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Článok

Lohn- und Gehaltsentwicklungen - 2003

Publikované: 22 June 2004

In diesem Kontext besteht das Ziel dieses Jahresberichts (bzw. dieser Fortschreibung) des Europäischen Observatoriums für die Entwicklung der Arbeitsbeziehungen (EIRO), der auf Beiträgen seiner nationalen Zentren basiert, darin, allgemeine Tendenzen hinsichtlich der Lohnerhöhungen in den Jahren 2002 und 2003 innerhalb der EU-Mitgliedstaaten (und Norwegens) und der zehn Beitritts- und Kandidatenländer aufzuzeigen.

In dieser Studie zu allgemeinen Tendenzen im Bereich der Löhne und Gehälter in den Jahren 2002 und 2003 wird festgestellt, dass die Erhöhungen des nominalen, tariflich vereinbarten Durchschnittslohns in der EU und Norwegen von 3,5 % im Jahr 2002 auf 3,1 % im Jahr 2003 gesunken sind - allerdings mit beträchtlichen Unterschieden zwischen den einzelnen Ländern. Das weist auf einen sich verstärkenden Trend zur Lohnmäßigung in vielen Ländern hin. Unter Berücksichtigung der Inflation war von 2002 zu 2003 real eine geringe Steigerung zu verzeichnen, da die Inflationsrate gesunken ist. In den zehn untersuchten Beitritts- und Kandidatenländern fiel die durchschnittliche, tariflich vereinbarte Nominallohnsteigerung mit 8,1 % im Jahr 2002 und einem Anstieg auf 9,4 % im Jahr 2003 erheblich höher aus; auch die Reallöhne stiegen schneller als in den bisherigen EU-Mitgliedstaaten. In dieser Studie werden die Produktivität, die tariflich vereinbarten Lohnerhöhungen in ausgewählten Wirtschaftssektoren, Steigerungen der Durchschnittseinkommen und Mindestlöhne und geschlechtsspezifische Unterschiede in der Entlohnung untersucht.

In diesem Kontext besteht das Ziel dieses Jahresberichts (bzw. dieser Fortschreibung) des Europäischen Observatoriums für die Entwicklung der Arbeitsbeziehungen (EIRO), der auf Beiträgen seiner nationalen Zentren basiert, darin, allgemeine Tendenzen hinsichtlich der Lohnerhöhungen in den Jahren 2002 und 2003 innerhalb der EU-Mitgliedstaaten (und Norwegens) und der zehn Beitritts- und Kandidatenländer aufzuzeigen.

Die Lohnfestlegung ist wohl der Bereich der Arbeitsbeziehungen und Tarifverhandlungen, der die direktesten Auswirkungen auf die gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen hat und die Inflation, Arbeitslosigkeit usw. beeinflusst. Gemäß den Grundzügen der Wirtschaftspolitik der Mitgliedstaaten und der Gemeinschaft im Zeitraum 2003-2005, die im Juni 2003 vom Rat der Europäischen Union angenommen wurden, ist die Bewahrung solider makroökonomischer Bedingungen (neben der Politik der Zentralbanken und Regierungen) von der Lohnentwicklung abhängig. Die Lohnentwicklung sollte zu stabilen makroökonomischen Bedingungen und einer 'beschäftigungsfreundlichen' Mischung politischer Maßnahmen beitragen. Die Mitgliedstaaten sollten die geeigneten Rahmenbedingungen für die Lohnverhandlungen der Sozialpartner fördern. Dabei wird es als wichtig erachtet sicherzustellen, dass die Nominallohnerhöhungen mit Preisstabilität und Produktivitätsgewinnen vereinbar sind. Insbesondere sollten sich die Arbeitskosten bei einer möglichen zyklischen Erholung der Produktivität oder einem vorübergehenden Inflationsanstieg weiter maßvoll entwickeln. Nur so könnten die Unternehmen verstärkt in neue Arbeitsplätze investieren. Die Mitgliedstaaten sollten 'den makroökonomischen Dialog im Kontext einer produktivitätsorientierten Lohnpolitik' fördern. Die Leitlinien betonen außerdem, dass es als notwendig erachtet wird, die Löhne besser auf die Produktivität abzustimmen und dabei die Produktivitätsunterschiede hinsichtlich der Fähigkeiten und Arbeitsmarktbedingungen zu berücksichtigen.

Noch wichtiger ist womöglich in den zwölf Ländern des 'Euro-Gebiets' die Lohnentwicklung. Der Fortschritt der Wirtschafts- und Währungsunion (WWU) bringt es mit sich, dass der Entlohung als Ausgleich für ökonomisches Ungleichgewicht eine größere Bedeutung zukommt, da die Länder des Euro-Gebiets solche ökonomischen Anpassungen nicht mehr über Wechselkurse und Zinsen vornehmen können. Zudem gibt es seit der Einführung des Euro eine größere Transparenz bei Vergleichen der Löhne und Gehälter in Europa. Der Beitritt der zehn neuen Mitgliedstaaten zur EU im Mai 2004 fügt diesem Thema außerdem eine ganz neue Dimension hinzu. Die Löhne und Gehälter liegen in diesen Ländern deutlich unter dem Durchschnitt der bisherigen EU-Mitgliedstaaten, sodass ein großes Interesse dafür bestehen wird, wie sich die EU-Mitgliedschaft auf die Löhne in den neuen Mitgliedstaaten und wie sich die Erweiterung des Binnenmarktes um eine Gruppe von Ländern mit relativ niedrigem Lohnniveau auf die bisherigen Mitgliedstaaten auswirken wird.

In der bisherigen EU hatten sich die Nominallohnerhöhungen 2002 nach einem Anstieg in 2001 (TN0303102U) etwas abgeschwächt. Unter Berücksichtigung der Inflation waren die Reallöhne 2001 nicht sehr stark gestiegen, obwohl es Bedenken wegen einer Aushöhlung der Lohnzurückhaltung gegeben hatte, und diese Mäßigung verstärkte sich 2002 geringfügig. Rechnet man die Produktivität mit ein, konnten die Gewerkschaften in den meisten Ländern keine Lohnerhöhungen erreichen, die der Summe aus Inflation und Produktivitätszuwächsen zwischen 2001 und 2002 entsprechen. Es sah also so aus, als seien die wichtigsten Grundzüge der Lohnpolitik der EU - nach denen Nominallohnerhöhungen mit Preisstabilität vereinbar sein sollten und Reallohnerhöhungen nicht über das Wachstum der Arbeitsproduktivität hinausgehen sollten - in den meisten Mitgliedstaaten im Großen und Ganzen berücksichtigt worden. 2003 war ein Jahr, in dem in den meisten Mitgliedstaaten das Wirtschaftswachstum weiter stagnierte, die Arbeitslosigkeit zunahm und die Inflation sank. Möglicherweise wird erwartet, dass dies ein Argument für weitere Lohnmäßigung ist, wie sie von vielen Regierungen gefordert wird. Im Folgenden wird (unter anderem) untersucht, ob dies der Fall ist.

Dies kann aber nicht der Versuch sein, umfassende wissenschaftliche und vergleichbare Maßstäbe für den Lohnvergleich aufzustellen, da das EIRO kein statistischer Dienst ist und sinnvolle internationale Vergleiche im Bereich der Entlohnung besonders schwierig sind. Unterschiedliche nationale Systeme für die Lohnfestlegung, Arbeitsbeziehungen, Besteuerung und soziale Sicherheit sowie verschiedene Methoden für die Aufstellung und Präsentation von Lohn- und Gehaltsstatistiken erschweren Vergleiche zwischen den Ländern. Angesichts der Bedeutung der Entlohnung möchten wir jedoch nicht auf diese allgemeinen Angaben zu den jüngsten Entwicklungen verzichten, weisen aber auf die Probleme, Vorbehalte und Einschränkungen hin. Die angegebenen Abbildungen sind daher mit äußerster Vorsicht zu behandeln, und die verschiedenen Anmerkungen und Erläuterungen sollten sorgfältig gelesen werden.

Durchschnittliche tariflich vereinbarte Lohnerhöhungen

Tarifverhandlungen spielen in allen hier berücksichtigten 26 Ländern bei der Lohnfestlegung eine wichtige Rolle (TN0401101F). In der bisherigen EU (und Norwegen) sind sie in den meisten Fällen sogar von zentraler Bedeutung: der Anteil der Arbeitnehmer, deren Löhne und Gehälter und Arbeitsbedingungen zumindest in gewissem Maß durch Tarifverträge bestimmt werden, beträgt in allen Ländern mindestens zwei Drittel - mit Ausnahme von Luxemburg und dem Vereinigten Königreich (wo nur für etwas mehr als ein Drittel der Arbeitnehmer tariflich vereinbarte Löhne und Gehälter beziehen) - und sogar mehr als 90 % in Frankreich, Belgien, Schweden, Finnland und Italien. Die durchschnittliche Abdeckungsrate durch Tarifverträge liegt in den bisherigen EU-Ländern ungefähr bei drei Viertel der Arbeitnehmer. In den Ländern, die im Mai 2004 der EU beitreten, ist die Abdeckungsrate durch Tarifverträge allgemein niedriger, d. h. durchschnittlich vier von zehn Mitarbeitern sind von Tarifverträgen erfasst, wobei dieser Anteil in Ländern wie Slowenien, Zypern und der Slowakei höher ist. Am niedrigsten ist die Abdeckungsrate durch Tarifverträge in Estland und Lettland (höchstens ein Viertel). Insgesamt sind etwa zwei Drittel der Arbeitnehmer der erweiterten EU von Tarifverträgen erfasst.

Große Unterschiede herrschen in den Ländern darin, welche Rolle Tarifverhandlungen für die Lohnfestlegung spielen. Insbesondere die verschiedenen Verhandlungsebenen (sektorübergreifend, sektorbezogen, betrieblich usw.) spielen unterschiedliche Rollen, während die Bedeutung von Tarifverhandlungen für die Lohnfestlegung je nach Wirtschaftssektoren und Arbeitnehmergruppen sehr unterschiedlich ist.

Abbildung 1 zeigt die Zahlen für die durchschnittlichen tariflich vereinbarten Nominalerhöhungen der Grundlöhne in jedem Land (bzw. einer weitestgehend äquivalenten Kennzahl, wenn diese Zahlen nicht verfügbar sind). Diese Zahlen gelten mit einigen Ausnahmen für die gesamte Wirtschaft (siehe Anmerkungen unter der Tabelle). Für 2003 stehen in einigen Fällen noch keine Daten zur Verfügung. Abweichungen der Zahlen für 2002 von den Zahlen der EIRO-Lohnfortschreibung für 2002 (TN0303102U) lassen sich dadurch erklären, dass einige vorläufige oder unvollständige Zahlen durch zuverlässigere Zahlen ersetzt wurden und in einigen Fällen geeignetere Quellen gefunden und die verwendeten Daten entsprechend geändert wurden. (Bei diesen und nachfolgenden Abbildungen werden die Daten nach der Erhöhung [von der höchsten zur niedrigsten] für 2003 sortiert. Liegt für 2003 keine Zahl vor, erfolgt die Einstufung des Landes anhand seiner Zahl für 2002 im Vergleich zu den Zahlen für 2003 für die anderen Länder.)

Die großen Unterschiede zwischen den einzelstaatlichen Lohnfestlegungs- und Arbeitsbeziehungssystemen werden durch die unterschiedlichen Arten illustriert, auf die die in Abbildung 1 genannten Zahlen gewonnen werden. Freie Tarifverhandlungen, vorwiegend (obwohl nicht in allen Fällen vollständig) auf Sektorebene, spielen die wichtigste Rolle in Dänemark, Frankreich, Deutschland, Italien, den Niederlanden, Norwegen, Österreich, Portugal, Schweden, der Slowakei, Spanien und Zypern. Landesweite, sektorübergreifende Verträge dienen in Belgien, Finnland, Griechenland, Irland, Rumänien (vgl. aber die Anmerkung zu Abbildung 1), Slowenien und Spanien zur Festschreibung der relevanten Lohnerhöhungen oder zur Festlegung von Leitlinien für Verhandlungen auf untergeordneten Ebenen. Im Vereinigten Königreich und dem überwiegenden Teil der Beitritts- und Kandidatenländer sind Verhandlungen auf Unternehmensebene (oder Verhandlungen auf untergeordneten Ebenen innerhalb des Unternehmens) vorherrschend. In mehreren mittel- und osteuropäischen Ländern - Bulgarien, Estland, Lettland und Polen - ist es mangels ausreichender Abdeckung durch Tarifverhandlungen und/oder einer systematischen Datenerfassung unmöglich, Zahlen für die durchschnittlichen tariflich vereinbarten Lohnerhöhungen zu ermitteln (in Abbildung 1 werden daher andere Kennzahlen verwendet). Die automatische Lohnindexierung machte einen beträchtlichen Anteil der Lohnerhöhungen in Belgien und Luxemburg aus. Auch die Rolle der in der Abbildung genannten Lohnerhöhungen differiert: In Ländern wie Österreich, Dänemark, Frankreich und Italien handelt es sich bei den genannten Lohnerhöhungen um sektorbezogene Mindestbeträge, die dann auf untergeordneten Ebenen weiteren Verhandlungen unterliegen (oder im Falle von Österreich der Anwendung von auf Sektorebene vereinbarten tatsächlichen Lohnerhöhungen); in Ländern wie dem Vereinigten Königreich stellen die Zahlen dagegen eher tatsächliche Lohnerhöhungen dar.

Bleiben diese und andere Vorbehalte unberücksichtigt, geht aus Abbildung 1 Folgendes hervor. Zuerst werden die 15 EU-Mitgliedstaaten und Norwegen betrachtet (für Frankreich sind noch keine Daten für 2003 verfügbar).

  • Im Jahr 2002 lagen die nominalen Lohnerhöhungen zwischen 5,7 % in Norwegen (diese Zahl bezieht sich jedoch auf die Lohnerhöhungen insgesamt und umfasst mehr als die tariflich vereinbarten Erhöhungen) und 2,1 % in Italien. Lohnerhöhungen von 4 % und mehr waren in vier Ländern zu verzeichnen, Lohnerhöhungen von 3 bis 4 % in sieben Ländern und Lohnerhöhungen von 2 bis 3 % in fünf Ländern. Die durchschnittliche Lohnerhöhung betrug 3,5 %.

  • Im Jahr 2003 lagen die nominalen Lohnerhöhungen zwischen 4,5 % in Norwegen (siehe oben stehenden Punkt) und 2,2 % in Österreich (obwohl sich diese Zahl nur auf die sektorbezogenen Mindestwerte bezieht, nicht auf tatsächliche Lohnerhöhungen), Belgien (die Zahl bezieht sich nur auf Arbeiter und beinhaltet eine Lohnindexierung) und Italien. Lohnerhöhungen von 4 % und mehr waren in drei Ländern zu verzeichnen, Lohnerhöhungen von 3 bis 4 % in fünf Ländern und Lohnerhöhungen von 2 bis 3 % in sieben Ländern. Die durchschnittliche Lohnerhöhung betrug 3,1%.

  • Die durchschnittliche Lohnerhöhung sank somit zwischen 2002 und 2003 um 0,4 Prozentpunkte, nachdem sie bereits von 3,8 % im Jahr 2001 auf 3,5 % im Jahr 2002 gesunken war. Es scheint somit seit 2002 eine Tendenz zu maßvolleren Lohnabschlüssen zu geben. Zuvor hatte es eine steigende Tendenz gegeben, als nämlich die durchschnittliche Lohnerhöhung von 2,9 % im Jahr 1999 (gesunken von 3,1 % im Jahr 1998) auf 3,2 % im Jahr 2000 und auf 3,8 % im Jahr 2001 zugenommen hatte.

  • Zwischen den nominalen Lohnsteigerungsraten in den verschiedenen betrachteten Ländern des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) scheint neuerdings eine gewisse Konvergenz zu bestehen. Die Spanne zwischen den höchsten und niedrigsten Steigerungsraten fiel von 5,4 Prozentpunkten im Jahr 2001 auf 3,6 Punkte im Jahr 2002 und 2,3 Punkte im Jahr 2003. 2002 lagen die Steigerungen in zehn Ländern innerhalb eines Prozentpunktes der gesamten durchschnittlichen Steigerung, während dies 2003 auf alle Länder zutraf (mit Ausnahme Norwegens), für die Informationen verfügbar sind.

