend von 28 Tagen Jahresurlaub und 12 Feiertagen) und beläuft sich auf 1 639 Stunden; der Wert bezieht sich auf das Kredit- und Versicherungswesen; die jüngste spezifische Zahl für das Bankwesen stammt aus dem Jahr 2000 (laut Schätzungen 37,3 Wochenstunden, ausgehend von einem Jahreswert von 1 649 Stunden).
  • Malta: Schätzung der Malta Union of Bank Employees (Gewerkschaft der maltesischen Bankangestellten).
  • Rumänien: Wert beruht auf den Tarifvereinbarungen von fünf der bedeutendsten Banken.
  • Spanien: berechnet anhand der von der Gewerkschaft COMFIA berechneten Zahlen in Bezug auf die vereinbarte Jahresarbeitszeit (1 700 Stunden), ausgehend von einer Sechstagewoche und 274 Arbeitstagen im Jahr.
  • Vereinigtes Königreich: Angabe von IDS (siehe Anmerkung zu Abbildung 1 oben), die sich auf den 'Finanzsektor' bezieht.

Lokale Verwaltungen

Abbildung 4 zeigt die tariflich vereinbarte reguläre Wochenarbeitszeit 2003 für die lokalen Verwaltungen (basierend auf den entsprechenden sektorbezogenen Tarifverträgen, sofern in den Anmerkungen unter der Abbildung nichts anderes angegeben ist). Für Estland, Lettland und Polen liegen keine Daten vor. Der einzige Unterschied zwischen 2002 und 2003 trat in der Slowakei auf, wo die Arbeitszeit in den lokalen Verwaltungen bis 2003 gesetzlich geregelt war (40-Stunden-Woche). Im Rahmen der ersten Tarifvereinbarung für den Sektor wurde dort eine 37,5-Stunden-Woche eingeführt. In Ländern wie Österreich, Portugal und Spanien spielt die Gesetzgebung bei der Festlegung der Wochenarbeitszeit in den lokalen Verwaltungen nach wie vor eine größere Rolle als Tarifverhandlungen.

Seit 1999 ist die durchschnittliche vereinbarte Wochenarbeitszeit in den lokalen Verwaltungen in der EU und in Norwegen leicht von 37,9 auf 37,6 Stunden gesunken, hauptsächlich aufgrund von Arbeitszeitverkürzungen in Frankreich und Italien; in den übrigen Ländern hat es kaum Veränderungen gegeben.

Im Jahr 2003 lag die längste Wochenarbeitszeit in den lokalen Verwaltungen in der EU und in Norwegen bei 40 Stunden in Griechenland, Luxemburg, Österreich und Schweden und die kürzeste Wochenarbeitszeit bei 33 Stunden in Italien. Die Differenz von sieben Stunden ist erheblich größer als die Differenz für die durchschnittliche Wochenarbeitszeit in der Gesamtwirtschaft. In Italien und Portugal liegen die Arbeitszeiten in den lokalen Verwaltungen erheblich unter dem nationalen gesamtwirtschaftlichen Durchschnitt. Auch in Belgien, den Niederlanden, Spanien und im Vereinigten Königreich liegen die durchschnittlichen Arbeitszeiten unter dem gesamtwirtschaftlichen Durchschnitt. In Luxemburg, Österreich und Schweden liegen die Arbeitszeiten in den lokalen Verwaltungen jedoch wesentlich über dem nationalen Gesamtdurchschnitt. Insgesamt beträgt die vereinbarte durchschnittliche Wochenarbeitszeit in den lokalen Verwaltungen 37,6 Stunden und liegt damit 0,4 Stunden unter dem Gesamtdurchschnitt von 38,0 Stunden.

Was die Beitritts- und Kandidatenländer anbelangt, liegen nur für sieben Länder Daten vor. Aus diesen geht für das Jahr 2003 eine durchschnittliche Wochenarbeitszeit in den lokalen Verwaltungen von 39,3 Stunden hervor - 1,7 Stunden über dem derzeitigen Durchschnitt der EU und Norwegens. Der einzige Unterschied zwischen 2002 und 2003 trat in der Slowakei auf (siehe oben). Die durchschnittliche Wochenarbeitszeit in der Slowakei und in Zypern liegt geringfügig unter dem derzeitigen EU-Durchschnitt, während in allen übrigen Ländern eine 40-Stunden-Woche die Regel ist (und die durchschnittliche Wochenarbeitszeit somit 2,4 Stunden über dem Durchschnitt der gegenwärtigen EU liegt). In der Slowakei und in Zypern liegt die Wochenarbeitszeit in den lokalen Verwaltungen unter dem gesamtwirtschaftlichen Durchschnitt, während sie in den übrigen Ländern diesem Durchschnitt entweder ganz oder beinahe entspricht.

Werden die Länder mit einbezogen, die nach der Erweiterung im Mai 2004 zur EU gehören, ergibt sich für 2003 eine durchschnittliche vereinbarte Wochenarbeitszeit in den lokalen Verwaltungen von 38,0 Stunden. Diese Wochenarbeitszeit liegt 0,6 Stunden unter dem gesamtwirtschaftlichen Durchschnitt und 0,4 Stunden über dem Durchschnitt der lokalen Verwaltungen der gegenwärtigen EU.

Auf seiner letzten Hauptversammlung im Jahr 2000 legte der Europäische Gewerkschaftsbund für den öffentlichen Dienst (EGÖD) die 35-Stunden-Woche als 'vorrangige Forderung' für seine Mitglieder fest. Diese Zielsetzung konnte bisher im Durchschnitt noch nicht überall in Europa erreicht werden; allerdings wurde die 35-Stunden-Woche in Frankreich, Portugal und Italien eingeführt.

Abbildung 4. Tariflich vereinbarte reguläre Wochenarbeitszeit in den lokalen Verwaltungen, 2003

Abbildung 4. Tariflich vereinbarte reguläre Wochenarbeitszeit in den lokalen Verwaltungen, 2003

* Zahl für 2002, ** Durchschnitt aller Länder, *** Durchschnitt der EU und Norwegens, **** Durchschnitt aller Beitritts- und Kandidatenländer, ***** Durchschnitt der erweiterten EU

Quelle: EIRO.

