Sechste Europäische Erhebung über die Arbeitsbedingungen: 2015

Printer-friendly version

Datenvisualisierung

Die Daten auf EU-Ebene und nach Ländern zu den Arbeitsbedingungen, zur Qualität der Arbeit und Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben können in unserem interaktiven Tool zur Datenvisualisierung dargestellt, untersucht und verglichen werden.

​Die Europäische Erhebung über die Arbeitsbedingungen (EWCS) von Eurofound vermittelt über Länder, Berufe, Sektoren und Altersgruppen hinweg ein umfassendes Bild der Arbeitswelt in Europa. Die Erkenntnisse zeigen Maßnahmen für politische Akteure auf, die dazu beitragen, den Herausforderungen, denen sich Europa heute gegenübersieht, zu begegnen. 2015 führte Eurofound die sechste Erhebung im Rahmen dieser Reihe durch (die erste Erhebung fand 1991 statt). Im Zuge dieser sechsten Erhebung wurden knapp 44 000 Erwerbstätige in 35 Ländern befragt. Die Erkenntnisse liefern detaillierte Informationen zu einem breiten Spektrum an Fragen, einschließlich der Exposition gegenüber physischen und psychosozialen Risiken, der Arbeitsorganisation, der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben sowie Gesundheit und Wohlbefinden.

Wichtigste Erkenntnisse

Insgesamt sind der Erhebung zufolge die strukturellen Ungleichheiten und Unterschiede in Bezug auf Geschlecht, Beschäftigungsstatus und Beruf nach wie vor erheblich. In den vergangenen zehn Jahren waren bei manchen Aspekten der Arbeitsplatzqualität kaum Fortschritte festzustellen.

Sechste Europäische Erhebung über die Arbeitsbedingungen – Übersichtsbericht

Die sechste Europäische Erhebung über die Arbeitsbedingungen (EWCS) baut auf den Erfahrungen auf, die im Rahmen der vorhergehenden fünf Erhebungen gewonnen wurden, und vermittelt über Länder, Berufe, Sektoren und Altersgruppen hinweg ein umfassendes Bild der Arbeitswelt in Europa.

Veröffentlichung: Sechste EWCS – Übersichtsbericht

Zusätzlich zu den objektiven Indikatoren für die Arbeitsplatzqualität wird in dem Bericht auch die eigene Einschätzung ihres Berufslebens durch die Erwerbstätigen untersucht. Es werden Verbindungen zwischen den verschiedenen Dimensionen der Arbeitsplatzqualität und Faktoren wie Engagement, finanzielle Sicherheit, Entwicklung von Qualifikationen und Kompetenzen, Gesundheit und Wohlbefinden, Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben sowie Nachhaltigkeit von Arbeit festgestellt.

Hintergrund

Die sechste Erhebung ist ein wichtiger Meilenstein für Eurofound: Sie baut auf den Erfahrungen auf, die im Rahmen der vorhergehenden fünf Erhebungen gewonnen wurden, und vermittelt einen umfassenden Überblick über die Trends in der Arbeitswelt in Europa in den vergangenen 25 Jahren. Darüber hinaus ist die sechste Erhebung angesichts der Einbeziehung von 35 Ländern die bislang umfangreichste Untersuchung mit Blick auf die Zahl der berücksichtigten Länder.

  • Die erste Erhebung im Jahr 1991 umfasste lediglich zwölf Länder.
  • Bei der zweiten Erhebung im Jahr 1995 wurden 15 Länder berücksichtigt.
  • Die dritte Erhebung (2000) wurde in 16 Ländern (15 EU-Mitgliedstaaten sowie Norwegen) durchgeführt. Diese dritte Erhebung wurde im Jahr 2001 ausgeweitet, um die zehn EU-Kandidatenländer einzubeziehen.
  • Die im Jahr 2005 durchgeführte vierte Erhebung umfasste die 25 EU-Mitgliedstaaten sowie die beiden im Jahr 2007 beigetretenen Länder (Bulgarien und Rumänien). Darüber hinaus wurden Kroatien, die Türkei, die Schweiz und Norwegen (insgesamt 31 Länder) berücksichtigt.
  • Die fünfte Erhebung im Jahr 2010 deckte die 27 EU-Mitgliedstaaten, Kroatien, die Türkei und Norwegen ab (die Schweiz war nicht beteiligt). Darüber hinaus umfasste diese Erhebung Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo sowie die ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien – insgesamt 34 Länder.
  • Die sechste Erhebung im Jahr 2015 fand in den 28 EU-Mitgliedstaaten, den fünf EU-Kandidatenländern (Albanien, die ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien, Montenegro, Serbien und die Türkei) sowie der Schweiz und Norwegen statt.

Methodik

Der Partner von Eurofound für die Erhebung – Ipsos NV – befragte aus einer statistischen Stichprobe nach dem Zufallsprinzip ausgewählte erwerbstätige Personen, die einen Querschnitt der Gesellschaft darstellten. Je nach Größe des Landes und nationalen Modalitäten reichte die Stichprobe von 1 000 bis 3 300 Personen pro Land.

Die persönlichen Gespräche wurden bei den Betreffenden zu Hause geführt und deckten eine umfassende Liste von Fragen zu ihren Arbeitsbedingungen ab. (Alle erfassten Informationen wurden streng vertraulich behandelt und die Anonymität jedes Befragten war garantiert.) Ausführliche Informationen über die Erhebungsmethodik sind online verfügbar.

Weitere Informationen

Die Mikrodaten der sechsten EWCS werden der Öffentlichkeit im ersten Quartal 2017 zugänglich gemacht. Die Sekundäranalysen zu den Erhebungsdaten von Eurofound werden ab 2017 veröffentlicht. Dabei werden Aspekte wie Arbeitszeit, Selbstständigkeit, Alterung, Mitarbeitermotivation und -entwicklung, Arbeit und Gesundheit, Beschäftigungsstatus und Arbeitsbedingungen untersucht.

Für weiterführende Informationen zu den Europäischen Erhebungen über die Arbeitsbedingungen wenden Sie sich bitte an Sophia MacGoris unter smg@eurofound.europa.eu.

Useful? Interesting? Tell us what you think. Hide comments

Neuen Kommentar schreiben

Click to share this page to Facebook securely

Click to share this page to Twitter securely

Click to share this page to Google+ securely

Click to share this page to LinkedIn securely