  • Wird aus den jährlichen Lohnerhöhungen ein Mittelwert für den Fünfjahreszeitraum 1999-2003 gebildet, können die 16 Länder wie folgt eingeteilt werden: Länder mit 'geringem' nominalem Lohnzuwachs - diejenigen Länder mit Lohnerhöhungen von durchschnittlich 2 bis 3 % (Österreich, Dänemark, Finnland, Frankreich, Deutschland und Italien); Länder mit 'mittlerem' nominalem Lohnzuwachs - diejenigen Länder mit Lohnerhöhungen von durchschnittlich 3 bis 4 % (Belgien, die Niederlande, Portugal, Spanien, Schweden und das VK); und Länder mit 'hohem' nominalem Lohnzuwachs - diejenigen Länder mit Lohnerhöhungen von durchschnittlich mehr als 4 % (Griechenland, Irland, Luxemburg und Norwegen). Insgesamt betrug die durchschnittliche Lohnerhöhung im Fünfjahreszeitraum 3,3 %.

  • Es gibt auch divergierende Tendenzen hinsichtlich der Lohnerhöhungen in den verschiedenen Ländern. Während die durchschnittliche Lohnerhöhung zwischen 2002 und 2003 in zehn der fünfzehn Länder, für die Zahlen für diesen Zeitraum vorliegen, sank (wobei die Lohnzurückhaltung in Griechenland, Belgien, Irland, den Niederlanden und Portugal am stärksten ausgeprägt war) und damit dem allgemeinen Abwärtstrend folgte, erhöhte sich die Steigerungsrate in vier Ländern (insbesondere Finnland und Spanien) und blieb in einem Land stabil. Bei Betrachtung des im Jahr 1999 beginnenden Fünfjahreszeitraums spiegelte sich die durchschnittliche allgemeine Tendenz - Zuwachsraten zwischen 1999 und 2001 und schließlich ein Rückgang in 2002 und 2003 - in unterschiedlichem Maße in Österreich, Belgien, Finnland, Irland, Luxemburg und den Niederlanden wider. Das gleiche galt bis 2002 für Finnland, Italien, Spanien und das VK, bis alle dieser vier Länder 2003 dem allgemeinen Abwärtstrend folgten. Nur in Schweden blieb die Entwicklung im gesamten Zeitraum nahezu stabil. In Deutschland war im überwiegenden Teil des Zeitraums eine gegenläufige Tendenz zu verzeichnen. Ansonsten wiesen nur wenige Länder eine klare Tendenz hinsichtlich der nominalen Lohnerhöhungen auf, während es bei den meisten von Jahr zu Jahr zu Ausschlägen nach oben und nach unten kam. Bezogen auf die Stärke der Schwankungen bei den jährlichen Lohnerhöhungen im Zeitraum 1999-2003 scheinen die Länder mit der größten Stabilität Schweden, Dänemark, das VK, Österreich, Italien, Luxemburg und Deutschland zu sein (in allen Fällen liegt die Schwankung zwischen den höchsten und den geringsten jährlichen Steigerungsraten bei weniger als einem Prozentpunkt), während die Länder mit der geringsten Stabilität Irland, Frankreich und Griechenland sind.

Werden nur die 12 Länder des Euro-Gebiets betrachtet (für Frankreich liegen für 2003 keine Daten vor), ergibt sich folgendes Bild.

  • Im Jahr 2002 lagen die nominalen Lohnerhöhungen zwischen 5,4 % (durch eine landesweite Vereinbarung festgelegte Erhöhung der Mindestsätze) in Griechenland und 2,1 % in Italien. Lohnerhöhungen von 4 % und mehr waren in drei Ländern zu verzeichnen, Lohnerhöhungen von 3 bis 4 % in fünf Ländern und Lohnerhöhungen von 2 bis 3 % in vier Ländern. Die durchschnittliche Lohnerhöhung betrug 3,4 %.

  • Im Jahr 2003 lagen die nominalen Lohnerhöhungen zwischen 4,0 % in Irland und Luxemburg und 2,2 % in Österreich, Belgien und Italien. Lohnerhöhungen von 4 % und mehr waren in zwei Ländern zu verzeichnen, Lohnerhöhungen von 3 bis 4 % in drei Ländern und Lohnerhöhungen von 2 bis 3 % in sechs Ländern. Die durchschnittliche Lohnerhöhung betrug 3,0%.

  • Diese Zahlen zeigen, dass die durchschnittlichen nominalen Lohnerhöhungen in den Euro-Ländern in den Jahren 2002 und 2003 etwas niedriger (um 0,1 Prozentpunkt) lagen als in der EU und dem EWR insgesamt. Es gab keinen allgemeinen Unterschied zwischen den beiden Ländergruppen im Hinblick auf den allgemeinen durchschnittlichen Abwärtstrend zwischen 2002 und 2003 oder der allgemeinen Konvergenz bei Lohnerhöhungen.

Bei der gesamten Gruppe der zehn untersuchten Beitritts- und Kandidatenländer wurden die folgenden wichtigen Punkte festgestellt:

  • Im Jahr 2002 lagen die nominalen Lohnerhöhungen zwischen 16,2 % in Rumänien (durch eine landesweite Vereinbarung festgelegte Erhöhung der Mindestsätze, vgl. aber Anmerkung zu Abbildung 1) und 2,5 % in Zypern und auf Malta. Lohnerhöhungen von 10 % und mehr waren in vier Ländern zu verzeichnen, Lohnerhöhungen von 5 bis 10 % in drei Ländern und Lohnerhöhungen von 2 bis 5 % in drei Ländern. Die durchschnittliche Lohnerhöhung betrug 8,1 %.

  • Im Jahr 2003 lagen die nominalen Lohnerhöhungen zwischen 41,5 % in Rumänien (durch eine landesweite Vereinbarung festgelegte Erhöhung der Mindestsätze, vgl. aber Anmerkung zu Abbildung 1) und 1,5 % in Zypern. Lohnerhöhungen von 10 % und mehr waren in zwei Ländern zu verzeichnen, Lohnerhöhungen von 5 bis 10 % in fünf Ländern und Lohnerhöhungen von 2 bis 5 % in drei Ländern. Die durchschnittliche Lohnerhöhung betrug 9,4 %.

  • Die durchschnittliche Lohnerhöhung lag damit in den zehn Beitritts- und Kandidatenländern sowohl 2002 als auch 2003 deutlich über dem Durchschnittswert in der bisherigen EU (einschließlich Norwegen). 2002 war sie 2,3 mal so hoch und 2003 dreimal so hoch.

  • Während im Durchschnitt die Löhne in den Beitritts- und Kandidatenländern 2002 und 2003 um 1,3 Prozentpunkte stiegen, sank die Steigerungsrate in sechs von zehn dieser Länder, insbesondere in Bulgarien, Estland, Ungarn und Slowenien. Grund für den Gesamtanstieg ist vor allem die massive Steigerung (um 25,3 Punkte) in Rumänien (diese Zahl spiegelt aber nicht die tatsächlichen durchschnittlichen Lohnsteigerungen in diesem Land wider - siehe Anmerkung zu Abbildung 1).

Bulgarien und Rumänien werden der EU voraussichtlich erst 2007 beitreten, und die Tendenzen bei der Entlohnung scheinen dort in eine andere Richtung zu laufen als in den acht untersuchten Ländern, die im Mai 2004 beitreten, und so die Durchschnittszahlen etwas durcheinander zu bringen (insbesondere in Rumänien, wo die verwendeten Zahlen in jedem Fall etwas irreführend sind). Nimmt man diese beiden Länder aus und betrachtet nur Zypern, Estland, Ungarn, Lettland, Malta, Polen, die Slowakei und Slowenien, so ergibt sich folgendes Bild:

  • Im Jahr 2002 lagen die nominalen Lohnerhöhungen zwischen 11,5 % in Estland und 2,5 % in Zypern und Malta. Lohnerhöhungen von 10 % und mehr waren in zwei Ländern zu verzeichnen, Lohnerhöhungen von 5 bis 10 % in drei Ländern und Lohnerhöhungen von 2 bis 5 % in drei Ländern. Die durchschnittliche Lohnerhöhung betrug 6,5 %.

  • Im Jahr 2003 lagen die nominalen Lohnerhöhungen zwischen 10,9 % in Lettland und 1,5 % in Zypern und Malta. Lohnerhöhungen von 10 % und mehr waren in einem Land zu verzeichnen, Lohnerhöhungen von 5 bis 10 % in vier Ländern und Lohnerhöhungen von 2 bis 5 % in drei Ländern. Die durchschnittliche Lohnerhöhung betrug 5,8 %.

  • Der Durchschnitt der Lohnerhöhungen lag 2002 und 2003 in den acht neuen Mitgliedstaaten deutlich über dem Durchschnitt in der bisherigen EU (und Norwegen). Dies könnte darauf hinweisen, dass die Lohntendenzen in den neuen Mitgliedstaaten sich in gewissem Maß nach unten an die Werte in der bisherigen EU angepasst haben, je näher ihr Beitritt bevorstand.

  • Die Tatsache, dass die durchschnittlichen Lohnerhöhungen in den neuen Mitgliedstaaten über denen in der bisherigen EU liegen, verdeckt eine große Bandbreite an Variationen. Sowohl 2002 als auch 2003 lagen die Steigerungen in Zypern, Malta und Polen ungefähr auf gleicher Höhe oder unter dem EU-Durchschnitt.

Zusammen mit den acht neuen Ländern, die der EU 2004 beitreten, kommt die EU insgesamt auf durchschnittliche vereinbarte Lohnerhöhungen von 4,4 % im Jahr 2002 und 4,0 % im Jahr 2003. Durch die Einbeziehung der neuen Mitgliedstaaten wird der EU-Durchschnitt also angehoben. Da sich dieser Effekt aber geringfügig von 1, 1 Prozentpunkten im Jahr auf 1,0 Prozentpunkte im Jahr 2003 verringert hat, steht zu erwarten, dass dieser Effekt sich im Laufe der Zeit abschwächen und sogar verschwinden wird.

Die durchschnittliche Steigerung betrug für alle untersuchten Länder (26 im Jahr 2002 und 25 im Jahr 2003) 5,2 % im Jahr 2002 und stieg auf 5,6 % im Jahr 2003 (wobei der Rückgang von 4,8 % auf 4,1 % in Rumänien nicht berücksichtigt ist).

Abbildung 1. Durchschnittliche tariflich vereinbarte Lohnerhöhungen, 2002 und 2003 (%)

Abbildung 1. Durchschnittliche tariflich vereinbarte Lohnerhöhungen, 2002 und 2003 (%)

Anmerkungen zu den Durchschnittswerten: Gesamtdurchschnitt für 26 Länder in 2002 und 25 Länder in 2003; Durchschnitt für die EU und Norwegen für 16 Länder in 2002 und 15 Länder in 2003; EU-Durchschnitt für 15 Länder in 2002 und 14 Länder in 2003; Durchschnitt des Euro-Gebiets für 12 Länder in 2002 und 11 Länder in 2003; Durchschnitt der Beitritts-/Kandidatenländer für 10 Länder in beiden Jahren; Durchschnitt der neuen Mitgliedstaaten in 2004 (Länder, die der EU im Mai 2004 beitreten) für 8 Länder in beiden Jahren; Durchschnitt der erweiterten EU für 23 Länder in 2002 und 22 Länder in 2003.

Quelle: EIRO.

Die Statistik in Abbildung 1 sollte in Verbindung mit folgenden Anmerkungen gelesen werden:

  • Österreich: Die Zahl für 2002 basiert auf dem Index der vereinbarten Mindestlöhne von Statistik Austria; die Zahl für 2003 ist ein auf den Bestimmungen der wichtigsten Tarifverträge basierender EIRO-Schätzwert.

  • Belgien: Die Zahlen beziehen sich nur auf Arbeiter (die entsprechenden Zahlen für Angestellte lagen bei 2,9 % im Jahr 2002 und bei 1,9 % im Jahr 2003); die Zahlen entsprechen der Summe der tariflich vereinbarten Lohnerhöhungen - 1,5 % im Jahr 2002 und 0,4 % im Jahr 2003 für Arbeiter (1,2 % im Jahr 2002 und 0,1 % im Jahr 2003 für Angestellte), zuzüglich der automatischen Lohnindexierung und der Auswirkungen von Arbeitszeitverkürzungen; die Zahlen, die vom Arbeits- und Arbeitsministerium (SPF Emploi, Travail et Concertation sociale/FOD Werkgelegenheid, Arbeid en Sociaal Overleg) stammen, gelten bis September der jeweiligen Jahre.

  • Bulgarien: Für die durchschnittlichen tariflich vereinbarten Lohnerhöhungen liegen keine Zahlen vor (lückenhafte Abdeckung durch Tarifverträge); die vorgelegten Statistiken vom Nationalen Statistikinstitut (NSI) gelten für die durchschnittlichen Einkommenssteigerungen; die Zahl für 2003 bezieht sich auf die Steigerung in den ersten beiden Quartalen gegenüber den ersten beiden Quartalen des Vorjahres.

  • Zypern: Zahlen der Pancyprian Federation of Labour (PEO).

  • Dänemark: Es sind keine allgemeinen Zahlen verfügbar; die verwendeten Zahlen beziehen sich auf die Vereinbarung für die Schlüsselindustrie, bei der das 'Mindestlohnsystem' Anwendung findet, in dem sektorbezogene Verträge nur Mindestsätze festlegen und es durch nachfolgende lokale Verhandlungen zu weiteren Lohnerhöhungen kommt; die Zahl für 2002 gibt die Erhöhung ab März 2002 an und die Zahl für 2003 die Erhöhung ab März 2003.

  • Estland: Für die durchschnittlichen tariflich vereinbarten Lohnerhöhungen liegen keine Zahlen vor (Datenerfassung befindet sich noch im Entwicklungsstadium, lückenhafte Abdeckung durch Tarifverträge); die vorgelegten Statistiken sind die in einer Lohnerhebung des Statistikamts von Estland (Statistikaamet, ESA) ermittelten Lohnerhöhungen; die Zahl für 2003 bezieht sich auf die Steigerung in den ersten drei Quartalen gegenüber den ersten drei Quartalen des Vorjahres.

  • Finnland: Die Zahl für 2002 bezieht sich auf die durchschnittliche jährliche Erhöhung der Arbeitskosten im Rahmen der Vereinbarung von 2001-2002 zur zentralen Einkommenspolitik (die für 2002 eine allgemeine Lohnerhöhung von FIM 1,07 pro Stunde oder FIM 179 pro Monat ab März bei einer Mindesterhöhung von 1,9 % zuzüglich weiteren 0,3 % für die sektorbezogene Verteilung vorsah); die Zahl für 2003 bezieht sich auf die durchschnittliche jährliche Erhöhung der Arbeitskosten im Rahmen der Vereinbarung von 2003-2004 zur zentralen Einkommenspolitik (die für 2003 eine allgemeine Lohnerhöhung von EUR 0,17 pro Stunde oder EUR 28,39 pro Monat ab März bei einer Mindesterhöhung von 1,8 % zuzüglich 0,8 % für die sektorbezogene Verteilung sowie ein 'Gleichstellungselement' von 0,3 % vorsah, das je nach Gleichgewicht zwischen den Geschlechtern in jedem Sektor zahlbar ist).

  • Frankreich: Die Zahl, die vom Amt für Forschung und Statistik des Arbeitsministeriums (Direction de l'animation de la recherche, des études et des statistiques du ministère de l'Emploi, DARES) stammt, bezieht sich auf die gewichtete durchschnittliche jährliche Erhöhung der tariflich vereinbarten Mindestlohntarife (die entsprechende Zahl für 2001 lautete 3,9 %); die durchschnittliche Erhöhung der sektorbezogenen tariflich vereinbarten Lohn- und Gehaltstarife betrug 2002 2,6 % (3,6 % im Jahr 2001).

  • Deutschland: Die Zahlen, die aus dem Tarifvertragsarchiv des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) stammen, stellen die jährliche durchschnittliche Tariflohnerhöhung pro Arbeitnehmer dar.

  • Griechenland: Die Zahlen beziehen sich auf die Erhöhungen der Mindestsätze gemäß den landesweiten allgemeinen Tarifverträgen für die Jahre 2002-2003; wenn die Erhöhungen am Ende des Jahres nicht mindestens einen Prozentpunkt über der Inflationsrate lagen, mussten die Löhne entsprechend angehoben werden.

  • Ungarn: Die Zahl für 2002 ist der gewichtete Mittelwert der Lohnerhöhungen in Unternehmenstarifverträgen - EIRO-Berechnung basierend auf der Datenbank des Beschäftigungs- und Arbeitsministeriums. Die Zahl für 2003 stammt ebenfalls vom Beschäftigungs- und Arbeitsministerium.