Abbildung 4 sollte in Verbindung mit den folgenden Anmerkungen gelesen werden.

  • Österreich: üblicher Wert für Beschäftigte in den lokalen Verwaltungen; per Gesetz oder Verordnung geregelte Arbeitszeit, da kaum eine Berufsgruppe im öffentlichen Dienst berechtigt ist, Tarifverträge abzuschließen.
  • Zypern: die reguläre Wochenarbeitszeit beträgt im Sommer (Juni bis August) 36 Stunden und im restlichen Jahr 38 Stunden.
  • Finnland: der angegebene Wert bezieht sich eher auf die Höchstdauer als auf die reguläre Wochenarbeitszeit.
  • Deutschland: Angabe des Tarifarchivs des WSI für Westdeutschland; der Wert für Ostdeutschland beträgt 40 Stunden; für die lokalen Verwaltungen gilt die nationale Tarifvereinbarung für den öffentlichen Dienst.
  • Italien: Schätzung beruht auf dem Jahreswert der italienischen Zentralbank und beläuft sich auf 1 458 Stunden (ausgehend von 28 Tagen Jahresurlaub und 12 Feiertagen); die Angabe bezieht sich allgemein auf den öffentlichen Dienst.
  • Malta: Angabe der Local Councils Association (Verband der Gemeinderäte).
  • Portugal: gesetzlich festgelegt (Gesetzesdekret Nr.187/88 vom 27. Mai 1988).
  • Slowakei: 36,25 Stunden für diejenigen, die in Zwei-Schicht-Systemen beschäftigt sind und 35 Stunden für diejenigen, die in Drei-Schicht-Systemen oder kontinuierlichen Systemen beschäftigt sind.
  • Spanien: durch das Staatshaushaltsgesetz festgelegt.
  • Schweden: für Arbeiterinnen und Arbeiter des öffentlichen Gesundheitswesens gilt eine 37-Stunden-Woche.
  • Vereinigtes Königreich: Angabe von IDS (siehe Anmerkung zu Abbildung 1 oben).

Tatsächliche/übliche Wochenarbeitszeit

Einige der Probleme, die sich aus Daten zur tariflich vereinbarten regulären Wochenarbeitszeit ergeben, lassen sich durch Statistiken über die tatsächliche Wochenarbeitszeit vermeiden, die üblicherweise bei Arbeitskräfteerhebungen erfasst werden. Solche Zahlen ergeben ein korrekteres Bild der tatsächlich von den Beschäftigten pro Woche geleisteten Arbeitszeit, da sie Faktoren wie Überstunden und Fehlzeiten berücksichtigen. Die nationalen Daten zur tatsächlichen durchschnittlichen Wochenarbeitszeit sind allerdings für Vergleichszwecke häufig nicht geeignet, da sie auf unterschiedlichen Definitionen beruhen. Insbesondere fällt auf, dass einige nationale Erhebungen nicht zwischen Vollzeit- und Teilzeitbeschäftigten unterscheiden. In Abbildung 5 werden daher die Zahlen von Eurostat für die von Vollzeitbeschäftigten üblicherweise geleistete Wochenarbeitszeit aufgeführt, die auf den Arbeitskräfteerhebungen von 2002 für die EU-Mitgliedstaaten, Norwegen und zwölf Beitritts- und Kandidatenländer beruhen. Die übliche Wochenarbeitszeit entspricht der Anzahl der Arbeitsstunden, die die Person normalerweise leistet, einschließlich normalerweise erbrachter - bezahlter oder unbezahlter - Überstunden (jedoch ohne Berücksichtigung des Weges zu und von der Arbeit und der Mittagspausen).

Abbildung 5. Übliche Wochenarbeitszeit, Vollzeitbeschäftigte, 2002

Abbildung 5. Übliche Wochenarbeitszeit, Vollzeitbeschäftigte, 2002

Quelle: Arbeitskräfteerhebung von Eurostat.

Die längste übliche Wochenarbeitszeit von Vollzeitbeschäftigten in der EU und in Norwegen gibt es im Vereinigten Königreich (mit relativ deutlichem Abstand), in Griechenland und Spanien, die kürzeste in Italien, Norwegen und Frankreich. Zwischen 2001 und 2002 sank der Durchschnittswert für EU-15 leicht von 40,1 auf 40 Stunden. Der Durchschnittswert für die zehn Beitrittsländer lag 1,4 Stunden über dem der gegenwärtigen EU-Mitgliedstaaten von 2002. Außer in Litauen und Zypern liegt die übliche Wochenarbeitszeit in allen Beitritts- und Kandidatenländern über dem derzeitigen EU-Durchschnitt. Allerdings ist die übliche Wochenarbeitszeit im Vereinigten Königreich länger als in sämtlichen Beitritts- und Kandidatenländern mit Ausnahme von Lettland.

In allen Ländern ist die übliche durchschnittliche Wochenarbeitszeit der Männer länger als die der Frauen. Die durchschnittliche geschlechterbezogene Differenz liegt sowohl in den gegenwärtigen EU-Mitgliedstaaten als auch in den Beitritts- und Kandidatenländern bei 2,2 Stunden (bzw. etwa 6 %) pro Woche. In Irland, Italien, Polen und im Vereinigten Königreich beträgt die Differenz drei Stunden oder mehr, wohingegen sie sich in Bulgarien, Österreich, Rumänien, Schweden, der Slowakei und Zypern auf weniger als eine Stunde beläuft.