  • Irland: Die Zahl für 2002 entspricht der Zahlung in Höhe von 4 % für den privaten und den öffentlichen Sektor im Rahmen der dritten (und letzten) Phase des landesweiten Tarifvertrags des Programms für Wohlstand und Gerechtigkeit (Programme for Prosperity and Fairness- PPF) sowie einer zusätzlichen Zahlung in Höhe von 1 %, die im Anschluss an eine Überprüfung des PPF, gewährt wurde, um den Arbeitnehmern einen Ausgleich für die starke Inflation zu gewähren; die dritte Phase galt im privaten Sektor bis 31. Dezember 2002 und im öffentlichen Sektor bis 30. Juni 2003. Die Zahl für 2003 bezieht sich nur auf den privaten Sektor und steht für die Erhöhung um 3 % im Rahmen der landesweiten Tarifvereinbarung mit einer Laufzeit von 18 Monaten für 2003-2004 (Sustaining Progress) und deckt die ersten neun Monate der Vereinbarung ab, zuzüglich der Hälfte der 2-prozentigen Erhöhung für die nächsten sechs Monate der Vereinbarung. Im öffentlichen Sektor gelten andere und komplexere Entlohnungsvereinbarungen: eine sechsmonatige Zahlungspause zwischen Juli 2003 und Ende Dezember 2003 folgte nach Ablauf des PPF im öffentlichen Sektor, die ersten 3 % aus Sustaining Progress wurden erst am 1. Januar 2004 gezahlt (die rund 250 000 Beschäftigen im öffentlichen Sektor erhielten jedoch über die landesweiten Tarifvereinbarungen hinaus zusätzliche Lohnerhöhungen in Form von leistungsabhängigen Erhöhungen ('Benchmarking'), die sich im Durchschnitt auf 8,9 % beliefen und in drei Raten von 25 % [rückwirkend zum 1. Dezember 2001], 50 % [ab 1. Januar 2004] und 25 % [ab Juni 2005] ausgezahlt wurden).

  • Italien: Zahlen aus dem monatlichen Lohnindex des Nationalen Statistikinstituts (Istituto Nazionale di Statistica, Istat).

  • Lettland: Keine Zahlen für durchschnittliche tariflich vereinbarte Lohnerhöhungen verfügbar; die vom zentralen Statistikamt (Centrala statistikas parvalde, CSP) bereitgestellten Statistiken betreffen die durchschnittlichen Erhöhungen der Nettolöhne und -gehälter der Beschäftigten.

  • Luxemburg: Keine offizielle Statistik verfügbar; die Zahlen stellen den Mittelwert der geschätzten Spanne der Lohnerhöhungen dar, zuzüglich einer jährlichen automatischen Lohnindexierung in Höhe von 2,5 %.

  • Malta: Die Zahlen der Wirtschaftserhebung der wirtschaftspolitischen Abteilung der Regierung (Economic Policy Division) beziehen sich jeweils auf 12 Monate bis September eines Jahres.

  • Niederlande: Zahlen vom Zentralen Statistikamt (Centraal Bureau voor de Statistiek, CBS); die Zahl für 2003 ist ein Schätzwert, der auf Tarifverträgen basiert, die 80 % der Beschäftigten abdecken.

  • Norwegen: Es gibt keine zuverlässigen Zahlen zu tariflich vereinbarten Grundlohnerhöhungen für alle Arbeitnehmer; die angegebenen Zahlen, vom Technischen Ausschuss für Einkommensberechnung (Teknisk Beregningsutvalg, TBU), stellen die gesamten jährlichen Lohnerhöhungen dar (einschließlich Lohndrift- und 'Übertragungs'-Effekten aus vorangegangenen Jahren) dar; die Zahl für 2003 wird vom TBU mit 4,5 % angegeben.

  • Polen: Keine Zahlen für die durchschnittlichen tariflich vereinbarten Lohnerhöhungen verfügbar; die vom Zentralen Statistikamt Polens (Glówny Urzad Statystyczny, GUS) vorgelegten Zahlen beziehen sich auf Durchschnittslohnerhöhungen; die Zahl für 2003 gilt für das Jahr bis November.

  • Portugal: Die Zahlen stammen vom Ministerium für soziale Sicherheit und von der Generaldirektion für Beschäftigung und Arbeitsbeziehungen (Direcção Geral do Emprego e das Relações de Trabalho, DGERT); die Zahl für 2003 bezieht sich auf das Jahr bis September.

  • Rumänien: Die Zahlen beziehen sich auf die im dreigliedrig vereinbarten 'landesweiten Tarifvertrag' festgelegten Erhöhungen, die die grundlegenden Eckpfeiler für die Arbeitsbedingungen abstecken; Tarifverträge legen nur die tariflich vereinbarte Grundvergütung fest, die je nach Verhältnis zwischen dem vereinbarten Mindestlohn und der Entlohnung verschiedener Gruppen von Arbeitern nur begrenzte Aussagekraft für die Durchschnittslöhne hat; die großen Erhöhungen der tariflich vereinbarten Mindestlöhne, die in der Tabelle für 2002 und 2003 ausgewiesen sind, haben sich also möglicherweise bei den meisten Arbeitern nicht in ihrer tatsächlichen Entlohnung niedergeschlagen.

  • Slowakei: Die Zahlen sind Schätzwerte von EIRO.

  • Slowenien: Die Zahlen beziehen sich nur auf den privaten Sektor und drücken die Erhöhungen der Mindest- und Anfangslohntarife aus, die in der dreigliedrigen Vereinbarung zur Lohnpolitik für 2002-2004 festgelegt wurden; die entsprechende Vereinbarung für den öffentlichen Sektor sah für 2002 eine Erhöhung von 3,4 % und für 2003 von 5,0 % vor.

  • Spanien: Die Zahlen aus den Veröffentlichungen zur Arbeitsstatistik des Ministeriums für Arbeit und Soziales (MTAS), beziehen sich auf den gewichteten Mittelwert der vereinbarten Lohnerhöhungen in den ersten zehn Monaten eines Jahres.

  • Schweden: Für durchschnittliche, tariflich vereinbarte Lohnerhöhungen sind keine Zahlen verfügbar; die Zahlen stellen einen auf den in der Tarifrunde im Frühjahr 2001 geschlossenen Dreijahresverträgen basierenden Schätzwert dar, einschließlich 0,5 % als geschätzte Auswirkung der Arbeitszeitverkürzung in jedem Jahr.

  • VK: Zahlen aus dem Tarifbericht 8 von November 2003 des Amtes für Arbeitsforschung (Labour Research Department- LRD); die Daten stellen die Mittelwerte der Verträge dar; die Zahl für 2003 gilt für die zwölf Monate bis Oktober.

Reallohnerhöhungen

Abbildung 1 bezieht sich auf nominale Lohnerhöhungen. Um die Reallohnerhöhungen zu ermitteln, wird in Abbildung 2 eine Inflationsanpassung der Lohnerhöhungen vorgenommen, bei der die Jahresdurchschnittssätze der Inflation für die Zeiträume Dezember 2001 - Dezember 2002 beziehungsweise Dezember 2002 - Dezember 2003 gemäß der Berechnung anhand des harmonisierten Verbraucherpreisindex (Harmonised Index of Consumer Prices - HICP) von Eurostat abgezogen werden. Da es für Bulgarien (Nationales Statistikinstitut), Malta (Central Office of Statistics) und Rumänien (Nationales Statistikinstitut) keine entsprechenden Zahlen für die Inflation gibt, werden nationale Quellen verwendet (ebenso für Norwegen in 2003). Für die EU-15 insgesamt fiel die Inflation im Jahr 2002 von einem Durchschnittswert von 2,2 % im Zeitraum Dezember 2001 - Dezember 2002 auf einen Durchschnittswert von 1,8 % im Zeitraum Dezember 2002 - Dezember 2003.

Abbildung 2. Durchschnittliche tariflich vereinbarte Lohnerhöhungen, inflationsbereinigt, 2002 und 2003 (%)

Abbildung 2. Durchschnittliche tariflich vereinbarte Lohnerhöhungen, inflationsbereinigt, 2002 und 2003 (%)

Anmerkungen zu den Durchschnittswerten: Gesamtdurchschnitt für 26 Länder in 2002 und 25 Länder in 2003; Durchschnitt für die EU und Norwegen für 16 Länder in 2002 und 15 Länder in 2003; EU-Durchschnitt für 15 Länder in 2002 und 14 Länder in 2003; Durchschnitt des Euro-Gebiets für 12 Länder in 2002 und 11 Länder in 2003; Durchschnitt der Beitritts-/Kandidatenländer für 10 Länder in beiden Jahren; Durchschnitt der neuen Mitgliedstaaten in 2004 (Länder, die der EU im Mai 2004 beitreten) für 8 Länder in beiden Jahren; Durchschnitt der erweiterten EU für 23 Länder in 2002 und 22 Länder in 2003.

Quelle: EIRO.

Sieht man sich zunächst die bisherige EU und Norwegen an, zeigt Abbildung 2 die folgenden Tendenzen auf.

  • Die betreffenden Arbeitnehmer erhielten im Jahr 2002 in zwölf Ländern Reallohnerhöhungen, aber in vier Ländern (Dänemark, Italien, Portugal und Spanien) wurden ihre nominalen Lohnerhöhungen durch die Inflation aufgefressen (obwohl die Zahlen für die Lohnerhöhung in einigen Fällen Mindestwerte darstellen, die späteren Tarifverhandlungen unterliegen). Im Jahr 2003 sank die Zahl der Länder, in denen die Inflation die nominale Lohnerhöhung überstieg, auf nur eines (Italien war das einzige Land, in dem die Arbeitnehmer in beiden Jahren draufzahlten).

  • Im Jahr 2002 lagen die nominalen Lohnerhöhungen zwischen 3,1 % in Norwegen (diese Zahl bezieht sich jedoch auf die Lohnsteigerungen insgesamt und umfasst mehr als die tariflich vereinbarten Erhöhungen) und -1,0 % in Spanien, d. h. eine etwas größere Spanne als bei den nominalen Erhöhungen. Lohnerhöhungen von 2 % und mehr waren in zwei Ländern zu verzeichnen, Lohnerhöhungen von 1 % bis 2 % in fünf Ländern, Lohnerhöhungen unter 1 % in fünf Ländern und Rückgänge von bis zu -1 % in vier Ländern. Die durchschnittliche Erhöhung betrug 0,9 % (jedoch 0,7 % ohne das nicht zur EU gehörende Norwegen, wo die Erhöhung 2002 besonders hoch war).

  • Im Jahr 2003 lag die Spanne der Reallohnerhöhungen zwischen 2,0 % in Norwegen (siehe vorstehender Punkt) und -0,3 % in Italien - eine etwas kleinere Spanne als in 2002 und als bei den nominalen Lohnerhöhungen in 2003. In einem Land waren Erhöhungen von mehr als 2 % zu verzeichnen, in acht Ländern waren Erhöhungen von 1 bis 2 % zu verzeichnen, in fünf Ländern waren Erhöhungen von 0 bis 1 % zu verzeichnen und in einem Land kam es zu einem Rückgang von bis zu -1 %. Die Konvergenz war somit eher größer als im Jahr 2002. Die durchschnittliche Lohnerhöhung lag bei 1,1 %.

  • Die durchschnittliche Reallohnerhöhung stieg somit zwischen 2002 und 2003 um 0,2 Prozentpunkte, im Vergleich zu einem Rückgang um 0,5 Prozentpunkte bei den nominalen Löhnen, was wahrscheinlich größtenteils auf die sinkende Inflation zurückzuführen ist. Die Reallöhne waren zwischen 2001 und 2002 leicht gestiegen. Dies folgte auf einen Anstieg um 0,3 Prozentpunkte zwischen 2000 und 2001, dem ein Rückgang um 0,9 Prozentpunkte zwischen 1999 und 2000 vorausgegangen war. Bei den Reallöhnen war zwischen 2002 und 2003 in zehn Ländern (insbesondere in Spanien, Portugal, Finnland und Dänemark) eine Steigerung zu verzeichnen, während sie in fünf Ländern (insbesondere in Belgien, Norwegen und Griechenland) sanken. Während des Fünfjahreszeitraums 1999-2003 sind nur wenige Tendenzen bei den Reallohnerhöhungen in den betrachteten Ländern erkennbar. Bezogen auf die Stärke der Schwankungen bei den jährlichen Lohnerhöhungen im Zeitraum 1999-2003 - die tendenziell sehr viel größer sind als bei Nominallohnerhöhungen - scheinen die Länder mit der größten Stabilität Italien und das VK zu sein (in allen Fällen liegt die Schwankung zwischen den höchsten und den geringsten jährlichen Steigerungsraten bei einem Prozentpunkt), während die Länder mit der geringsten Stabilität Deutschland, Irland und Belgien sind.

  • Wird aus den jährlichen Reallohnerhöhungen ein Mittelwert für den Fünfjahreszeitraum 1999-2003 gebildet, können die 16 Länder wie folgt eingeteilt werden: Länder mit 'negativem' Reallohnzuwachs - diejenigen Länder mit Lohnerhöhungen unter null (Italien und Spanien); Länder mit 'geringem' Reallohnzuwachs - diejenigen Länder mit Lohnerhöhungen von durchschnittlich unter 1 % (Österreich, Dänemark, Finnland, die Niederlande und Portugal); und Länder mit 'mittlerem' Reallohnzuwachs - diejenigen Länder mit Lohnerhöhungen von durchschnittlich mehr als 1 - 2 % (Belgien, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Irland, Luxemburg, Schweden und VK); und Länder mit 'hohem' Reallohnzuwachs - diejenigen Länder mit Lohnerhöhungen von durchschnittlich 2 % oder mehr (Norwegen).

Betrachtet man nur die Länder des Euro-Gebiets, ist Folgendes festzustellen:

  • Im Jahr 2002 lagen die Reallohnerhöhungen zwischen 2,3 % in Belgien und -1,0 %  in Spanien. Lohnerhöhungen von 2 % und mehr waren in einem Land zu verzeichnen, Lohnerhöhungen von 1 % bis 2 % in drei Ländern, Lohnerhöhungen unter 1 % in fünf Ländern und Rückgänge von bis zu -1 % in drei Ländern. Die durchschnittliche Lohnerhöhung lag bei 0,7 % - etwas niedriger als der gesamte EU/EWR-Durchschnitt von 0,9 %.

  • Im Jahr 2003 lagen die Reallohnerhöhungen zwischen 1,7 % in Finnland und -0,3 % in Italien. Lohnerhöhungen von 2 % und mehr waren in zwei Ländern zu verzeichnen, Lohnerhöhungen von 1 % bis 2 % in fünf Ländern, Lohnerhöhungen unter 1 % in fünf Ländern und Rückgänge von bis zu -1 % in einem Land. Die durchschnittliche Lohnerhöhung lag bei 1,0 % - etwas niedriger als der gesamte EU/EWR-Durchschnitt von 1,1 %.

  • Die durchschnittliche Reallohnerhöhung stieg somit zwischen 2002 und 2003 um 0,3 Prozentpunkte (etwas höher als der EU/EWR-Durchschnitt), im Vergleich zu einem Rückgang um 0,4 Prozentpunkte bei den nominalen Löhnen (0,5 in allen untersuchten EU/EWR-Ländern).

  • Diese Zahlen zeigen, dass die Reallohnerhöhungen in den Euro-Ländern in den Jahren 2002 und 2003 (gegenüber dem Zeitraum 1998-2001) etwas niedriger lagen als in der EU und dem EWR insgesamt.

Bei der gesamten Gruppe der zehn untersuchten Beitritts- und Kandidatenländer wurden die folgenden wichtigen Punkte festgestellt:

  • Im Jahr 2002 lagen die Reallohnerhöhungen zwischen 8,8 % in Estland und -5,1 % in Rumänien. Lohnerhöhungen von 5 % und mehr waren in vier Ländern zu verzeichnen, Lohnerhöhungen von 2 % bis 5 % in zwei Ländern, Lohnerhöhungen unter 2 % in zwei Ländern und Rückgänge in zwei Ländern. Die durchschnittliche Lohnerhöhung betrug 2,8 %.

  • Im Jahr 2003 lagen die Reallohnerhöhungen zwischen 25,1 % in Rumänien und -2,0 % in der Slowakei. Lohnerhöhungen von 10 % und mehr waren in einem Land zu verzeichnen, Lohnerhöhungen von 5 % bis 10 % in drei Ländern, Lohnerhöhungen von 2 % bis 5 % in einem Land, Lohnerhöhung bis 2 % in drei Ländern und Rückgänge in zwei Ländern. Die durchschnittliche Lohnerhöhung betrug 4,7 %.

  • Die durchschnittliche Reallohnsteigerung lag damit in den zehn Beitritts- und Kandidatenländern sowohl 2002 als auch 2003 deutlich über dem Durchschnittswert in der bisherigen EU (einschließlich Norwegen). 2002 war sie 3,1 mal so hoch und 2003 4,3 mal so hoch.

  • Während im Durchschnitt die Löhne in den Beitritts- und Kandidatenländern zwischen 2002 und 2003 um 1,9 Prozentpunkte stiegen, sank die Steigerungsrate in sechs von zehn dieser Länder. Die Gesamtsteigerung ist im Wesentlichen auf eine bedeutende Veränderung (von 30,2 Punkten zwischen einem Rückgang um -5,1 % im Jahr 2002 und einer Erhöhung von 25,1 % im Jahr 2003, vgl. aber die Anmerkung zu Abbildung 1 zur Bedeutung der zu Grunde gelegten Zahlen) in Rumänien zurückzuführen.

Betrachtet man nur die acht untersuchten Länder, die der EU im Mai 2004 beitreten (ohne Bulgarien und Rumänien), so ergibt sich folgendes Bild.

  • Im Jahr 2002 lagen die Reallohnerhöhungen zwischen 8,8 % in Estland und -0,6 % in Zypern. Lohnerhöhungen von 5 % und mehr waren in drei Ländern zu verzeichnen, Lohnerhöhungen von 2 % bis 5 % in zwei Ländern, Lohnerhöhungen unter 2% in zwei Ländern und Rückgänge in einem Land. Die durchschnittliche Lohnerhöhung betrug 3,3 %.

  • Im Jahr 2003 lagen die Reallohnerhöhungen zwischen 7,4 % in Lettland und -2,0 % in der Slowakei. Lohnerhöhungen von 5 % und mehr waren in zwei Ländern zu verzeichnen, Lohnerhöhungen von 2 % bis 5 % in einem Land, Lohnerhöhungen bis 2% in drei Ländern und Rückgänge in zwei Ländern. Die durchschnittliche Lohnerhöhung betrug 2,1 %.

  • Der Durchschnitt der Lohnerhöhungen lag 2002 in den acht neuen Mitgliedstaaten deutlich über dem Durchschnitt in der bisherigen EU (und Norwegen), kam ihm 2003 aber wieder näher. Dies könnte darauf hinweisen, dass die Lohntendenzen in den neuen Mitgliedstaaten sich in gewissem Maß nach unten an die Werte in der bisherigen EU angepasst haben, je näher ihr Beitritt bevorstand. Sowohl 2002 als auch 2003 lagen die Steigerungen in Zypern, Malta und Polen real ungefähr auf gleicher Höhe oder unter dem EU-Durchschnitt.

Zusammen mit den acht neuen Ländern, die der EU 2004 beitreten, kommt die EU-15 insgesamt auf durchschnittliche vereinbarte Lohnsteigerungen von 1,6 % im Jahr 2002 und 1,4 % im Jahr 2003. Durch die Einbeziehung der neuen Mitgliedstaaten wurde der EU-Durchschnitt 2002 also um 0,9 Prozentpunkte, 2003 hingegen nur um 0,3 Punkte angehoben, was darauf hinweist, dass es bei den Reallohnerhöhungen eine größere Konvergenz gibt als bei den Nominallohnerhöhungen.

Die durchschnittliche Reallohnsteigerung betrug schließlich für alle untersuchten Länder (26 im Jahr 2002 und 25 im Jahr 2003) 1,6 % im Jahr 2002 und stieg auf 2,6 % im Jahr 2003 (von 1,9 % auf 1,5 %, wenn Rumänien nicht berücksichtigt wird).

Nutzung der Verteilungsspanne

In den letzten Jahren interessieren sich einige Gewerkschaften zunehmend dafür, in welchem Maße die Ergebnisse von Tarifverhandlungen die 'Verteilungsspanne' der Gesamtsumme von Inflation und Produktivitätszuwachs nutzen. Beispielsweise kam die 'Doorn-Gruppe' der Gewerkschaften Belgiens, Deutschlands, Luxemburgs und der Niederlande (DE9810278F) überein, 'Tarifabschlüsse anzustreben, die der Gesamtsumme der Preisentwicklung und des Produktivitätszuwachses der Arbeit entsprechen', und sie bewertet jährlich, in welchem Maße diese gesamte 'Verteilungsspanne' genutzt wurde. Es wird als Erfolg die Gewerkschaften verbucht, wenn die Lohnerhöhungen der Summe des Inflationsanstiegs und des Produktivitätszuwachses entsprechen oder diese übersteigen.

Bei einem derartigen Vergleich der Lohnentwicklungen gibt es viele methodische und statistische Schwierigkeiten; zudem haben Tarifverhandlungen andere, nicht lohnbezogene Ergebnisse, die möglicherweise in Bezug auf ihre Kosteneffekte schwer zu berechnen sind. Dieses Maß bietet jedoch eine sinnvolle Angabe für die Beurteilung der Ergebnisse von Tarifverhandlungen, da es sowohl die Produktivität als auch die Inflation berücksichtigt, und bei anderen europäischen Koordinierungsbemühungen im Bereich der Tarifverhandlungen findet ein ähnlicher Ansatz Anwendung. Beispielsweise hat der Europäische Gewerkschaftsbund (EGB) eine Koordinierungsleitlinie verabschiedet, die eine Formel für Lohnforderungen umfasst, derzufolge die 'nominalen Lohnerhöhungen zumindest die Inflation übersteigen sollten, während der dem Bruttolohnanstieg zugewiesene Anteil der Produktivität maximiert wird, um für ein besseres Gleichgewicht zwischen Gewinnen und Löhnen zu sorgen' (EU0101291N). Ein Beispiel auf Sektorebene ist die europäische Koordinierungsregel des 'Europäischen Metallarbeiterverbands' (European Metalworkers' Federation - EMF), derzufolge 'der wichtigste Bezugspunkt und das wichtigste Kriterium für die Lohnpolitik der Gewerkschaften in allen Ländern der Ausgleich der Inflationsrate und die Gewährleistung einer weiterhin ausgewogenen Beteiligung der Arbeitnehmereinkünfte an Produktivitätszuwächsen sein muss' (EU0108241F). Auch in den Grundsätzen der Europäische Föderation der Gewerkschaften des Lebens-, Genussmittel-, Landwirtschafts- und Tourismussektors und verwandter Branchen (EFFAT) '[zur Koordinierung der Tarifverhandlungspolitik auf europäischer Ebene](http://www.effat.org/6/6_1/Files EN/ECF IUF Principles POLICY.pdf) ' wird postuliert, dass 'die zentrale Ausrichtung und der Maßstab für die gewerkschaftliche Tarifpolitik immer mindestens die Summe aus dem Ausgleich der Inflationsrate und einem gerechten Anteil der Arbeitnehmer an Produktivitätsverbesserungen bilden muss'.

Tabelle 1 bewertet die Ergebnisse von Tarifverhandlungen in den Jahren 2002 und 2003 unter dem Aspekt der Formel für die Verteilungsspanne. Mit dieser Tabelle ist angesichts des oftmals unterschiedlichen, partiellen und schwer zu vergleichenden Charakters der Statistiken extrem vorsichtig umzugehen; ferner sind die Anmerkungen eingehend zu lesen.

Tabelle 1. Tarifverhandlungsergebnisse in der EU, Norwegen und 10 Beitritts- und Kandidatenländern, 2002 und 2003 (%)
Land Jahr Inflation (A)* Produktivität (B) ** Verteilungsspanne (A B = C) Lohnerhöhung (D) *** Nutzung der Spanne (D - C = E)
Österreich 2002 1,7 1,4 3,1 2,5 -0,6
2003 1,3 0,9 2,2 2,2 0,0
2002/3 3,0 2,3 5,3 4,7 -0,6
Belgien 2002 1,3 1,5 2,8 3,6 0,8
2003 1,7 0,3 2,0 2,2 0,2
2002/3 3,0 1,8 4,8 5,8 1,0
Bulgarien 2002 3,8 4,0 7,8 12,9 5,1
2003 5,6 1,7 7,3 6,1 -1,2
2002/3 9.4 5,7 15,1 19,0 3,9
Zypern 2002 3,1 0,8 3,9 2,5 -1,4
2003 2,2 1,5 3,7 1,5 -2,2
2002/3 5,3 2,3 7,6 4,0 -3,6
Dänemark 2002 2,6 1,6 4,2 2,4 -1,8
2003 1,2 2,4 3,6 2,3 -1,3
2002/3 3,8 4,0 7,8 4,7 -3,1
Estland 2002 2,7 4,1 6,8 11,5 4,7
2003 1,2 4,4 5,6 6,8 1,2
2002/3 3,9 8,5 12,4 18,3 5,9
Finnland 2002 1,7 2,4 4,1 2,3 -1,8
2003 1,2 3,1 4,3 2,9 -1,4
2002/3 2,9 5,5 8,4 5,2 -3,2
Frankreich 2002 2,2 1,4 3,6 3,1 -0,5
2003 2,4 0,1 2,5 -/- -/-
2002/3 4,6 1,5 6,1 - -
Deutschland 2002 1,1 1,3 2,4 2,7 0,3
2003 1,1 1,8 2,9 2,5 -0,4
2002/3 2,2 3,1 5,3 5,2 -0,1
Griechenland 2002 3,5 3,5 7,0 5,4 -1,6
2003 3,1 3,3 6,4 3,9 -2,5
2002/3 6,6 6,8 13,4 9,3 -4,1
Ungarn 2002 4,9 3,2 8,1 10,0 1,9
2003 5,6 1,3 6,9 8,2 1,3
2002/3 10,5 4,5 15,0 18,2 3,2
Irland 2002 4,6 4,6 9,2 5,0 -4,2
2003 2,9 2,9 5,8 4,0 -1,8
2002/3 7,5 7,5 15,0 9,0 -6,0
Italien 2002 3,0 -0,5 2,5 2,1 -0,4
2003 2,5 -0,4 2,1 2,2 0,1
2002/3 5,5 -0,9 4,6 4,3 -0,3
Lettland 2002 1,5 4,8 6,3 8,0 1,7
2003 3,5 5,2 8,7 10,9 2,2
2002/3 5,0 10,0 15,0 18,9 3,9
Luxemburg 2002 2,8 1,3 4,1 4,3 0,2
2003 2,4 2,2 4,6 4,0 -0,6
2002/3 5,2 3,5 8,7 8,3 -0,4
Malta 2002 2,2 0,9 3,1 2,5 -0,6
2003 1,3 2,7 4,0 3,0 -1,0
2002/3 3,5 3,6 7,1 5,5 -1,6
Niederlande 2002 3,2 0,2 3,4 3,6 0,2
2003 1,6 0,9 2,5 2,8 0,3
2002/3 4,8 1,1 5,9 6,4 0,5
Norwegen 2002 2,6 2,3 4,9 5,7 0,8
2003 2,5 1,6 4,1 4,5 0,4
2002/3 5,1 3,9 9,0 10,2 1,2
Polen 2002 0,8 8,0 8,8 3,4 -5,4
2003 1,6 12,0 13,6 2,6 -11,0
2002/3 2,4 20,0 22,4 6,0 -16,4
Portugal 2002 4,0 0,2 4,2 3,7 -0,5
2003 2,3 0,8 3,1 3,2 0,1
2002/3 6,3 1,0 7,3 6,9 -0,4
Rumänien 2002 21,3 14,8 36,1 16,2 -19,9
2003 16,4 5,1 21,5 41,5 20,0
2002/3 37,7 19,9 57,6 57,7 0,1
Slowakei 2002 3,4 4,3 7,7 6,5 -1,2
2003 9,5 3,4 12,9 7,5 -5,4
2002/3 12,9 7,7 20,6 14,0 -6,6
Slowenien 2002 7,1 3,8 10,9 7,3 -3,6
2003 4,7 3,4 8,1 5,8 -2,3
2002/3 11,8 7,2 19,0 13,1 -5,9
Spanien 2002 4,0 0,6 4,6 3,0 -1,6
2003 2,7 0,5 3,2 3,5 0,3
2002/3 6,7 1,1 7,8 6,5 -1,3
Schweden 2002 1,7 1,9 3,6 3,0 -0,6
2003 1,8 2,0 3,8 3,0 -0,8
2002/3 3,5 3,9 7,4 6,0 -1,4
VK 2002 1,7 1,4 3,1 3,0 -0,1
2003 1,3 1,9 3,2 3,2 0,0
2002/3 3,0 3,3 6,3 6,2 -0,1
Durchschnitt aller Länder 2002 . . . . -1,2
2003 . . . . -0,2†
2002/3 . . . . - 1,4†
Durchschnitt EU und Norwegen 2002 . . . . -0,7
2003 . . . . -0,5††
2002/3 . . . . -1,2††
Durchschnitt EU 2002 . . . . -0,8
2003 . . . . -0,6†††
2002/3 . . . . -1,4†††
Durchschnitt Euro-Gebiet 2002 . . . . -0,8
2003 . . . . -0,5††††
2002/3 . . . . -1,4††††
Durchschnitt aller Beitritts- und Kandidatenländer 2002 . . . . -1,9
2003 . . . . 0,2
2002/3 . . . . -1,7
Durchschnitt der 8 neuen Mitgliedstaaten, die der EU 2004 beitreten 2002 . . . . -0,5
2003 . . . . -2,2
2002/3 . . . . -2,6
Durchschnitt der erweiterten EU (23 Mitgliedstaaten) 2002 . . . . -0,7
2003 . . . . -1,1†††††
2002/3 . . . . -1,8†††††

* Durchschnittsraten von Eurostat, Dezember 2001 - Dezember 2002 und Dezember 2002 - Dezember 2003, ausgenommen Bulgarien, Malta, Norwegen (2003) und Rumänien (nationale Quellen)

**Anmerkungen zu den Produktivitätszahlen: Österreich - Quelle: Österreichische Nationalbank; Belgien - Quelle: Belgische Landesbank, Zahl für stündliche Produktivität im privaten Sektor; Bulgarien - Quelle: Nationales Statistikinstitut, Zahl für die durchschnittliche reale Produktivitätssteigerung, Zahl für die ersten beiden Quartale von 2003 gegenüber den ersten beiden Quartalen des Vorjahres; Zypern - Quelle: Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung, vorläufige Zahl für 2003; Dänemark - Quelle: Finanzministerium; Estland - Quelle: Europäische Kommission; Finnland - Quelle: Statistics Finland; Frankreich - Quelle: Liaisons Sociales; Deutschland - Quelle: Statistisches Bundesamt, Zahl für Arbeitsproduktivität pro Arbeitsstunde; Griechenland - Quelle: Nationales Stabilitäts- und Wachstumsprogramm 2002, Quelle 2003: Europäische Kommission (Schätzung); Ungarn - eigene Schätzung auf der Grundlage der Zahlen des Zentralen Statistikamtes für das BSP und die Zahl der Erwerbstätigen; Irland - Quelle: Europäische Kommission; Italien - Quelle: Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung, Zahl für 2003 inoffizieller Schätzwert; Lettland - Quelle: Monthly Bulletin of Latvian Statistics, Zahl für 2003 eigene Prognose anhand der ersten drei Quartale; Luxemburg - Quelle: STATEC, Zahl für 2003 Schätzwert; Malta - Quelle: Europäische Kommission; Niederlande - Quelle 2002: Zentrales Statistikamt, Quelle 2003: Europäische Kommission; Norwegen - Quelle: Staatshaushalt 2004, Zahl für 2003 Schätzwert; Polen - Quelle: Polish Official Statistics, Zahl für verkauftes Produktionsvolumen pro bezahltem Beschäftigten in der Industrie, bis November des Jahres; Portugal - Quelle 2002: Banco de Portugal, Quelle 2003: Europäische Kommission; Rumänien - Quelle: Europäische Kommission; Slowakei - Quelle: Nationaler Aktionsplan für Beschäftigung 2003, Erhöhungen der konstanten Preise, Zahl für 2003 Schätzwert; Slowenien - Quelle: Institute of Macroeconomic Analysis and Development, Zahl für 2003 Schätzwert; Spanien - Quelle: Bank of Spain; Schweden - Quelle: Statistics Sweden, Zahlen für Jahre bis zum dritten Quartal; VK - Quelle: ONS (Leistung je besetzte Stelle, Gesamtwirtschaft), Zahl für 2003 gilt für das Jahr bis zum zweiten Quartal.

*** Siehe Anmerkungen zu Tabelle 1.

† Durchschnitt für 25 Länder; †† Durchschnitt für 15 Länder; ††† Durchschnitt für 14 Länder; †††† Durchschnitt für 11 Länder; ††††† Durchschnitt für 22 Länder

Tabelle 1 zeigt, dass Gewerkschaften in ganz Europa weiterhin Schwierigkeiten haben, Tarifabschlüsse zu erzielen, welche die volle Verteilungsspanne nutzen. Für 24 der Länder sind Zahlen für den gesamten Zeitraum 2002-2003 verfügbar; diese Zahlen zeigen ein durchschnittliches Gesamtdefizit von 1,4 Prozentpunkten zwischen den Lohnerhöhungen und der Summe von Inflation und Produktivitätszuwächsen. Das Defizit verringerte sich von 1,2 Prozentpunkten im Jahr 2002 auf 0,2 Prozentpunkte im Jahr 2003.