Die übliche Arbeitszeit liegt in allen betrachteten Ländern höher als die tariflich vereinbarte durchschnittliche reguläre Wochenarbeitszeit. Die übliche durchschnittliche Wochenarbeitszeit betrug 2002 in der gegenwärtigen EU 40,0 Stunden, dem steht die tariflich vereinbarte Wochenarbeitszeit von 38,0 Stunden gegenüber (eine genaue Berechnung dieses Werts für die Beitritts- und Kandidatenländer ist nicht möglich, die Differenz scheint jedoch der Differenz in der gegenwärtigen EU in etwa zu entsprechen). Die übliche durchschnittliche Wochenarbeitszeit weicht in Griechenland, Irland, Italien, Luxemburg, Malta, Norwegen und Ungarn um höchstens eine Stunde von der vereinbarten regulären Arbeitszeit ab. In sieben Ländern überschreitet die übliche Wochenarbeitszeit jedoch die tariflich vereinbarte Arbeitszeit um zwei oder mehr Stunden, und zwar in Dänemark, Deutschland, Frankreich, Lettland, der Slowakei, im Vereinigten Königreich und in Zypern. Im Vereinigten Königreich besteht zwischen der vereinbarten und der üblichen Arbeitszeit eine Differenz von 6,1 Stunden. Dies kann durchaus als Ausdruck der dortigen Kultur langer Arbeitszeiten und vieler Überstunden und der geringen Flächendeckung von Tarifverträgen gewertet werden.

Die Arbeitskräfteerhebungen von Eurostat für 2002 liefern auch Zahlen für die von Teilzeitbeschäftigten geleistete übliche Wochenarbeitszeit, die in Abbildung 6 dargestellt werden.

Abbildung 6. Übliche Wochenarbeitszeit, Teilzeitbeschäftigte, 2002

Abbildung 6. Übliche Wochenarbeitszeit, Teilzeitbeschäftigte, 2002

Quelle: Arbeitskräfteerhebung von Eurostat.

Die längste übliche Wochenarbeitszeit von Teilzeitbeschäftigten in der EU und in Norwegen gibt es in Belgien, Italien, Frankreich und Schweden, die kürzeste in Dänemark, Deutschland, Irland und Spanien. Zwischen 2001 und 2002 ging der Durchschnittswert für die EU leicht von 19,8 Stunden auf 19,7 Stunden zurück. Die durchschnittliche übliche Arbeitszeit der Teilzeitbeschäftigten lag 2002 in den zehn Beitrittsländern 3,5 Stunden über der der gegenwärtigen EU. Außer in Slowenien liegt die übliche Arbeitszeit der Teilzeitbeschäftigten in allen Beitritts- und Kandidatenländern über dem Durchschnitt der gegenwärtigen EU, während die übliche Arbeitszeit von Teilzeitbeschäftigten in Italien noch über dem Durchschnitt der Beitrittsländer liegt.

Im Durchschnitt ist in der gegenwärtigen EU die übliche Arbeitszeit der weiblichen Teilzeitbeschäftigter länger als die der männlichen (um 0,9 Stunden pro Woche), jedoch kürzer als die der Männer in den Beitrittsländern (um 1,1 Stunden). Die Anzahl der Länder, in denen männliche Teilzeitbeschäftigte längere Arbeitszeiten haben, entspricht nahezu der Anzahl der Länder, in denen weibliche Teilzeitbeschäftigte länger arbeiten. In den Ländern, in denen männliche Teilzeitbeschäftigte länger arbeiten, finden sich die größten Unterschiede (männliche Teilzeitbeschäftigte arbeiten durchschnittlich über drei Stunden pro Woche mehr als weibliche Teilzeitbeschäftigte) in Italien, Luxemburg und Rumänien. In den Ländern, in denen weibliche Teilzeitbeschäftigte länger arbeiten, finden sich die größten Unterschiede (weibliche Teilzeitbeschäftigte arbeiten durchschnittlich über vier Stunden pro Woche mehr als männliche Teilzeitbeschäftigte) in Dänemark und Schweden.

Es scheinen kaum Zusammenhänge zwischen der Länge der Vollzeit- und Teilzeitarbeitszeit zu bestehen, obwohl beide in einer Reihe von Beitritts- und Kandidatenländern verhältnismäßig lang sind (dies gilt insbesondere für Lettland, Polen, Rumänien, die Slowakei und die Tschechische Republik). Es fällt auf, dass einige der Länder mit den längsten üblichen Arbeitszeiten bei Vollzeitbeschäftigten die kürzesten Arbeitszeiten bei Teilzeitbeschäftigten haben (zu diesen Ländern zählen vor allem das Vereinigte Königreich und Slowenien), wohingegen einige der Länder mit den kürzesten üblichen Arbeitszeiten bei Vollzeitbeschäftigten die längsten Arbeitszeiten bei Teilzeitbeschäftigten aufweisen (dazu gehören vor allem Belgien, Frankreich und Italien).

Wie bereits erwähnt, sind die nationalen Daten zur tatsächlichen durchschnittlichen Wochenarbeitszeit für Vergleichszwecke häufig nicht geeignet, da sie auf unterschiedlichen Definitionen beruhen. Dennoch werden für die 16 Länder, für die Zahlen vorliegen, diese Zahlen für Vollzeitbeschäftigte in Tabelle 3 aufgeführt (viele Zahlen für 2003 liegen noch nicht vor).

Tabelle 3. Tatsächliche durchschnittliche Wochenarbeitszeit, Vollzeitbeschäftigte, 2002 und 2003
2002 2003
Land Alle Frauen Männer Alle Frauen Männer
Österreich* 40,1 39,9 40,2 -/- -/- -/-
Belgien 39,2 38,0 39,8 -/- -/- -/-
Bulgarien 40,9 40,7 40,2 40,7 40,6 41,0
Zypern 40,0 39,6 40,4 -/- -/- -/-
Estland 42,4 41,5 43,1 -/- -/- -/-
Finnland 40,7 39,1 42,0 -/- -/- -/-
Irland 37,8 32,8 41,9 37,4 32,5 41,4
Lettland* 43,5 42,0 44,9 -/- -/- -/-
Malta 40,0 38,3 40,7 39,9 38,2 40,6
Niederlande* 39,1 38,1 39,4 -/- -/- -/-
Norwegen 39,0 36,6 40,2 39,6 37,4 40,8
Rumänien 41,6 40,5 42,3 41,3 40,6 42,0
Slowakei 40,8 40,5 41,1 40,5 40,0 40,9
Slowenien 41,5 40,3 42,4 41,1 39,8 42,1
Spanien -/- 37,3 39,8 -/- -/- -/-
Vereinigtes Königreich 37,8 34,4 39,6 37,5 34,2 39,3

Quelle: EIRO. * Zahlen für 2001.