Betrachtet man nur die bisherige EU plus Norwegen, fiel das Gesamtdefizit für den Zeitraum 2002-2003 mit 1,2 Prozentpunkten geringer aus und fiel von 0,7 im Jahr 2002 auf 0,5 im Jahr 2003 (in der EU allein und im Euro-Gebiet war das Defizit etwas größer). Vergleicht man dies mit den Defiziten von 0,7 Punkten im Jahr 1999, 2,4 Punkten im Jahr 2000 und 0,5 im Jahr 2001, scheint es einen, wenn auch etwas ungleichmäßigen, Trend in Richtung des Ziels der Gewerkschaften zu geben. Für den Zeitraum 2002-2003 sind Zahlen für die vier Länder verfügbar, in denen die Gewerkschaften mit der 'Doorn-Formel' arbeiten, und sie übertrafen die Verteilungsspanne um durchschnittlich einen Prozentpunkt (lagen aber 2003 etwas darunter).

Berücksichtigt man alle zehn untersuchten Beitritts- und Kandidatenländer, lag das durchschnittliche Gesamtdefizit zwischen Lohnerhöhungen und der Summe aus Inflation und Produktivitätszuwächsen 2002-2003 bei 1,7 Prozentpunkten. Während es 2002 jedoch ein Defizit von 1,9 Prozentpunkten gab, wurde dieser Wert 2003 um 0,2 Prozentpunkte übertroffen. Ohne Bulgarien und Rumänien (wo die verwendeten Zahlen, wie bereits erwähnt, etwas irreführend sind) betrug das Defizit 2002-2003 insgesamt 2,6 Prozentpunkte und stieg von 0,5 im Jahr 2002 auf 2,2 im Jahr 2003 (wobei insbesondere Polen und die Slowakei zu dem erhöhten Defizit beitrugen). In der erweiterten EU (ab Mai 2004) betrug das Gesamtdefizit 2002-2003 1,8 Prozentpunkte und stieg von 0,7 im Jahr 2002 auf 1,1 im Jahr 2003.

Betrachtet man den gesamten Zweijahreszeitraum, konnten die Tarifverhandlungsergebnisse in Belgien, Bulgarien, Estland, Ungarn, Lettland, den Niederlanden, Norwegen und Rumänien die Verteilungsspanne übertreffen, im Falle von Estland sogar um 5,9 Prozentpunkte. Die größten Defizite waren in Griechenland, Irland, Polen, Slowenien und der Slowakei zu verzeichnen. Diese extremen Unterschiede in den Beitritts- und Kandidatenländern sind besonders bemerkenswert. Im Jahr 2002 erreichten oder übertrafen insgesamt neun Länder die Spanne, bei zwölf Ländern war dies auch im Jahr 2003 der Fall.

Schlussfolgerung

Insgesamt lassen die Zahlen darauf schließen, dass die Zurückhaltung bei den nominalen Lohnerhöhungen, die im Jahr 2002 eingesetzt hatte, sich 2003 verstärkt hat. Bei Berücksichtigung der Inflation sind die Reallohnerhöhungen 2003 leicht gestiegen, wahrscheinlich aufgrund der sinkenden Inflation, die zwischen 2001 und 2002 praktisch unverändert blieb. Wird die Produktivität in die Gleichung aufgenommen, erzielten die Gewerkschaften in Bezug auf die Erreichung von Lohnerhöhungen, die der Summe von Inflation und Produktivitätszuwächsen entsprechen, in den vergangenen Jahren und besonders im Jahr 2003 größere Erfolge. Es gab jedoch im Durchschnitt noch immer ein Defizit, und zwar in der großen Mehrzahl der Länder. Die Belege lassen darauf schließen, dass die wichtigsten Grundzüge für die Wirtschaftspolitik der EU im Bereich der Lohnpolitik - dass die nominalen Lohnerhöhungen im Einklang mit der Preisstabilität stehen sollten und dass Reallohnerhöhungen den Zuwachs der Arbeitsproduktivität nicht übersteigen sollten - in den meisten Mitgliedstaaten im Großen und Ganzen noch beachtet werden.

Betrachtet man die acht untersuchten Länder, die 2004 in die EU aufgenommen werden, so war die durchschnittliche Nominallohnerhöhung dort deutlich höher als in den Jahren 2002 und 2003 in der bisherigen EU, wobei aber eine Tendenz zur Annäherung feststellbar ist. Inflationsbereinigt war die durchschnittliche Reallohnerhöhung in den acht neuen Mitgliedstaaten erheblich höher als in der bisherigen EU im Jahr 2002, wobei sich der Abstand aber 2003 verkleinert hat. Berücksichtigt man die Produktivität, gab es im Durchschnitt eine deutliche Differenz zwischen den nominalen Lohnerhöhungen und der Summe der Inflation und Produktionszuwächsen im Zeitraum 2002-2003 und insbesondere im letztgenannten Jahr. Auch die Lohn- und Gehaltsentwicklungen scheinen in den meisten dieser Länder generell auf der Linie der Grundzüge der Wirtschaftspolitik der EU zu liegen.

Tariflich vereinbarte Lohnerhöhungen nach Sektoren

Nach der Betrachtung der gesamten Wirtschaft wenden wir uns jetzt einzelnen Sektoren zu und legen im Folgenden Zahlen zu tariflich vereinbarten Lohnerhöhungen in ausgewählten Sektoren vor, die das verarbeitende Gewerbe (metallverarbeitende Industrie), Dienstleistungen (Banken) und den öffentlichen Sektor (kommunale Verwaltung) repräsentieren sollen. Zwar sind diese spezifischeren Zahlen vermutlich genauer als die im vorhergehenden Abschnitt aufgeführten allgemeinen durchschnittlichen Erhöhungen, aber dennoch wird hinsichtlich ihrer Anwendung erneut zu extremer Vorsicht geraten; auch sollten die Anmerkungen unter jeder Tabelle eingehend gelesen werden.

Zu den Faktoren, die beim Vergleich der Zahlen zu sektorbezogenen Lohnerhöhungen, die oftmals Unterschiede zwischen einzelstaatlichen Arbeitsbeziehungssystemen widerspiegeln, zu berücksichtigen sind, gehören folgende:

  • Die Zahlen wurden auf unterschiedliche Weise gewonnen - üblicherweise anhand der in dem jüngsten einschlägigen Sektortarifvertrag vorgesehenen grundlegenden Erhöhung, in einigen Fällen jedoch auch durch Ermittlung eines Durchschnittswerts aus mehreren Abschlüssen auf Unternehmensebene (z. B. im VK oder im Bankwesen in den Niederlanden oder in Rumänien);

  • die Definitionen von Sektoren und die Struktur der sektorbezogenen Tarifverhandlungen unterscheiden sich von Land zu Land beträchtlich, so dass nicht immer sicher ist, dass wirklich Gleiches mit Gleichem verglichen wird;

  • das Ausmaß, in dem der tatsächliche Lohn die aufgeführten tariflich vereinbarten Lohnerhöhungen reflektiert, ist verschieden, da Bonuszahlungen und zusätzliche Zahlungen verschiedener Art in einigen Ländern eine größere Rolle spielen als in anderen;

  • Lohnerhöhungen sind nicht immer voll konsolidiert, da in Fällen wie dem Bereich des Bankwesens in Österreich und im öffentlichen Dienst in den Niederlanden Einmalzahlungen zur Anwendung kommen;

  • automatische Lohnindexierung kann einen beträchtlichen Teil der verzeichneten Lohnerhöhungen ausmachen (wie in Belgien und Luxemburg);

  • die jeweiligen Rollen der Tarifverhandlungen auf Sektor- und Unternehmensebene sind erneut ein wichtiger Faktor, wobei die genannten Sektorverträge in Ländern wie Frankreich, Italien und Dänemark nur Mindestwerte vorsehen, über die dann auf untergeordneter Ebene weiter verhandelt wird;

  • die Daten des Inkrafttretens der verschiedenen Tarifverträge und der entsprechenden Lohnerhöhungen unterscheiden sich beträchtlich und fallen selten mit dem Beginn des Kalenderjahrs zusammen;

  • in einigen Ländern gelten Mehrjahresverträge (wie in Belgien, Zypern, Dänemark, Finnland, Irland, Italien, den Niederlanden und Schweden), bei denen die Lohnerhöhungen nicht immer in gleichen Tranchen gezahlt werden, was zu einer Verzerrung der jährlichen Zahlen führt;

  • möglicherweise beziehen sich die Tabellen nur auf eine Kategorie von Arbeitnehmern, wenn die Tarifverhandlungen getrennt für Arbeiter und Angestellte erfolgen; und

  • im öffentlichen Dienst handelt es sich bei den in den Tabellen genannten Lohnerhöhungen in einigen Fällen nicht um die Ergebnisse von Verhandlungen, sondern um von der Regierung vorgeschriebene Erhöhungen, wie in Österreich, Bulgarien, Portugal, Rumänien und Spanien.

Beim Vergleich der drei Sektoren zeigt sich, dass im Jahr 2002 die durchschnittliche nominale Lohnerhöhung in der bisherigen EU und Norwegen in der metallverarbeitenden Industrie bei 3,5 % (entsprechend dem Durchschnitt der Gesamtwirtschaft), im Bankwesen bei 3,4 % und im öffentlichen Dienst bei 3,0 % lag. Im Jahr 2003 sank die durchschnittliche Lohnerhöhung in drei Fällen, in der metallverarbeitenden Industrie und im Bankwesen auf 2,9 % und im öffentlichen Dienst auf 2,6 % (der gesamtwirtschaftliche Durchschnitt lag bei 3,1 %). Während des Sechsjahreszeitraums 1998-2003 lag die durchschnittliche jährliche Lohnerhöhung bei 3,2 % in der metallverarbeitenden Industrie, bei 3,1 % im Bankwesen und bei 2,9 % im öffentlichen Dienst. Es könnte zu erwarten sein, dass Lohnerhöhungen im öffentlichen Dienst durch den erhöhten Druck auf die öffentlichen Finanzen infolge der WWU-Konvergenzkriterien niedrig gehalten werden; die Tatsache, dass es in diesem Sektor die geringsten allgemeinen Lohnerhöhungen seit 1998 gab, kann eine derartige Ansicht stützen.

In allen drei Sektoren sind in den Beitritts- und Kandidatenländern die durchschnittlichen nominalen Erhöhungen deutlich höher als in der bisherigen EU plus Norwegen. Im Jahr 2002 lag die durchschnittliche Erhöhung in der metallverarbeitenden Industrie bei 11,2 %, im öffentlichen Dienst bei 10,3 % und im Bankwesen bei 9,3 %. 2003 lag die durchschnittliche Erhöhung in der metallverarbeitenden Industrie bei 9,9 %, im öffentlichen Dienst bei 7,3 % und im Bankwesen bei 13,8 %. Allerdings sind die nominalen Erhöhungen in Rumänien größtenteils extrem hoch und führen zu einer Verzerrung der Durchschnittswerte. Ohne dieses Land betragen die Durchschnittswerte für Lohnerhöhungen im Jahr 2002 7,6 % im öffentlichen Dienst, 6,7 % im Bankwesen und 6,1 % in der metallverarbeitenden Industrie und im Jahr 2003 5,4 % in der metallverarbeitenden Industrie, 5,3 % im öffentlichen Dienst und 3,4 % im Bankwesen.

Metallverarbeitende Industrie

Im Jahr 2002 lagen die in der metallverarbeitenden Industrie gewährten nominalen Lohnerhöhungen in der bisherigen EU und Norwegen zwischen 5,5 % in Norwegen (wobei in dieser Zahl auch andere als tariflich vereinbarte Erhöhungen enthalten sind) und 1,3 % in den Niederlanden - siehe Abbildung 3. Im Jahr 2003 verringerte sich die Spanne der gewährten Lohnerhöhungen, wobei der höchste Lohnanstieg mit 4,5 % in Luxemburg und der geringste mit 1,2 % in Belgien zu verzeichnen war. Die durchschnittliche Lohnerhöhung sank von 3,5 % im Jahr 2002 - etwas unterhalb der Zahlen zum gesamtwirtschaftlichen Durchschnittswert (siehe Abbildung 1) - auf 2,9 % im Jahr 2003 - etwas unter dem gesamtwirtschaftlichen Durchschnittswert. Die Steigerungsrate sank zwischen 2002 und 2003 in neun Ländern, erhöhte sich in vier Ländern und blieb in zwei Ländern unverändert.

Im Jahr 2001 waren die Lohnerhöhungen in der metallverarbeitenden Industrie in fünf Ländern genauso hoch wie die landesweite durchschnittliche Lohnerhöhung für alle Sektoren, höher in sechs Ländern (insbesondere in Deutschland und Spanien) und niedriger in fünf Ländern (insbesondere in den Niederlanden und Luxemburg). Im Jahr 2002 waren die Lohnerhöhungen in der metallverarbeitenden Industrie in vier Ländern genauso hoch wie die landesweite durchschnittliche Lohnerhöhung für alle Sektoren, höher in nur zwei Ländern (Deutschland und Luxemburg) und niedriger in neun Ländern (insbesondere in Belgien und Norwegen).

Den durchschnittlichen Lohnerhöhungen in der metallverarbeitenden Industrie von 3,5 % im Jahr 2002 und 2,9 % im Jahr 2003 stehen Lohnerhöhungen von 3,6 % im Jahr 2001, 3,4 % im Jahr 2000 und 2,9 % in den beiden Jahren 1999 und 1998 gegenüber.

In Bezug auf die Beitritts- und Kandidatenländer sind für Bulgarien, Lettland, Malta und Polen sowie für Ungarn für das Jahr 2002 und Estland für das Jahr 2003 keine Zahlen verfügbar. Die durchschnittliche nominale Erhöhung in der metallverarbeitenden Industrie lag 2002 bei 11,2 % und 2003 bei 9,9 % und damit weit über den Durchschnittswerten der bisherigen EU plus Norwegen. Die Zahlen werden allerdings von den riesigen Erhöhungen in Rumänen verzerrt. Ohne dieses Land erhält man durchschnittliche Erhöhungen von 6,1 % im Jahr 2002 und 5,4 % im Jahr 2003 und liegt damit näher bei den Werten der bisherigen EU-Mitgliedstaaten.

Die durchschnittlichen Lohnerhöhungen in der metallverarbeitenden Industrie sanken in allen berücksichtigten Ländern von 5,3 % im Jahr 2002 auf 4,6 % im Jahr 2003 (bzw. von 3,7 % auf 3,3 %, wenn Rumänien ausgenommen wird).

Abbildung 3. Durchschnittliche tariflich vereinbarte Lohnerhöhungen in der metallverarbeitenden Industrie, 2002 und 2003 (%)

Abbildung 3. Durchschnittliche tariflich vereinbarte Lohnerhöhungen in der metallverarbeitenden Industrie, 2002 und 2003 (%)

Anmerkungen zu den Durchschnittswerten: der Gesamtdurchschnitt bezieht sich auf 21 Länder in beiden Jahren; der Durchschnitt für EU und Norwegen bezieht sich auf 16 Länder in beiden Jahren; der Durchschnitt der Beitritts-/Kandidatenländer bezieht sich auf 5 Länder in beiden Jahren.

Quelle: EIRO.

Die Zahlen in Abbildung 3 sollten in Verbindung mit folgenden Anmerkungen gelesen werden:

  • Österreich: Die Zahlen beziehen sich auf sektorbezogene Tarifverträge; Lohnerhöhungen galten ab November 2002 beziehungsweise ab November 2003; im Jahr 2003 war die Erhöhung an eine Mindesterhöhung von EUR 35 monatlich geknüpft.

  • Belgien: Die Zahlen beziehen sich auf die metallverarbeitende Industrie (Gemeinsamer Ausschuss 111.01) und umfassen die automatische Lohnindexierung; die Erhöhungen wurden ab Juli 2002 und Juli 2003 gültig.

  • Zypern: Das sektorbezogene Tarifabkommen 2001-2003 sah eine gleichmäßig auf drei Jahre verteilte Erhöhung um 9,18 % vor; Daten der zyprischen Gewerkschaft der Metallarbeiter, Mechaniker und Elektriker, SEMMHK-PEO.

  • Dänemark: Die Zahlen beziehen sich auf den Vertrag für den Sektor Industrie (für 2000-2003), bei dem das 'Mindestlohnsystem' Anwendung findet, in dem sektorbezogene Verträge nur Mindestsätze festlegen und es durch nachfolgende lokale Verhandlungen zu weiteren Lohnerhöhungen kommt.

  • Estland: Die Zahl stammt vom Statistikamt von Estland (Statistikaamet) und gilt für die jährliche Erhöhung der Durchschnittslöhne in der metallverarbeitenden Industrie; Daten für tariflich vereinbarte Erhöhungen liegen nicht vor.

  • Finnland: Die Zahl für 2002 bezieht sich auf die durchschnittliche jährliche Erhöhung der Löhne und Gehälter im Rahmen der Vereinbarung von 2001-2002 zur zentralen Einkommenspolitik (die für 2002 eine allgemeine Lohnerhöhung von FIM 1,07 pro Stunde oder FIM 179 pro Monat ab März bei einer Mindesterhöhung von 1,9 % zuzüglich weiteren 0,3 % für die sektorbezogene Verteilung) vorsah; die Zahl für 2003 bezieht sich auf die durchschnittliche jährliche Erhöhung der Arbeitskosten im Rahmen der Vereinbarung von 2003-2004 zur zentralen Einkommenspolitik, die für 2003 eine allgemeine Lohnerhöhung von EUR 0,17 pro Stunde oder EUR 28,39 pro Monat ab März bei einer Mindesterhöhung von 1,8 % zuzüglich 0,8 % für die sektorbezogene Verteilung vorsah (nicht enthalten ist das 'Gleichstellungselement' von 0,3 %, das je nach Gleichgewicht zwischen den Geschlechtern in jedem Sektor zahlbar ist).

  • Frankreich: Zahlen von Liaisons Sociales; die Zahl für 2002 gibt die durchschnittliche Erhöhung zwischen Juni 2001 und Juni 2002 an, und die Zahl für 2003 die durchschnittliche Erhöhung zwischen Juni 2002 und Juni 2003.

  • Deutschland: Die Zahlen, aus dem Tarifvertragsarchiv des WSI beziehen sich nur auf Grundlohnerhöhungen und umfassen keine Pauschal- und Sonderzahlungen; die Erhöhungen wurden ab Juni 2002 bzw. Juni 2003 wirksam.

  • Griechenland: Die Zahlen beziehen sich auf die Erhöhungen der Mindestsätze gemäß dem landesweiten allgemeinen Tarifvertrag für 2002-2003; laut der Hauptvereinbarung für die metallverarbeitende Industrie sind die Erhöhungen abhängig von der Zahl der Arbeitsjahre und der Qualifikation.

  • Ungarn: Die Zahl gibt den Mittelwert der Empfehlungen für jährliche Lohnerhöhungen von 4 % - 7 % an, die in dem einschlägigen sektorbezogenen Tarifvertrag vorgesehen sind.

  • Irland: Die Zahlen geben die laut landesweiten Tarifverträgen vorgesehenen Lohnerhöhungen an - siehe Anmerkung zu Abbildung 1.

  • Italien: Die Zahlen beziehen sich auf die sektorbezogene Tarifvereinbarung.

  • Luxemburg: Die Zahlen beziehen sich auf Arbeiter und geben Erhöhungen von 0,5 % im Jahr 2002 und 2 % im Jahr 2003 an (die entsprechenden Zahlen für Angestellte lagen bei 0  % und bei 2 %), zuzüglich der automatischen indexbezogenen Erhöhung von 2,5 % in jedem Jahr.

  • Niederlande: Die Zahlen beziehen sich auf sektorbezogene Tarifverträge mit einer Laufzeit von Juli 2002 bis Juli 2004; die Erhöhung für 2002 galt ab November und die Erhöhung für 2003 ab Januar; die Zahl für 2002 ist irreführend, weil der Großteil der Erhöhungen für 2000-2002, die im vorherigen Zweijahresvertrag festgelegt wurden, bereits vor 2002 eingeführt wurden.

  • Norwegen: Die Zahlen, die vom TBU stammen, umfassen mehr als tariflich vereinbarte Lohnerhöhungen (z. B. Lohndrift- und 'Übertragungs'-Effekte); die Zahl für 2003 gilt für Arbeiter im Zuständigkeitsbereich des norwegischen Arbeitgeberverbandes NHO.

  • Portugal: Die Zahlen stammen von vom Gewerkschaftsverband für Metallverarbeitung, Metallmechanik, Bergbau, Chemie, Pharmazie, Erdöl und Gas (Federação Intersindical da Metalurgia, Metalomecânica, Minas, Química, Farmacêutica, Petróleo e Gás, FEQUIMETAL) und beziehen sich auf sektorbezogene Tarifverträge; die Zahl für 2002 ist ein Schätzwert.

  • Rumänien: Die Zahlen beziehen sich auf im Juni 2002 und Mai 2003 im Rahmen des landesweiten sektorbezogenen Tarifvertrags für die metallverarbeitende Industrie 2001-2004 ausgehandelten Erhöhungen.

  • Slowakei: Die Zahl gibt die durchschnittlichen Erhöhungen der betreffenden sektorbezogenen Tarifverträge an.

  • Slowenien: Die Gesamterhöhungen in den beiden Jahren entsprechen den Erhöhungen der Mindest- und Anfangslohntarife, die im dreigliedrigen Lohnpolitikabkommen 2002-4 für den privaten Sektor festgelegt wurden; die Zahlen für 2002 sind die Summe der Erhöhungen um 2,7 % im Januar, um 4,2 % im August und um 2,0 % im Dezember; die Zahl für 2003 ist die Summe der Erhöhungen um 3,2 % im August und um 1,0 % im Dezember.

  • Spanien: Die Zahlen stammen von MTAS und dem Arbeitgeberverband CONFEMETAL; die Zahl für 2003 gilt für den Zeitraum bis August.

  • Schweden: Die Zahlen beziehen sich auf die landesweiten Tarifverträge für Arbeiter, Angestellte und Beamte in der metallverarbeitenden Industrie für 2001-2004, die über den Zeitraum von etwas mehr als drei Jahren eine Lohnerhöhung von insgesamt 7 % vorsah; sie umfassen auch die Auswirkungen von Arbeitszeitverkürzungen in Höhe von 0,5 Prozentpunkten pro Jahr.

  • VK: Die Zahlen entstammen dem LRD Bargaining Report vom September 2002 und dem Workplace Report vom September 2003; sie entsprechen einem Durchschnittswert der Tarifverträge.

Banken

Im Jahr 2002 lagen die im Bankwesen gewährten nominalen Lohnerhöhungen in der bisherigen EU und Norwegen zwischen 6,1 % in Norwegen (wobei in dieser Zahl auch andere als tariflich vereinbarte Erhöhungen enthalten sind) und 2,0 % in Spanien und Schweden - siehe Abbildung 4. Im Jahr 2003 verringerte sich die Spanne der gewährten Lohnerhöhungen, wobei der höchste Lohnanstieg mit 4,5 % in Norwegen und der geringste mit 1,7 % in Frankreich zu verzeichnen war. Der Durchschnitt ging von 3,4 % im Jahr 2002 auf 2,9 % im Jahr 2003 zurück, wobei in fünf Ländern ein Anstieg und in zehn Ländern keine Veränderung zu verzeichnen war. Die Lohnerhöhungen im Bankensektor lagen etwas unter dem gesamtwirtschaftlichen Durchschnitt für 2002 und 2003.

Im Jahr 2002 waren die Lohnerhöhungen im Bankwesen in einem Land genauso hoch wie die landesweite durchschnittliche Lohnerhöhung für alle Sektoren, höher in sechs Ländern (insbesondere in Frankreich und Dänemark) und niedriger in neun Ländern (insbesondere in Griechenland und dem VK). Im Jahr 2003 waren die Lohnerhöhungen im Bankensektor in drei Ländern Land genauso hoch wie die landesweite durchschnittliche Lohnerhöhung für alle Sektoren, höher in vier Ländern (insbesondere in Belgien und Dänemark) und niedriger in acht Ländern (insbesondere in Spanien und dem VK).

Den durchschnittlichen Lohnerhöhungen von 3,4 % im Jahr 2002 und 2,9 % im Jahr 2003 stehen Lohnerhöhungen von 3,6 % im Jahr 2001, 3,3 % im Jahr 2000 und 2,6 % im Jahr 1999 und 2,8 % im Jahr 1998 gegenüber.

In Bezug auf die Beitritts- und Kandidatenländer sind für Bulgarien, Ungarn, Lettland und Polen sowie für Estland für das Jahr 2003 keine Zahlen verfügbar. Die durchschnittliche nominale Erhöhung im Bankwesen lag 2002 bei 9,3 % und 2003 bei 13,8 % und damit weit über den Durchschnittswerten der bisherigen EU und Norwegen. Auch diese Zahlen werden allerdings von den riesigen Erhöhungen in Rumänen, insbesondere im Jahr 2003, verzerrt. Ohne dieses Land erhält man durchschnittliche Erhöhungen von 6,7 % im Jahr 2002 und 3,4 % im Jahr 2003 und liegt damit im zweiten Jahr näher bei den Werten der bisherigen EU-Mitgliedstaaten.

Die durchschnittlichen Lohnerhöhungen im Bankwesen stiegen in allen berücksichtigten Ländern von 5,0 % im Jahr 2002 auf 5,5 % im Jahr 2003 (sanken aber von 4,2 % auf 3,0 %, wenn Rumänien ausgenommen wird).

Abbildung 4. Durchschnittliche tariflich vereinbarte Lohnerhöhungen im Bankwesen, 2002 und 2003 (%)

Abbildung 4. Durchschnittliche tariflich vereinbarte Lohnerhöhungen im Bankwesen, 2002 und 2003 (%)

Anmerkungen zu den Durchschnittswerten: der Gesamtdurchschnitt bezieht sich auf 22 Länder in 2002 und 21 Länder in 2003; der Durchschnitt für die EU und Norwegen bezieht sich auf 16 Länder in beiden Jahren; der Durchschnitt der Beitritts-/Kandidatenländer bezieht sich auf 6 Länder in 2002 und 5 Länder in 2003.

Quelle: EIRO.

Die Zahlen in Abbildung 4 sollten in Verbindung mit den folgenden Anmerkungen gelesen werden:

  • Österreich: Die Zahlen beziehen sich auf Sektortarifverträge; im Jahr 2002 wurde auch eine monatliche Pauschalzahlung in Höhe von 6 Euro gewährt; die Erhöhung für 2003 galt ab Februar; im Jahr 2003 wurde ebenfalls eine monatliche Pauschalzahlung in Höhe von 6 Euro gewährt.

  • Belgien: Die Zahlen beziehen sich auf den Sektortarifvertrag und umfassen die automatische Lohnindexierung; die Erhöhungen wurden ab Juli 2002 und Juli 2003 gültig.

  • Zypern: Zahlen der Cyprus Union of Bank Employees (ETYK).

  • Dänemark: Die Zahlen stammen vom dänischen Arbeitgeberverband für den Finanzsektor (Finanssektorens Arbejdsgiverforening, FA) und beziehen sich auf den Sektortarifvertrag; die Erhöhungen galten jeweils ab Juli des Jahres.

  • Estland: Die Zahl stammt vom Statistikamt von Estland und gilt für die jährliche Erhöhung der Durchschnittslöhne im Kredit- und Versicherungsgewerbe; Daten für tariflich vereinbarte Erhöhungen liegen nicht vor.

  • Finnland: Die Zahlen beziehen sich auf die Erhöhungen der Arbeitskosten im Rahmen der Vereinbarungen zur zentralen Einkommenspolitik - vgl. die Anmerkung zu Abbildung 3; die Zahl für 2003 enthält ein 'Gleichstellungselement' von 0,3 %, das je nach Gleichgewicht zwischen den Geschlechtern im jeweilige Sektor zu zahlen ist und im Bankwesen wahrscheinlich Anwendung findet.

  • Frankreich: Zahlen von Liaisons Sociales; die Zahl für 2002 gibt die durchschnittliche Erhöhung zwischen Juni 2001 und Juni 2002 an, und die Zahl für 2003 die durchschnittliche Erhöhung zwischen Juni 2002 und Juni 2003.

  • Deutschland: Die Zahlen, aus dem Tarifvertragsarchiv des WSI beziehen sich nur auf Grundlohnerhöhungen und umfassen keine Pauschal- und Sonderzahlungen; die Erhöhungen wurden ab Juli des Jahres wirksam.

  • Griechenland: Die Zahlen beziehen sich auf den sektorbezogenen Tarifvertrag.

  • Ungarn: Die Zahl gibt den Mittelwert der Empfehlungen für jährliche Lohnerhöhungen an, die in den einschlägigen sektorbezogenen Tarifverträgen vorgesehen sind.

  • Irland: Die Zahlen geben die laut landesweiten Tarifverträgen vorgesehenen Lohnerhöhungen an - siehe Anmerkung zu Abbildung 1.

  • Italien: Die Zahlen beziehen sich auf den sektorbezogenen Tarifvertrag.

  • Luxemburg: die Zahl für 2002 umfasst eine Erhöhung des Grundlohns um 1,05 %, zuzüglich 0,55 %'Leistungsbonus' und eine automatische, indexgebundene Erhöhung um 2,5 %; die Zahl für 2003 umfasst eine vereinbarte Erhöhung der Gesamtentlohnung und eine automatische, indexgebundene Erhöhung um 2,5 %.

  • Malta: Die Zahlen stammen von der Malta Union of Bank Employees; die aktuellen Betriebsvereinbarungen haben eine Laufzeit von drei Jahren und sehen Gesamterhöhungen von 7,5 % bis 9 % bei einer geschätzten durchschnittlichen Erhöhung von knapp 3 % pro Jahr vor.

  • Niederlande: Die Zahlen sind Durchschnittswerte aus einer Stichprobe relevanter Tarifverträge.

  • Norwegen: Die Zahlen, die vom TBU stammen, umfassen mehr als tariflich vereinbarte Lohnerhöhungen (z. B. Lohndrift- und 'Übertragungs'-Effekte); die Zahl für 2003 wird vom TBU mit 4,5 % angegeben.

  • Portugal: Die Zahlen stammen von der Southern and Islands Bank Workers' Union (Sindicato dos Bancários Sul - Ilhas).

  • Rumänien: Die Zahlen basieren auf den Tarifverträgen der fünf wichtigsten Banken.

  • Slowakei: Die Zahl gibt die durchschnittlichen Erhöhungen der betreffenden sektorbezogenen Tarifverträge an.

  • Slowenien: Die Gesamterhöhungen entsprechen in den beiden Jahren den Erhöhungen der Mindest- und Anfangslohntarife, die dreiseitig im Lohnpolitikabkommen 2002-2004 für den privaten Sektor festgelegt wurden - vgl. die Anmerkung zu Abbildung 3.

  • Spanien: Die Zahlen von der Gewerkschaft COMFIA beziehen sich auf sektorbezogene Tarifverträge; die Zahl für 2003 ist vorläufig.

  • Schweden: Die Zahlen beziehen sich auf den Tarifvertrag für 2000-2003 des Finanzsektors, der eine Gesamterhöhung von 5,8 % im Dreijahreszeitraum vorsieht; zusätzliche Erhöhungen können individuell vereinbart werden.

  • VK: Die Zahlen entstammen dem LRD Bargaining Report vom September 2002 und dem Workplace Report vom September 2003 und gelten für das 'Bank- und Kreditwesen'; sie entsprechen einem Durchschnittswert der Tarifverträge.

Kommunale Verwaltung

Im Jahr 2002 lagen die in der kommunalen Verwaltung gewährten nominalen Lohnerhöhungen in der bisherigen EU und Norwegen zwischen 6,0 % in Norwegen (wobei in dieser Zahl auch andere als tariflich vereinbarte Erhöhungen enthalten sind) und 1,3 % in Frankreich - siehe Abbildung 5 (für Griechenland liegen keine Daten und für das VK liegen für 2003 keine Daten vor). Im Jahr 2003 blieb die Spanne der gewährten Lohnerhöhungen fast unverändert, wobei der höchste Lohnanstieg mit 4,8 % in Dänemark und der geringste mit 0 % in Frankreich zu verzeichnen war. Der Durchschnitt ging von 3,0 % im Jahr 2002 auf 2,6 % im Jahr 2003 zurück, wobei in drei Ländern ein Anstieg, in sechs Ländern ein Rückgang und in fünf Ländern keine Veränderung zu verzeichnen war. Die Lohnerhöhungen in der kommunalen Verwaltung lagen in beiden Jahren um 0,5 Prozentpunkte unter dem gesamtwirtschaftlichen Durchschnitt.

Im Jahr 2002 waren die Lohnerhöhungen in sechs Ländern höher als die landesweite durchschnittliche Lohnerhöhung für alle Sektoren (insbesondere in Italien und dem VK) und in sechs Ländern niedriger (insbesondere in Österreich, Frankreich und Irland). Im Jahr 2003 waren die Lohnerhöhungen in der kommunalen Verwaltung in einem Land genauso hoch wie die landesweite durchschnittliche Lohnerhöhung für alle Sektoren, höher in drei Ländern (insbesondere in Dänemark) und niedriger in acht Ländern (insbesondere in Portugal und Spanien).

Den durchschnittlichen Lohnerhöhungen von 3,0 % im Jahr 2002 und 2,6 % stehen Lohnerhöhungen von 3,6 % im Jahr 2001, 3,0% im Jahr 2000, 2,5 % im Jahr 1999 und 2,6 % im Jahr 1998 gegenüber.