Die Zahlen in Tabelle 3 sollten in Verbindung mit den folgenden Anmerkungen gelesen werden.

  • Österreich: Angaben der Arbeitskammer; der Wert für die Männer beruht auf einer Schätzung.
  • Belgien: Zahlen stammen aus der Arbeitskräfteerhebung des statistischen Landesamts (Institut National de Statistique/Nationaal Instituut voor de Statistiek, INS/NIS).
  • Bulgarien: Angaben des Nationalen Statistischen Instituts (NSI); die Zahlen für 2003 beziehen sich auf das zweite Quartal.
  • Zypern: Zahlen stammen aus der Arbeitskräfteerhebung des Statistischen Dienstes der Republik Zypern.
  • Estland: Zahlen stammen aus der Arbeitskräfteerhebung Estlands.
  • Finnland: Zahlen stammen aus der Arbeitskräfteerhebung von Statistics Finland.
  • Irland: Zahlen stammen aus der vierteljährlichen Haushaltserhebung des Central Statistics Office jeweils für das dritte Quartal.
  • Lettland: Zahlen stammen aus der Arbeitskräfteerhebung für November des Statistischen Zentralamts Lettland (Centrālā statistikas pārvalde, CSP).
  • Malta: Angaben des nationalen Statististikamts jeweils für Juni.
  • Niederlande: die Zahlen des nationalen Amts für Statistik (Centraal Bureau voor de Statistiek, CBS) beinhalten Überstunden.
  • Norwegen: inoffizielle Angaben auf der Grundlage von Arbeitskräfteerhebungen von Statistics Norway (zeitweilig von der Arbeit fernbleibende Beschäftigte sind nicht berücksichtigt).
  • Rumänien: Angaben des nationalen statistischen Instituts (Institutul National de Statistica, INS); die Zahlen für 2003 beziehen sich auf das erste Halbjahr.
  • Slowakei: Zahlen stammen aus der Arbeitskräfteerhebung des statistischen Amts der Slowakei (Štatistický úrad Slovenskej republiky, ŠÚ SR) und beziehen sich auf das vierte Quartal 2002 und das zweite Quartal 2003.
  • Slowenien: Zahlen stammen aus der Arbeitskräfteerhebung des statistischen Amts der Republik Slowenien (Statistični urad Republike Slovenije, SURS); die Zahlen für 2003 beziehen sich auf das zweite Quartal.
  • Spanien: Zahlen wurden auf der Grundlage der Arbeitskräfteerhebung des nationalen Amts für Statistik (Instituto Nacional de Estadística, INE) berechnet (zweites Quartal).
  • Vereinigtes Königreich: Zahlen stammen aus der Arbeitskräfteerhebung des nationalen Amtes für Statistik (Office for National Statistics, ONS); die Zahlen für 2003 beziehen sich auf Juni bis August.

Für 15 Länder liegen ferner Angaben zur tatsächlichen durchschnittlichen Wochenarbeitszeit von Teilzeitbeschäftigten vor; siehe Tabelle 4 (auch hier sind viele der Zahlen für 2003 noch nicht verfügbar). Es sollte beachtet werden, dass die Definition für Teilzeitbeschäftigung von Land zu Land variiert.

Tabelle 4. Tatsächliche durchschnittliche Wochenarbeitszeit, Teilzeitbeschäftigte, 2002 und 2003
2002 2003
Land Alle Frauen Männer Alle Frauen Männer
Österreich* 22,0 21,9 22,1 -/- -/- -/-
Belgien 23,1 23,1 23,3 -/- -/- -/-
Bulgarien 20,7 20,3 21,6 19,2 19,3 20,8
Zypern 22,0 22,4 21,1 -/- -/- -/-
Estland 22,2 22,2 22,2 -/- -/- -/-
Finnland 20,1 20,4 19,5 -/- -/- -/-
Frankreich 23,6 23,6 23,5 23,2 -/- -/-
Lettland* 21,9 21,9 21,9 -/- -/- -/-
Malta 21,2 21,1 21,6 20,4 19,7 21,6
Niederlande* 21,2 20,8 21,9 -/- -/- -/-
Norwegen 20,5 21,2 18,2 20,6 21,2 18,7
Rumänien 25,0 22,1 28,6 25,9 26,4 25,5
Slowakei 23,3 23,2 23,4 21,9 22,1 21,5
Spanien -/- 17,2 18,0 -/- -/- -/-
Vereinigtes Königreich 15,6 15,8 15,1 15,7 15,7 15,5

Quelle: EIRO. * Zahlen für 2001.

Die Zahlen in Tabelle 4 sollten in Verbindung mit den folgenden Anmerkungen gelesen werden.

  • Österreich: Angaben der Arbeitskammer; der Wert für die Männer beruht auf einer Schätzung.
  • Belgien: Zahlen stammen aus der Arbeitskräfteerhebung von INS/NIS.
  • Bulgarien: Angaben von NSI; die Zahlen für 2003 beziehen sich auf das zweite Quartal.
  • Zypern: Zahlen stammen aus der Arbeitskräfteerhebung des Statistischen Dienstes der Republik Zypern.
  • Estland: Zahlen stammen aus der Arbeitskräfteerhebung Estlands.
  • Finnland: Zahlen stammen aus der Arbeitskräfteerhebung von Statistics Finland.
  • Frankreich: Zahlen wurden auf der Grundlage der Arbeitskräfteerhebung des nationalen Instituts für Statistik und Wirtschaftswissenschaften (Institut national de la statistique et des études économiques, INSEE) berechnet; die Zahlen für 2003 beziehen sich auf das erste Quartal.
  • Lettland: Zahlen stammen aus der Arbeitskräfteerhebung von CSP für November.
  • Malta: Angaben des Nationalen Statistikamts jeweils für Juni.
  • Niederlande: die Angaben von CBS beinhalten Überstunden.
  • Norwegen: inoffizielle Angaben auf der Grundlage von Arbeitskräfteerhebungen von Statistics Norway (zeitweilig von der Arbeit fernbleibende Beschäftigte sind nicht berücksichtigt).
  • Rumänien: Angaben von INS; die Zahlen für 2003 beziehen sich auf das erste Halbjahr.
  • Slowakei: Zahlen stammen aus der Arbeitskräfteerhebung von ŠÚ SR und beziehen sich auf das vierte Quartal 2002 und das zweite Quartal 2003.
  • Spanien: Zahlen wurden auf der Grundlage der Arbeitskräfteerhebung von INE (zweites Quartal) berechnet.
  • Vereinigtes Königreich: Zahlen stammen aus der Arbeitskräfteerhebung von ONS; die Zahlen für 2003 beziehen sich auf Juni bis August.