In Bezug auf die Beitritts- und Kandidatenländer sind für Ungarn, Lettland, Malta und Polen sowie für die Slowakei für das Jahr 2002 und Estland für das Jahr 2003 keine Zahlen verfügbar. Die durchschnittliche nominale Erhöhung in der kommunalen Verwaltung lag 2002 bei 10,3 % und 2003 bei 7,3 % und damit weit über den Durchschnittswerten der bisherigen EU und Norwegen. Wie in anderen Sektoren werden die Zahlen allerdings von den Erhöhungen in Rumänien verzerrt (die in der kommunalen Verwaltung allerdings nicht so weit über den Erhöhungen in anderen Ländern liegen wie in anderen Sektoren). Ohne dieses Land erhält man durchschnittliche Erhöhungen von 7,6 % im Jahr 2002 und 5,3 % im Jahr 2003.

Die durchschnittlichen Lohnerhöhungen in der kommunalen Verwaltung sanken in allen berücksichtigten Ländern von 4,9 % im Jahr 2002 auf 3,9 % im Jahr 2003 (bzw. von 4,0 % auf 3,2 %, wenn Rumänien ausgenommen wird).

Abbildung 5. Durchschnittliche tariflich vereinbarte Lohnerhöhungen in der kommunalen Verwaltung, 2002 und 2003 (%)

Abbildung 5. Durchschnittliche tariflich vereinbarte Lohnerhöhungen in der kommunalen Verwaltung, 2002 und 2003 (%)

Anmerkungen zu den Durchschnittswerten: der Gesamtdurchschnitt bezieht sich auf 20 Länder in 2002 und 19 Länder in 2003; der Durchschnitt für die EU und Norwegen bezieht sich auf 15 Länder in 2002 und 14 Länder in 2002; der Durchschnitt der Beitritts-/Kandidatenländer bezieht sich auf 5 Länder in beiden Jahren.

Quelle: EIRO.

Die Zahlen in Abbildung 5 sollten in Verbindung mit folgenden Anmerkungen gelesen werden:

  • Österreich: Gesetzlich vorgeschriebene Lohnerhöhungen; im Jahr 2002 wurden auf regionaler (Länder-) Ebene zusätzliche Zahlungen ausgehandelt; die Zahl für 2003 ist ein Schätzwert.

  • Belgien: Die Zahlen beziehen sich auf eine automatische Indexierung in beiden Jahren, die im Januar 2002 und Dezember 2003 gewährt wurde.

  • Bulgarien: Die Zahlen geben die prognostizierte Erhöhung der Durchschnittseinkommen der Beamten laut Vorschlag des Finanzministeriums im Haushaltsgesetz an; die Zahl für 2002 ist die Summe der Erhöhungen von 5 % im Januar und 5 % im Juli 2002; die Zahl für 2003 ist die Summe der Erhöhungen von 3,5 % im Januar und 3,5 % im Juli 2003.

  • Zypern: Die Zahlen stammen von der Semi-government, Municipal and Local Authority Workers’ and Employees’ Trade Union Cyprus (SIDIKEK-PEO).

  • Dänemark: Die Daten stammen von der Gemeinsamen Städtischen Lohndatenbank (Den Fælleskommunale Løndatabank).

  • Estland: Die Zahl stammt vom Statistikamt von Estland und gilt für die jährliche Erhöhung der Durchschnittslöhne in der kommunalen Verwaltung; Daten für tariflich vereinbarte Erhöhungen liegen nicht vor.

  • Finnland: Die Zahlen beziehen sich auf die Erhöhungen der Arbeitskosten im Rahmen der Vereinbarungen zur zentralen Einkommenspolitik - vgl. die Anmerkung zu Abbildung 3; die Zahl für 2003 enthält ein 'Gleichstellungselement' von 0,3 %, das je nach Gleichgewicht zwischen den Geschlechtern im jeweilige Sektor zu zahlen ist und in der kommunalen Verwaltung wahrscheinlich Anwendung findet.

  • Frankreich: Zahlen von Liaisons Sociales; die Zahl für 2002 gibt die durchschnittliche Erhöhung zwischen Juni 2001 und Juni 2002 an, und die Zahl für 2003 die durchschnittliche Erhöhung zwischen Juni 2002 und Juni 2003.

  • Deutschland: Die Zahlen, aus dem Tarifvertragsarchiv des WSI beziehen sich nur auf Westdeutschland; die Zahlen beziehen sich nur auf Grundlohnerhöhungen und umfassen keine Pauschal- und Sonderzahlungen.

  • Irland: Die Zahl für das jeweilige Jahr entspricht der Hälfte der 'dritten Phase' des PPF in Höhe von 5 % (die dritte Phase galt im öffentlichen Sektor bis zum 30. Juni 2003), zuzüglich eines Viertels einer 'leistungsbezogenen' Lohnerhöhung, die zwischen 4 % und 13,8 % für kommunale Bedienstete (der Berechnung liegt der Mittelwert zu Grunde) beträgt; nach Ablauf des PPF gab es bis Ende 2003 eine sechsmonatige Zahlungspause.

  • Italien: Der Tarifvertrag 2002-2004 für den öffentlichen Dienst wurde erst Ende 2003 unterzeichnet; er sah eine rückwirkende Gesamtlohnerhöhung von schätzungsweise 5,66 % vor.

  • Luxemburg: Die Zahlen für das jeweilige Jahr umfassen eine automatische indexbezogene Erhöhung von 2,5 %.

  • Niederlande: Im Jahr 2003 wurde im Oktober ein einmaliger Bonus in Höhe von 200 Euro bezahlt, und der Jahresendbonus wurde im 0,25 Prozentpunkte auf 3 % des Jahreseinkommens erhöht.

  • Norwegen: Die Zahlen, die vom TBU stammen, umfassen mehr als tariflich vereinbarte Lohnerhöhungen (z. B. Lohndrift- und 'Übertragungs'-Effekte).

  • Portugal: Erhöhungen werden nach Konsultationen durch Anordnungen der Regierung festgelegt.

  • Rumänien: Lohnerhöhungen werden im Haushaltsgesetz und nicht in Tarifverträgen festgelegt; die Zahlen umfassen eine Lohnindexierung, die Zahl für 2003 ist vorläufig.

  • Slowakei: Vor 2003 gab es keine Tarifverhandlungen in der kommunalen Verwaltung, Lohnerhöhungen wurden per Gesetz festgelegt.

  • Slowenien: Die Zahlen beziehen sich auf Erhöhungen der Mindest- und Anfangslohntarife gemäß der Vereinbarung zur Lohnpolitik im öffentlichen Sektor; die Zahl für 2002 gibt die Summe der Erhöhungen von 2,3 % im Januar und von 2,6 % im August an.

  • Spanien: gemäß dem Haushaltsgesetz.

  • Schweden: Die Zahl gibt die durchschnittlichen Erhöhungen aus vier Vereinbarungen für Hauptkategorien der Beschäftigten in der kommunalen Verwaltung an.

  • VK: Zahl aus dem Bericht der Local Government Pay Commission, Oktober 2003.

Durchschnittseinkommen

In der obigen Analyse werden tariflich vereinbarte Lohnerhöhungen untersucht, die überwiegend auf dem Inhalt von Tarifverträgen basieren. Eindeutigere Angaben zur tatsächlichen Entwicklung der Einkommen von Arbeitnehmern erhält man durch Zahlen zum Verdienst, die üblicherweise auf einer Erhebung des Verdienstes der einzelnen Arbeitnehmer beruhen und Elemente wie Bonuszahlungen und Überstundenzuschläge umfassen. Abbildung 6 enthält Daten zu Erhöhungen der durchschnittlichen Einkommen in den Jahren 2002 und 2003 (allerdings sind für Portugal keine Zahlen für das Jahr 2003 verfügbar, und einige Zahlen für 2003 sind nicht vollständig).

Erneut wird zu extremer Vorsicht geraten, und die Anmerkungen unter der Tabelle sollten eingehend gelesen werden. Die Art der Statistiken und die Definitionen des Einkommens unterscheiden sich von Land zu Land beträchtlich, und in einigen Fällen (beispielsweise Belgien) beziehen sich die Zahlen nur auf bestimmte Arbeitnehmergruppen.

In der bisherigen EU und Norwegen lag die Spanne der Erhöhungen der Durchschnittseinkommen im Jahr 2002 zwischen 7,0 % in Griechenland und 1,5 % in Deutschland, während die Extreme im Jahr 2003 Irland mit 8,4 % (diese Zahl deckt aber nur das Jahr bis Juni ab) und erneut Deutschland mit 1,2 % bildeten. Die durchschnittliche Erhöhung sank in diesen Ländern von 3,9 % im Jahr 2002 auf 3,5 % im Jahr 2003, sodass sich der Abwärtstrend weiter fortsetzte (2001 betrug der Durchschnitt nach einem kontinuierlichen Anstieg seit 1998 4,3 %). Dies scheint die bereits für den tariflich vereinbarten Durchschnittslohn festgestellte Tendenz zu bestätigen. Die Erhöhung der Durchschnittseinkommen sank zwischen 2002 und 2003 in allen Ländern (insbesondere in den Niederlanden, Griechenland und Belgien) außer in Irland, dem VK und Italien.

Beim Vergleich mit den Daten für tariflich vereinbarte Lohnerhöhungen tragen die Zahlen zum Einkommen dazu bei, in gewissem Maße die Verzerrungen auszugleichen, die beispielsweise durch die Tatsache verursacht werden, dass die relevanten Tarifverträge in einigen Ländern nur Mindestsätze vorsehen. Die Einkommenssteigerungen sind somit in Dänemark, Griechenland, Irland, Italien, Portugal und dem VK beträchtlich höher als die vereinbarten Lohnerhöhungen (allerdings sind sie in Ländern wie Deutschland, Österreich und den Niederlanden geringer). Insgesamt sind die durchschnittlichen Einkommenssteigerungen höher als die vereinbarten Lohnerhöhungen.

Werden nur die Länder der Eurozone berücksichtigt, blieb die durchschnittliche Einkommenssteigerung 2002 und 2003 auf gleicher Höhe mit der bisherigen EU und Norwegen.

In den zehn untersuchten Beitritts- und Kandidatenländern lag die Spanne der durchschnittlichen Einkommenssteigerungen im Jahr 2002 zwischen 25,4 % in Rumänien und 2,9 % in Malta; 2003 war die Spanne viel kleiner und lag zwischen 12,9 % in Ungarn und 2,6 % in Polen. Die durchschnittliche Erhöhung ging in diesen Ländern von 10,7 % im Jahr 2002 auf 6,6 % im Jahr 2003 zurück und sank in allen Ländern (insbesondere in Rumänien, Bulgarien und Ungarn) außer Malta. Im Jahr 2002 war die durchschnittliche Erhöhung 2,7 Mal höher als in der bisherigen EU und Norwegen, im Jahr 2003 aber nur 1,9 Mal höher. Betrachtet man nur die acht neuen Mitgliedstaaten, die der EU im Mai 2004 beitreten (d. h. außer Bulgarien und Rumänien), lag die durchschnittliche Einkommenssteigerung 2002 bei 8,6 % und 2003 bei 6,3 % und damit 2,2 bzw. 1,8 Mal höher als der Durchschnitt in der bisherigen EU und Norwegen.

Zusammen mit den acht neuen Ländern, die der EU mit ihren bisher 15 Mitgliedstaaten 2004 beitreten, kommt die EU insgesamt auf durchschnittliche Einkommenssteigerungen von 5,4 % im Jahr 2002 und 4,5 % im Jahr 2003. Durch die Einbeziehung der neuen Mitgliedstaaten wird der EU-Durchschnitt also angehoben. Dieser Effekt verringerte sich aber von 1,6 Prozentpunkten im Jahr 2002 auf 1,1 Prozentpunkte im Jahr 2003.

Abbildung 6. Erhöhungen der Durchschnittseinkommen, 2002 und 2003 (%)

Abbildung 6. Erhöhungen der Durchschnittseinkommen, 2002 und 2003 (%)

Anmerkungen zu den Durchschnittswerten: Gesamtdurchschnitt für 26 Länder in 2002 und 25 Länder in 2003; Durchschnitt für die EU und Norwegen für 16 Länder in 2002 und 15 Länder in 2003; EU-Durchschnitt für 15 Länder in 2002 und 14 Länder in 2003; Durchschnitt des Euro-Gebiets für 12 Länder in 2002 und 11 Länder in 2003; Durchschnitt der Beitritts-/Kandidatenländer für 10 Länder in beiden Jahren; Durchschnitt der neuen Mitgliedstaaten in 2004 (Länder, die der EU im Mai 2004 beitreten) für 8 Länder in beiden Jahren; Durchschnitt der erweiterten EU für 23 Länder in 2002 und 22 Länder in 2003.

Quelle: EIRO.

Die Zahlen in Abbildung 6 sollten in Verbindung mit den folgenden Anmerkungen gelesen werden.

  • Österreich: Zahlen der Österreichischen Nationalbank (ÖNB).

  • Belgien: Die Zahlen beziehen sich nur auf Arbeiter (die entsprechenden Zahlen für Angestellte lagen bei 2,9 % im Jahr 2002 und bei 1,9 % im Jahr 2003); die Zahlen stellen die Summe der tariflich vereinbarten Lohnerhöhungen dar, zuzüglich der automatischen Lohnindexierung und der Auswirkungen der Arbeitszeitverkürzung; die Zahlen, vom Ministerium für Arbeit und Beschäftigung, gelten für die Jahre bis September.

  • Bulgarien: Zahlen von NSI; die Zahl für 2003 bezeichnet die Steigerung in den ersten beiden Quartalen gegenüber den ersten beiden Quartalen von 2002.

  • Zypern: Zahlen vom Statistikamt Zyperns; die Zahl für 2003 ist vorläufig.

  • Dänemark: Zahlen des Finanzministeriums für Steigerungen des Stundenlohns im privaten Sektor.

  • Estland: Zahlen aus der Lohn- und Gehaltserhebung des Statistikamts Estlands (Statistikaamet, ESA) NSI; die Zahl für 2003 bezeichnet die Steigerung in den ersten drei Quartalen gegenüber den ersten drei Quartalen von 2002.

  • Finnland: Zahlen von Statistics Finland; die Zahl für 2003 ist vorläufig.

  • Frankreich: Zahlen von Liaisons Sociales.

  • Deutschland: Die Zahlen vom Statistischen Bundesamt Deutschland beziehen sich auf die jährliche Erhöhung der Bruttolöhne und -gehälter.

  • Griechenland: Schätzwerte der Bank of Greece.

  • Ungarn: Zahlen vom Zentralen Statistikamt (Központi Statisztikai Hivatal, KSH); die Zahl für 2003 gilt für Januar bis Oktober.

  • Irland: Die Zahlen vom Zentralen Statistikamt (Central Statistical Office) beziehen sich auf den durchschnittlichen Wochenverdienst aller Beschäftigten (Arbeiter, Angestellte und Führungskräfte); die Zahl für 2003 gilt für das Jahr bis Juni.

  • Italien: Zahlen der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung; die Zahl für 2003 ist ein inoffizieller Schätzwert.

  • Lettland: Zahlen von CSP für die durchschnittlichen Erhöhungen der Nettolöhne und -gehälter der Beschäftigten.

  • Luxemburg: Die Zahlen sind Schätzwerte und enthalten eine automatische Lohnindexierung von 2,5 % pro Jahr.

  • Malta: Die Zahlen der wirtschaftspolitischen Abteilung der Regierung (Economic Policy Division) beziehen sich auf die Erhöhung des durchschnittlichen, nominalen Wocheneinkommens; die Zahlen gelten bis September eines Jahres.

  • Niederlande: Die Zahlen vom CBS beziehen sich auf Stundenlohnsätze einschließlich Bonuszahlungen in Gebieten, die von Tarifverträgen erfasst werden; die Zahl für 2002 gilt für das Jahr bis Januar 2003; die Zahl für 2003 gilt für das Jahr bis Januar 2004.

  • Norwegen: Die Zahlen vom Technischen Berechnungsausschuss für Einkommensberechnung (Teknisk Beregningsutvalg, TBU) stellen die gesamten jährlichen Lohnerhöhungen dar (einschließlich Lohndrift- und 'Übertragungs'-Effekten aus vorangegangenen Jahren); die Zahl für 2003 wird vom TBU mit 4,5 % angegeben.

  • Polen: Die vom GUS vorgelegten Zahlen beziehen sich auf Erhöhungen des Durchschnittseinkommens; die Zahl für 2002 gilt für das Jahr bis November.

  • Portugal: Zahl der Banco de Portugal.

  • Rumänien: Die Zahlen basieren auf Daten des INS; die Zahl für 2003 bezieht sich auf die ersten zehn Monate des Jahres.

  • Slowakei: Die Zahl für 2002 stammt vom Ministerium für Arbeit, Soziales und Familien; die Zahl für 2003 ist eine Prognose des slowakischen Statistikamtes (Štatistický úrad Slovenskej republiky, ŠÚ SR).

  • Slowenien: Zahlen des Instituts für makroökonomische Analysen und Entwicklung (Urad RS za makroekonomske analize in razvoj, UMAR), die auf Daten des Statistikamts der Republik Slowenien (Statisticni urad Republike Slovenije, SURS) basieren; 2003

  • Spanien: Die Zahlen vom nationalen Statistikamt (Instituto Nacional de Estadística, INE) beziehen sich auf die Erhöhung der monatlichen Arbeitskosten je Arbeitnehmer für das Jahr bis zum letzten Quartal.

  • Schweden: Zahlen von Sweden Statistics.

  • VK: Die Zahlen der neuen Einkommenserhebung des Amtes für nationale Statistiken (Office for National Statistics) beziehen sich auf die durchschnittlichen Einkommenssteigerungen der letzten drei Monate im Vergleich zum Vorjahr; die Zahl für 2003 ist vorläufig und bezieht sich auf den Zeitraum bis September.

Mindestlöhne

In 18 der 26 betrachteten Länder gibt es einen landesweit geltenden Mindestlohn, der entweder durch Gesetz oder durch einen sektorübergreifenden Vertrag mit landesweiter Gültigkeit festgelegt wurde. Abbildung 7 enthält für diese Länder Daten zu den Erhöhungen des Mindestlohns in den Jahren 2002 und 2003. Diese Mindestlöhne werden im Allgemeinen durch eine Art von Indexierungsmechanismus erhöht, ferner in einigen Ländern durch politische Entscheidungen.

Betrachtet man die neun betroffenen EU-Mitgliedstaaten, lagen die Mindestlohnerhöhungen im Jahr 2002 zwischen 6,4 % in Irland und 2,0 % in Belgien und Spanien und im Jahr 2003 zwischen 7,1 % im VK und 2,0 % in Belgien und Spanien. Die allgemeine durchschnittliche Steigerungsrate stieg von 3,5 % im Jahr 2002 auf 4,2 % im Jahr 2003 (der Durchschnitt lag bei 4,9 % im Jahr 2001, bei 2,8 % im Jahr 2000, bei 2,9  % im Jahr 1999 und bei 2,6 % im Jahr 1998). Die durchschnittliche Erhöhung der Mindestlöhne war somit im Jahr 2002 etwa auf dem gleichen Niveau wie die durchschnittliche Erhöhung der tariflich vereinbarten Löhne, im Jahr 2003 aber deutlich höher und zeigte einen Aufwärtstrend (insbesondere im VK, in Frankreich und Luxemburg), der im Gegensatz zu der Abwärtsbewegung bei den Tariflöhnen stand. Auf einzelstaatlicher Ebene hinkten die Mindestlohnerhöhungen im Jahr 2002 in Frankreich, den Niederlanden und dem VK sowie - noch ausgeprägter - in Luxemburg, Belgien und Spanien hinter den durchschnittlichen, tariflich vereinbarten Lohnerhöhungen hinterher, während sie in Irland und Portugal die vereinbarten Erhöhungen überstiegen. Im Jahr 2003 hinkten die Mindestlohnerhöhungen in Belgien, den Niederlanden, Portugal und Spanien (besonders ausgeprägt) hinter den durchschnittlichen Erhöhungen hinterher, während sie diese in Irland, Luxemburg und im VK (besonders ausgeprägt) überstiegen.

In allen betrachteten Beitritts- und Kandidatenländern, mit Ausnahme von Zypern, gibt es einen landesweit geltenden Mindestlohn. In den Jahren 2002 und 2003 waren bei diesem Mindestlohn große Unterschiede von Jahr zu Jahr und von Land zu Land zu verzeichnen. Die größte Steigerung gab es 2002 mit 40,9 % in Ungarn, während die Mindestlöhne in Lettland und Polen eingefroren wurden. Der größte Anstieg war 2003 mit 47,8 % in Rumänien zu verzeichnen, während es in Ungarn keine Erhöhung gab. Die Erhöhungen der Mindestlöhne wichen in vielen Fällen erheblich von den tariflich vereinbarten Erhöhungen in diesen Ländern ab, die in der Regel deutlich höher lagen. Die durchschnittliche Erhöhung sank leicht von 14 % im Jahr 2002 auf 13,5 % im Jahr 2003. Der Unterschied zwischen der EU auf der einen Seite und den Beitritts- und Kandidatenländern auf der anderen Seite ist bei den Erhöhungen der Mindestlöhne deutlich größer als bei den tariflich vereinbarten Lohnerhöhungen. Ohne Bulgarien und Rumänien vermindert sich die durchschnittliche Erhöhung der Mindestlöhne in den neuen Mitgliedstaaten auf 12 % im Jahr 2002 und 9,1 % im Jahr 2003.

Abbildung 7. Erhöhung des einzelstaatlichen Mindestlohns, 2002 und 2003 (%)

Abbildung 7. Erhöhung des einzelstaatlichen Mindestlohns, 2002 und 2003 (%)

Anmerkungen zu den Durchschnittswerten: der Gesamtdurchschnitt bezieht sich auf 18 Länder in beiden Jahren; der Durchschnitt für die EU bezieht sich auf 9 Länder in beiden Jahren; der Durchschnitt für die Beitritts-/Kandidatenländer bezieht sich auf 9 Länder in beiden Jahren.

Quelle: EIRO.

Die Statistik in Abbildung 7 sollte in Verbindung mit den folgenden Anmerkungen gelesen werden.

  • Belgien: Die Erhöhungen spiegeln nur die Indexierung wider, die Erhöhung für 2002 galt ab Februar; die Erhöhung für 2003 galt ab Juni.

  • Bulgarien: Die Erhöhung für 2002 basierte auf einem Kabinettsbeschluss vom 10. Oktober 2001; die Erhöhung für 2003 basierte auf einem Kabinettsbeschluss vom 10. Oktober 2003.

  • Frankreich: Die Erhöhungen galten ab Juli jeden Jahres; die angegebenen Erhöhungen beziehen sich auf den Mindeststundenlohn.

  • Griechenland: Die Zahlen beziehen sich auf die in den landesweit geltenden allgemeinen Tarifverträgen für 2002-2003 festgelegten Mindestsätze.

  • Ungarn: Die Zahl für 2002 umfasst eine Erhöhung von 25 %, die im Januar gewährt wurde und eine Erhöhung von 15,9 % im September (die letztgenannte Erhöhung bezieht sich auf einen Anstieg des Nettomindestlohns aufgrund von Änderungen der Einkommenssteuer); im Jahr 2003 gab es keine Erhöhung.

  • Irland: Erhöhungen wurden jeweils im Oktober wirksam.

  • Lettland: keine Erhöhung im Jahr 2002; die Erhöhung für 2003 galt ab Januar 2003.

  • Luxemburg: Die Zahl für 2002 enthält nur eine im Juni 2002 im Rahmen einer automatischen Indexierung gewährte Erhöhung; die Zahl für 2003 umfasst eine im Januar 2003 gewährte Erhöhung von 3,5 % zuzüglich einer im Rahmen der automatischen Indexierung gewährten Erhöhung von 2,5 % im August 2003.

  • Malta: Erhöhungen wurden jeweils im Januar wirksam.

  • Niederlande: Die Zahl für 2002 umfasst eine am 1. Januar gewährte Erhöhung um 2,22 % und eine am 1. Juli gewährte Erhöhung um 2,09 %; die Zahl für 2003 umfasst eine am 1. Januar gewährte Erhöhung um 1,41 % und eine am 1. Juli gewährte Erhöhung um 1,25 %.

  • Polen: 2002 gab es keine Erhöhung.

  • Portugal: Die Erhöhungen erfolgten per Gesetz im Dezember jeden Jahres.

  • Rumänien: Die Zahlen beziehen sich auf die Erhöhungen im Jahresdurchschnitt.

  • Slowakei: Erhöhungen wurden jeweils im Oktober wirksam.

  • Spanien: Die Erhöhungen erfolgten per Gesetz im Januar jeden Jahres.

  • VK: Die Zahlen beziehen sich auf den Stundensatz für Erwachsene; die Erhöhungen wurden im Oktober jeden Jahres gewährt.

Geschlechtsspezifische Lohnunterschiede

Die expliziten Lohnbedingungen der oben betrachteten Tarifverträge und Mindestlohngesetze sind geschlechtsneutral - sie sehen keine unterschiedlichen Lohnsätze oder Erhöhungen für Frauen und für Männer vor (dies würde selbstverständlich gegen die EU-Rechtsvorschriften und die einzelstaatlichen Rechtsvorschriften über die Gleichheit des Arbeitsentgelts verstoßen). Es bleibt jedoch die Tatsache bestehen, dass Frauen in allen hier erfassten Ländern durchschnittlich weniger verdienen als Männer. In Abbildung 8 wird diese geschlechtsspezifische Lohndifferenz aufgezeigt, indem der Durchschnittslohn von Frauen als Prozentsatz des Durchschnittslohns von Männern dargestellt wird.

In der bisherigen EU und Norwegen sind die geschlechtsspezifischen Lohnunterschiede in Österreich am größten (32 %) und in Luxemburg am geringsten (11 %). Zu den Ländern mit einer besonders kleinen geschlechtsspezifischen Lohndifferenz gehören Frankreich, Irland, Norwegen und Dänemark, während Deutschland, Spanien und Portugal eine vergleichsweise große Differenz aufweisen. Die geschlechtsspezifische Lohndifferenz liegt im Durchschnitt in der EU und in Norwegen bei 18,6 % - ein leichter Rückgang gegenüber der in unserer Datenübersicht für das Jahr 2002 ermittelten Differenz von 19,2 % und der für das Jahr 2001 ermittelten Differenz von 20,4 %. Die geschlechtsspezifische Lohnstatistik scheint jedoch durch Ausschläge nach oben und nach unten zwischen aufeinanderfolgenden Jahren charakterisiert zu werden, und es ist nicht anzunehmen, dass der Rückgang über einen solch kurzen Zeitraum signifikant ist, während einige Abweichungen bei den Zahlen sich aus Änderungen der Quelle/Art der verwendeten Daten erklären. Sofern Daten zu einzelnen Ländern für mehrere Jahre innerhalb des Zeitraums 1999 bis 2003 verfügbar sind, zeigen diese geringe Rückgänge der geschlechtsspezifischen Lohndifferenz , z. B. in Dänemark (aber nicht bei Angestellten in der kommunalen Verwaltung), Deutschland, Portugal, Schweden und dem VK.

In den Beitritts- und Kandidatenländern sind die geschlechtsspezifischen Lohnunterschiede in der Slowakei am größten (28,3 %) und in Slowenien am geringsten (9,6 %). Zu den Ländern mit einer besonders kleinen geschlechtsspezifischen Lohndifferenz gehören Polen, Malta und Ungarn, während Estland und Zypern eine vergleichsweise große Differenz aufweisen. Unter den oben genannten Vorbehalten scheint sich die Differenz gegenwärtig in Zypern, Rumänien, Slowenien und in der Slowakei sowie insbesondere in Bulgarien und Malta zu verkleinern. Die durchschnittliche Differenz beträgt in den Beitritts- und Kandidatenländern 17,7 % und liegt damit fast einen Prozentpunkt unter der gegenwärtigen EU und Norwegen.

In allen untersuchten Ländern beträgt die durchschnittliche geschlechtsspezifische Lohndifferenz 18,3 %.

Auch wenn die obigen Zahlen ein allgemeines Bild der Situation liefern, sollten die in den Anmerkungen hervorgehobenen länderspezifischen Unterschiede zwischen den Berechnungsmethoden beachtet werden. Die beträchtlichen Probleme hinsichtlich der Zusammenstellung und des Vergleichs geschlechtsspezifischer Lohnstatistiken werden in einer vergleichenden Studie von EIRO aus dem Jahr 2001 untersucht - TN0201101S (Mark Carley, SPIRE Associates).

Abbildung 8. Durchschnittslohn von Frauen als Prozentsatz des Durchschnittslohns von Männern, jüngste Zahlen

Abbildung 8. Durchschnittslohn von Frauen als Prozentsatz des Durchschnittslohns von Männern, jüngste Zahlen

Quelle: Die Zahlen gelten für 2002, mit Ausnahme von *2000, **2003, ***1998 und ****2001. Die Zahlen beziehen sich auf den durchschnittlichen Stundenlohn, sofern in den folgenden Anmerkungen nicht anders angegeben.

Anmerkungen zu den Durchschnittswerten: der Gesamtdurchschnitt bezieht sich auf 26 Länder in beiden Jahren; der Durchschnitt für die EU und Norwegen bezieht sich auf 16 Länder in beiden Jahren; der Durchschnitt der Beitritts-/Kandidatenländer bezieht sich auf 10 Länder in beiden Jahren.

Quelle: EIRO.

Die Zahlen in Abbildung 8 sollten in Verbindung mit folgenden Anmerkungen gelesen werden:

  • Österreich: Zahl der Arbeiterkammer und des Bundesministeriums für Wirtschaft und Beschäftigung.

  • Belgien: Die Zahl, die vom Ministerium für Arbeit und Beschäftigung stammt, bezieht sich auf den privaten Sektor und vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmer - die entsprechende Zahl für Teilzeitbeschäftigte im privaten Sektor betrug 99,8 %, und die entsprechenden Zahlen für den öffentlichen Sektor lagen bei 92,6 % für Vollzeitbeschäftigte und bei 87,6 % für Teilzeitbeschäftigte.

  • Bulgarien: Zahl vom NSI.

  • Zypern: Ungefähre Zahl vom Statistikamt Zyperns.

  • Dänemark: Die Zahl, die von Statistics Denmark stammt, bezieht sich auf den privaten Sektor - die entsprechende Zahl für den staatlichen Sektor lag bei 89,0 % und bei 86,9 % in der kommunalen Verwaltung.

  • Estland: Die Zahlen basieren auf der Lohn- und Gehaltserhebung des Statistikamts Estlands.

  • Finnland: Die Zahl vom Statistikamt Finnlands gilt für durchschnittliche Stundenlöhne.

  • Frankreich: Die Zahl wurde der Erhebung des nationalen Instituts für Statistik und Wirtschaftsstudien (Institut national de la statistique et des études économiques, INSEE) zur Beschäftigung entnommen.

  • Deutschland: Die Zahl, die vom Statistischen Bundesamt stammt, bezieht sich nur auf Arbeiter im verarbeitenden Gewerbe - die entsprechende Zahl für Angestellte im verarbeitenden Gewerbe lag bei 70,7 %.

  • Griechenland: Die Zahl ist ein Schätzwert von Eurostat.

  • Ungarn: Die Zahl ist der Durchschnitt verschiedener Schätzwerte.

  • Irland: Die Zahl vom CSO gilt für durchschnittliche Stundenlöhne.

  • Italien: Die Zahl von der Bank of Italy bezieht sich auf das Jahreseinkommen.

  • Lettland: Zahl vom CSP.

  • Luxemburg: Zahl vom Centre d'Etudes de Populations, de Pauvreté et de Politiques Socio-Economiques/International Networks for Studies in Technology, Environment, Alternatives, Development (CEPS/INSTEAD).

  • Malta: Die Zahl basiert auf Daten des National Statistics Office.

  • Niederlande: Die Zahl ist ein Schätzwert, der auf verschiedenen Quellen basiert.

  • Norwegen: Bei der Zahl handelt es sich um den Durchschnittswert für Vollzeitbeschäftigte in den meisten Sektoren, die auf Lohnstatistiken von Statistics Norway basiert.

  • Polen: Zahl vom GUS.

  • Portugal: Zahl von DETEFP.

  • Rumänien: Die Zahl stammt vom INS und bezieht sich auf den durchschnittlichen Monatsbruttolohn im Oktober.

  • Slowakei: Die Zahl stammt aus Lohnstrukturdaten des slowakischen Statistikamts.

  • Slowenien: Die Zahl stammt von UMAR, basiert auf Daten des SURS und bezieht sich auf das durchschnittliche Monatseinkommen (brutto) von Frauen im Vergleich zum Einkommen von Männern (in %).

  • Spanien: Die Zahl, die der Lohnerhebung des INE entnommen wurde, bezieht sich auf den durchschnittlichen Stundenverdienst (einschließlich Überstundenzuschlag) als Prozentsatz des Gesamtlohns.

  • Schweden: Zahlen von Sweden Statistics bezogen auf den Monatslohn.

  • VK: Die Zahl, die der Lohnerhebung des ONS entnommen wurde, bezieht sich auf den durchschnittlichen Stundenverdienst ohne Überstundenzuschlag von Vollzeitbeschäftigten zu den Sätzen für Erwachsene.

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Eurofound (2004), Lohn- und Gehaltsentwicklungen - 2003, article.

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