Die nationalen Statistiken zu Arbeitskräften in Irland, Italien, Polen, Schweden und Ungarn unterscheiden nicht zwischen der tatsächlichen durchschnittlichen Wochenarbeitszeit für Teilzeitbeschäftigte und für Vollzeitbeschäftigte; die französischen Statistiken tun dies nur teilweise. In Tabelle 5 ist die tatsächliche durchschnittliche Wochenarbeitszeit aller Beschäftigten in diesen Ländern aufgeführt.

Tabelle 5. Tatsächliche durchschnittliche Wochenarbeitszeit, alle Beschäftigten, 2002 und 2003
2002 2003
Land Alle Frauen Männer Alle Frauen Männer
Frankreich 36,3 33,4 38,9 38,8 -/- -/-
Ungarn* 39,5 37,1 41,4 -/- -/- -/-
Irland 37,8 32,8 41,9 37,4 32,5 41,4
Italien 37,0 33,0 39,0 -/- -/- -/-
Polen 42,9 39,8 45,4 43,0 39,7 45,5
Schweden 30,4 26,6 33,9 -/- -/- -/-

Quelle: EIRO. * Zahlen für 2000.

Die Zahlen in Tabelle 5 sollten in Verbindung mit den folgenden Anmerkungen gelesen werden.

  • Frankreich: Zahlen beziehen sich auf die übliche durchschnittliche Wochenarbeitszeit, die von den Beschäftigten in der Arbeitskräfteerhebung von INSEE angegeben wurde; die Zahlen für 2003 beziehen sich auf das erste Quartal.
  • Ungarn: Angabe von ILO; Anteil der Teilzeitbeschäftigten ist relativ niedrig, daher gelten die Zahlen hauptsächlich für die Arbeitszeit von Vollzeitbeschäftigten.
  • Irland: Zahlen stammen aus der Haushaltserhebung des Central Statistics Office (CSO) jeweils für das dritte Quartal.
  • Italien: Angaben des nationalen statistischen Amts (Istituto Nazionale di Statistica, Istat).
  • Polen: Zahlen beziehen sich auf 'die durchschnittliche Arbeitszeit bei der regulären sowie bei einer zusätzlichen Tätigkeit'; Angaben des zentralen statistischen Amts (Główny Urząd Statystyczny, GUS); Zahlen beziehen sich jeweils auf das dritte Quartal.
  • Schweden: Zahlen stammen aus der Arbeitskräfteerhebung von Statistics Sweden.

Jahresurlaub

Die jährliche Arbeitszeit wird stark vom Anspruch der Arbeitnehmer auf bezahlten Jahresurlaub beeinflusst. Abbildung 7 zeigt den durchschnittlichen tariflich vereinbarten Jahresurlaub für 16 Länder, aus denen Daten vorliegen (harmonisiert auf der Grundlage von fünf Arbeitstagen pro Woche). Die Zahlen beziehen sich generell auf das Jahr 2003. Die einzige bedeutende Änderung gegenüber 2002 war die Anhebung des Jahresurlaubs in Dänemark um einen Tag. Der durchschnittliche Urlaubsanspruch beträgt in der EU und in Norwegen 26,5 Tage. Dies bedeutet einen leichten Anstieg seit 2000, als der Urlaubsanspruch noch bei 25,6 Tagen lag (allerdings ist zu beachten, dass die über diesen Zeitraum betrachteten Länder und Berechnungsmethoden nicht gleich geblieben sind). Der vereinbarte Anspruch auf Jahresurlaub schwankt im Ländervergleich erheblich: zwischen 33 Tagen in Schweden und 20 Tagen in Irland. Zu diesem Punkt liegen über die Beitritts- und Kandidatenländer kaum Informationen vor. Lediglich für Rumänien und Zypern sind Daten verfügbar. Beide Länder liegen unter dem Durchschnitt der EU und Norwegens. In den meisten Beitrittsländern entspricht der Jahresurlaub vermutlich den gesetzlichen Vorgaben (siehe unten). In der Slowakei sahen jedoch 2003 die Tarifvereinbarungen in etwa 25 % der Unternehmen zusätzliche Urlaubstage vor, die über den gesetzlichen Mindesturlaub hinausgingen: in der Regel eine Woche mehr.

Abbildung 7. Tariflich vereinbarter, durchschnittlicher bezahlter Jahresurlaub (in Tagen), 2003

Abbildung 7. Tariflich vereinbarter, durchschnittlicher bezahlter Jahresurlaub (in Tagen), 2003

* Zahl für 2001; ** Zahl für 2002, *** Durchschnitt der EU und Norwegens, **** Durchschnitt aller Länder

Quelle: EIRO.

Abbildung 7 sollte in Verbindung mit den folgenden Anmerkungen gelesen werden.

  • Österreich: ausgedrückt in 30 Arbeitstagen, einschließlich Samstagen; Angabe der Arbeitskammer.
  • Dänemark: 2002 bestehend aus fünf Wochen Jahresurlaub plus vier Tagen, die der Beschäftigte nach Wunsch in Anspruch nehmen oder sich ausbezahlen lassen kann (ab 2003 auf fünf Tage angehoben).
  • Finnland: 25 Tage (bzw. 30 Tage einschließlich Samstagen) erst nach einem Jahr Beschäftigungsdauer, 20 Tage (bzw. 24 Tage einschließlich Samstagen) für Beschäftigte mit weniger als einem Jahr Beschäftigungsdauer.
  • Deutschland: Zahl gilt für ganz Deutschland; die Zahlen für Westdeutschland lagen 2002 und 2003 bei 29,2 Tagen; die Zahlen für Ostdeutschland betrugen 28,4 Tage im Jahr 2002 und 28,3 Tage im Jahr 2003; Daten aus dem Tarifarchiv des WSI.
  • Griechenland: Mittelwert des Urlaubsanspruchs, der je nach Beschäftigungsdauer 20 bis 25 Tage umfasst.
  • Italien: Wert berechnet als vierwöchiger Urlaub plus dem Mittelwert aus fünf bis zehn Tagen, die als eine Form der Arbeitszeitverkürzung gewährt werden.
  • Luxemburg: Schätzwert.
  • Niederlande: Zahl bezieht sich auf 25,3 Urlaubstage plus sechs Tage, die als eine Form der Arbeitszeitverkürzung gewährt werden.
  • Portugal: die vereinbarte Norm beträgt 24 oder 25 Tage, wobei der 25. Tag zuweilen von Faktoren wie Alter und Dauer der Betriebszugehörigkeit abhängig ist.
  • Rumänien: auf der Grundlage der dreigliedrigen, individuellen nationalen Tarifvereinbarung berechnet.
  • Schweden: Wert berechnet als die gesetzlich vorgeschriebenen 25 Urlaubstage plus dem Mittelwert aus fünf bis zehn zusätzlichen Urlaubstagen, die in den meisten Tarifvereinbarungen vorgesehen sind.
  • Vereinigtes Königreich: Angabe von IDS (siehe Anmerkung zu Abbildung 1 oben).

Wie aus Abbildung 8 hervorgeht, sehen alle hier untersuchten Länder einen gesetzlich vorgeschriebenen bezahlten Mindesturlaub vor. Der Urlaub ist in der Abbildung in Tagen und harmonisiert auf der Basis von fünf Arbeitstagen pro Woche ausgedrückt. Die angeführten Statistiken beziehen sich auf den Mindestanspruch (der Anspruch nimmt in einigen Ländern mit steigender Beschäftigungsdauer zu). Die EU-Mitgliedstaaten und Norwegen lassen sich in zwei Gruppen einteilen: diejenigen Länder mit einem Mindestanspruch von 20 Tagen (21 Tage in Norwegen und 22 in Portugal und Spanien), wie in der EU-Arbeitszeitrichtlinie festgelegt, und die Länder mit einem Mindestanspruch von 25 Tagen (diese bilden die kleinere Gruppe). In allen Beitritts- und Kandidatenländern (außer in Malta) liegt der Mindestanspruch bei 20 Tagen. Die 20-Tage-Regelung wurde 2003 in Polen, Rumänien und Slowenien eingeführt. In diesen Ländern betrug der Mindesturlaubsanspruch zuvor 18 Tage.

In Dänemark, Deutschland, Finnland, Italien, den Niederlanden, Norwegen, Rumänien, Schweden und dem Vereinigten Königreich überschreitet der tariflich vereinbarte durchschnittliche Jahresurlaub das gesetzliche Minimum um mindestens vier Tage. Dies deutet darauf hin, dass die Gesetze in diesen Ländern eher eine Schutzfunktion haben. Der tariflich vereinbarte durchschnittliche Jahresurlaub und das gesetzliche Minimum sind in Frankreich, Irland und Österreich - sowie vermutlich auch in den meisten Beitritts- und Kandidatenländern - gleich oder liegen eng beieinander, was auf eine aktivere Rolle der Gesetzgebung hinweist.

Abbildung 8. Gesetzlicher Mindestanspruch auf bezahlten Jahresurlaub (in Tagen), 2003

Abbildung 8. Gesetzlicher Mindestanspruch auf bezahlten Jahresurlaub (in Tagen), 2003

* Durchschnitt der Beitritts- und Kandidatenländer, ** Durchschnitt aller Länder

Quelle: EIRO.

Abbildung 8 sollte in Verbindung mit den folgenden Anmerkungen gelesen werden.

  • Österreich: Anspruch ausgedrückt in 30 Arbeitstagen, einschließlich Samstagen; Erhöhung um fünf Tage nach 25 Jahren Beschäftigungsdauer.
  • Zypern: 25 Tage für Beschäftigte mit einer Sechstagewoche.
  • Estland: ausgedrückt in 28 Kalendertagen; bestimmte Gruppen (z. B. Beschäftigte mit Behinderungen) haben Anspruch auf mehr Urlaubstage.
  • Finnland: im ersten Beschäftigungsjahr besteht der Anspruch aus zwei Tagen Urlaub (einschließlich Samstagen) pro gearbeitetem Kalendermonat. Nach dem ersten Jahr erhöht sich dieser Anspruch auf 2,5 Tage pro Monat.
  • Frankreich: Anspruch ausgedrückt in 30 Arbeitstagen oder fünf Wochen.
  • Deutschland: Anspruch ausgedrückt in 24 Arbeitstagen.
  • Italien: ausgedrückt in vier Wochen.
  • Lettland: ausgedrückt in vier Kalenderwochen.
  • Malta: ausgedrückt in vier Arbeitswochen und vier Arbeitstagen.
  • Niederlande: ausgedrückt als Vierfaches der vereinbarten Arbeitswoche.
  • Polen: nach fünf Jahren Beschäftigungsdauer erhöht sich der Anspruch von 20 Tagen auf 23 Tage sowie auf 26 Tage nach zehn Jahren Betriebszugehörigkeit.
  • Slowakei: Anspruch ausgedrückt in vier Wochen.
  • Slowenien: ausgedrückt in vier Wochen; für Eltern erhöht sich der Anspruch bei Kindern unter 15 Jahren um einen Tag pro Jahr für jedes Kind.
  • Spanien: Anspruch ausgedrückt in 30 Kalendertagen.
  • Vereinigtes Königreich: Anspruch ausgedrückt in vier Wochen.

Jahresarbeitszeit

Für wenige Länder liegen aus nationalen statistischen Quellen Zahlen für die tariflich vereinbarte Jahresarbeitszeit vor, die ein genaueres Maß für die Dauer der Arbeitszeit sein kann, weil sie Faktoren wie Urlaub, Feiertage und flexible Arbeitszeitmodelle berücksichtigt. Diese Zahlen sind in Tabelle 6 aufgelistet.

Tabelle 6. Tariflich vereinbarte durchschnittliche Jahresarbeitszeit in Stunden, 2002 und 2003
Land 2002 2003
Bulgarien 1,718 1,710
Dänemark 1,643 1,636
Finnland 1,630 -/-
Deutschland 1,656 1,656
Italien 1,647 -/-
Niederlande 1,747 -/-
Rumänien 1,840 1,840
Spanien 1,756 1,757

Quelle: EIRO.

Die Zahlen in Tabelle 7 sollten in Verbindung mit den folgenden Anmerkungen gelesen werden.

  • Bulgarien: die von NSI gemachten Angaben beziehen sich auf die tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden pro Jahr; die Zahl für 2003 ist eine Hochrechnung der Daten der ersten neuen Monate des Jahres.
  • Dänemark: Angaben des dänischen Arbeitsgeberverbands (Dansk Arbejdsgiverforening, DA).
  • Finnland: 1 686 Stunden, wenn Überstunden oder bei zusätzlichen Tätigkeiten geleistete Stunden inbegriffen sind.
  • Deutschland: Zahlen gelten für ganz Deutschland; die Zahlen für Westdeutschland betrugen 1 643 Stunden im Jahr 2002 und 1 644 Stunden im Jahr 2003; die Zahlen für Ostdeutschland betrugen 1 723 Stunden im Jahr 2002 und 1 722 Stunden im Jahr 2003; Daten aus dem Tarifarchiv des WSI.
  • Italien: Angaben der italienischen Zentralbank; 1 719 Stunden im privaten Sektor und 1 458 Stunden im öffentlichen Sektor.
  • Niederlande: Wert ist eine Schätzung und beruht auf einer Auswahl von Tarifverträgen.
  • Rumänien: Zahlen (die keine Überstunden beinhalten) sind Schätzungen auf der Grundlage von Bestimmungen in nationalen und sektorbezogenen Vereinbarungen.
  • Spanien: Zahlen stammen aus Arbeitsstatistiken von MTAS.

Um für alle Länder für 2002 zu einer groben Schätzung der tariflich vereinbarten regulären Jahresarbeitszeit zu gelangen, haben wir die Zahlen für die tariflich vereinbarte durchschnittliche reguläre Wochenarbeitszeit (siehe Abbildung 1) zugrunde gelegt und sind von einer Fünftagewoche und einem Jahr mit 52 Wochen ausgegangen. Von diesem Jahresgesamtwert haben wir den durchschnittlichen, tariflich vereinbarten bezahlten Jahresurlaub (siehe Abbildung 7), bzw. wenn noch keine Daten vorlagen, den gesetzlichen Mindesturlaub (siehe Abbildung 8) und die Zahl der jährlichen gesetzlichen Feiertage abgezogen. Die Daten für die gegenwärtigen EU-Mitgliedstaaten stammen hauptsächlich von der Europäischen Kommission und die Daten für die übrigen Länder aus verschiedenen nationalen Quellen. Wenn die Anzahl der regionalen Feiertage voneinander abwich, wurde versucht, einen Mittelwert zu berechnen (ferner sollte beachtet werden, dass zusätzliche Feiertage lokal, auf der Grundlage von Tarifvereinbarungen oder traditionell gewährt werden können). Bei den daraus resultierenden Zahlen sind naturgemäß Faktoren wie Überstunden oder andere Formen von Freizeit und Urlaub nicht berücksichtigt. Dies sind nur grobe Schätzwerte, die jedoch einige allgemeine Feststellungen zulassen.

In der EU und in Norwegen lag die tariflich vereinbarte reguläre durchschnittliche Jahresarbeitszeit 2003 bei 1 696,8 Stunden. Der Umfang der Jahresarbeitszeit reicht von 1 800 Stunden in Griechenland und Irland bis hin zu 1 600 Stunden in Frankreich. In Belgien und Portugal war die Jahresarbeitszeit ebenfalls besonders lang, wohingegen sie in Dänemark und den Niederlanden besonders kurz war. In Griechenland ist die durchschnittliche Jahresarbeitszeit etwa 232 Stunden länger (annähernd 15 % mehr) als in Frankreich; das entspricht nahezu sechs Arbeitswochen in Griechenland.

Bei der Betrachtung der Rangordnung der 16 Länder nach der Länge ihrer tariflich vereinbarten Arbeitszeit fällt auf, dass die Länder mit der längsten bzw. kürzesten Wochenarbeitszeit im Allgemeinen auch diejenigen mit der längsten bzw. kürzesten Jahresarbeitszeit sind. Einige Länder erhalten jedoch einen ganz anderen Platz in der Rangordnung, wenn man statt der Zahlen für die Wochenarbeitszeit den Maßstab der Jahresarbeitszeit anlegt. Verschiedene Länder nehmen wegen der Auswirkungen eines relativ langen Jahresurlaubs (z. B. Deutschland und Luxemburg) oder relativ zahlreicher gesetzlicher Feiertage (z. B. Portugal) oder beidem (z. B. Dänemark, Italien und Schweden) in der 'Tabelle' bei der regulären Jahresarbeitszeit einen niedrigeren Platz ein als bei der regulären Wochenarbeitszeit. Umgekehrt nehmen einige Länder wegen der Auswirkungen eines relativ kurzen Jahresurlaubs (z. B. Belgien und Spanien - die Angaben beziehen sich jedoch auf den gesetzlichen Mindesturlaub, da keine Daten über den vereinbarten Urlaub vorliegen) oder eines relativ kurzen Jahresurlaubs und einer relativ geringen Anzahl an Feiertagen (z. B. Irland, Norwegen und das Vereinigte Königreich) in der Tabelle bei der regulären Jahresarbeitszeit einen höheren Platz ein als bei der regulären Wochenarbeitszeit.

Die Gesamtzahl der tariflich vereinbarten Jahresurlaubstage und der gesetzlichen Feiertage reicht in der EU und in Norwegen von 44 Tagen in Schweden bis hin zu 29 Tagen in Irland, was einer Differenz von etwa 50 % oder rund drei Arbeitswochen entspricht. Zu weiteren Ländern mit besonders langem Urlaub gehören Dänemark, Deutschland, Italien und die Niederlande, während zu weiteren Ländern mit besonders kurzem Urlaub Belgien (die Angabe bezieht sich jedoch auf den gesetzlichen Jahresurlaubsanspruch), Griechenland, Portugal und das Vereinigte Königreich zählen. Interessant ist die große Spannweite bei der Zahl der gesetzlichen Feiertage, die von 14 im Jahr in Spanien bis hin zu lediglich acht in den Niederlanden und im Vereinigten Königreich reicht.

In den zehn untersuchten Beitritts- und Kandidatenländern lag die tariflich vereinbarte reguläre durchschnittliche Jahresarbeitszeit 2003 bei 1 805,8 Stunden und somit 109 Stunden über dem Durchschnitt der gegenwärtigen EU und Norwegens; dies entspricht nahezu drei Arbeitswochen pro Jahr. Etwa 80 % dieser Differenz ist auf die längere Wochenarbeitszeit in den Beitritts- und Kandidatenländern zurückzuführen, und die restlichen 20 % sind mit dem längeren durchschnittlichen Jahresurlaub in den gegenwärtigen Mitgliedstaaten zu erklären. Die durchschnittliche Anzahl der gesetzlichen Feiertage pro Jahr liegt in den Beitritts- und Kandidatenländern geringfügig über der Anzahl in der gegenwärtigen EU und in Norwegen.

Die längsten vereinbarten durchschnittlichen Jahresarbeitszeiten in den Beitritts- und Kandidatenländern gibt es in Estland, Lettland, Polen und Ungarn und die kürzesten in der Slowakei und Zypern, wo die Jahresarbeitszeit annähernd dem EU-Durchschnitt entspricht und etwas unter der Jahresarbeitszeit von Irland und Griechenland liegt. Die Anzahl der Jahresurlaubstage liegt in den Beitritts- und Kandidatenländern viel dichter beieinander als in der gegenwärtigen EU; nur in Malta und Rumänien umfasst der Jahresurlaub mehr als 20 Tage. Die Anzahl der Feiertage geht jedoch weit auseinander, von 15 Tagen in Zypern bis zu sieben Tagen in Rumänien. Die Gesamtzahl der tariflich vereinbarten Jahresurlaubstage und Feiertage schwankt zwischen 38 Tagen in Malta und 30 Tagen in Estland, Lettland, Polen und Ungarn. (Mark Carley, SPIRE Associates)

Tabelle 7. Tariflich vereinbarte durchschnittliche reguläre Jahresarbeitszeit, 2003
Land A. Wochenarbeitszeit B. Bruttojahresarbeitszeit (Ax52) C. Jahresurlaub (in Tagen) D. Gesetzliche Feiertage (in Tagen) E. Gesamturlaub (C D) in Stunden F. Jahresarbeitszeit in Stunden (B-E)
Estland 40,0 2 080,0 20,0* 10,0 240,0 1 840,0
Ungarn 40,0 2 080,0 20,0* 10,0 240,0 1 840,0
Lettland 40,0 2 080,0 20,0* 10,0 240,0 1 840,0
Polen 40,0 2 080,0 20,0* 10,0 240,0 1 840,0
Rumänien 40,0 2 080,0 24,0 7,0 264,0 1 832,0
Bulgarien 40,0 2 080,0 20,0* 13,0 264,0 1 816,0
Slowenien 40,0 2 080,0 20,0* 13,0 264,0 1 816,0
Irland 39,0 2 028,0 20,0 9,0 226,2 1 801,8
Griechenland 40,0 2 080,0 23,0 12,0 280,0 1 800,0
Malta 40,0 2 080,0 24,0* 14,0 304,0 1 776,0
Belgien 38,0 1 976,0 20,0* 10,0 228,0 1 748,0
Slowakei 38,5 2 002,0 20,0* 13,0 254,1 1 747,9
Portugal 39,0 2 028,0 24,5 11,0 280,5 1 747,5
Spanien 38,6 2 007,2 22,0* 14,0 277,9 1 729,3
Luxemburg 39,0 2 028,0 28,0 10,0 300,2 1 727,8
Österreich 38,5 2 002,0 25,0 12,0 284,9 1 717,1
Zypern 38,0 1 976,0 20,0 15,0 266,0 1 710,0
Vereinigtes Königreich 37,2 1 934,4 24,5 8,0 241,8 1 692,6
Norwegen 37,5 1 950,0 25,0 10,0 262,5 1 687,5
Schweden 38,8 2 017,6 33,0 11,0 341,4 1 676,2
Finnland 37,5 1 950,0 25,0 12,0 277,5 1 672,5
Italien 38,0 1 976,0 28,0 12,0 304,0 1 672,0
Deutschland 37,7 1 960,4 29,1 10,5 298,6 1 661,8
Niederlande 37,0 1 924,0 31,3 8,0 290,8 1 633,2
Dänemark 37,0 1 924,0 30,0 12,0 310,8 1 613,2
Frankreich 35,0 1 820,0 25,0 11,0 252,0 1 568,0
Durchschnitt EU und Norwegen 38,0 1 975,4 25,8 10,8 278,6 1 696,8
Durchschnitt Beitritts- und Kandidatenländer 39,7 2 061,8 20,8 11,5 256,0 1 805,8
Durchschnitt alle Länder 38,6 2 008,6 23,9 11,1 269,9 1 738,7

Quelle: EIRO. * Gesetzlicher Jahresurlaub.

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